Artikelnummer
ALXALJMBP3A
Autor
Aljechin - Meine besten Partien 1908 - 1923
Antiquariat / de Gruyter 1978
Eigenschaften
249 Seiten, kartoniert, de Gruyter, 3. Auflage 1978, original erschienen 1927
Vorwort zur 4. Auflage
Als er vom "Sonnenschach" sprach, das der Russe Aljechin vorführte, wird Tartakower, ein Freund des Bonmots, an viele Partien gedacht haben, die in diesem Buch enthalten sind. Er meinte die Fülle der Gedanken und den unerhörten Siegeswillen, der aus Aljechins Partien strahlt und ihr Nachspielen zu einem Genuß werden läßt. Mit vollem Recht hat der Verlag Walter de Gruyter das Buch in die neue "Bibliothek Caissa" aufgenommen. Es zählt seit Jahrzehnten zu den klassischen Partiensammlungen. Die objektiven, tiefgründigen Anmerkungen Aljechins sind Lehrstoff im besten Sinne. Daß ein halbes Jahrhundert nach dem ersten Erscheinen bereits die vierte Auflage notwendig wird, zeigt, wie nachhaltig der Eindruck ist, den der große Schachmeister beim Spiel am Brett und in der Literatur hinterlassen hat.
Rudolf Teschner
Berlin, September 1982
Als er vom "Sonnenschach" sprach, das der Russe Aljechin vorführte, wird Tartakower, ein Freund des Bonmots, an viele Partien gedacht haben, die in diesem Buch enthalten sind. Er meinte die Fülle der Gedanken und den unerhörten Siegeswillen, der aus Aljechins Partien strahlt und ihr Nachspielen zu einem Genuß werden läßt. Mit vollem Recht hat der Verlag Walter de Gruyter das Buch in die neue "Bibliothek Caissa" aufgenommen. Es zählt seit Jahrzehnten zu den klassischen Partiensammlungen. Die objektiven, tiefgründigen Anmerkungen Aljechins sind Lehrstoff im besten Sinne. Daß ein halbes Jahrhundert nach dem ersten Erscheinen bereits die vierte Auflage notwendig wird, zeigt, wie nachhaltig der Eindruck ist, den der große Schachmeister beim Spiel am Brett und in der Literatur hinterlassen hat.
Rudolf Teschner
Berlin, September 1982
| Gewicht | 420 g |
|---|---|
| Hersteller | de Gruyter |
| Breite | 15,2 cm |
| Höhe | 21,5 cm |
| Medium | Buch |
| Erscheinungsjahr | 1978 |
| Autor | Alexander Aljechin |
| Auflage | 3 |
| Jahr der Originalausgabe | 1927 |
| Seiten | 249 |
| Einband | kartoniert |
| Name | Walter de Gruyter |
|---|
V Vorwort zur 2. Auflage
001 Aljechins Schaffen. Von Dr. S. Tartakower
009 I. Turnierspiele
083 II. Wettspiele, Gelegenheitspartien durch Briefwechsel, Blind- oder Simultanspiele usw.
213 III. Wettpartien, Gastspiele, Beratungspartien, Simultan- und Blindlingspartien
237 Eröffnungstabelle
238 Aljechins Schacherfolge (1908-1945)
238 A. Turniere
239 B. Mannschaftskämpfe (Weltmeisterschaften der F.I.D.E.)
239 C. Zweikämpfe
241 Aljechins Gegner
242 Anhang. Aljechins Eröffnungsbehandlung in moderner Sicht
001 Aljechins Schaffen. Von Dr. S. Tartakower
009 I. Turnierspiele
083 II. Wettspiele, Gelegenheitspartien durch Briefwechsel, Blind- oder Simultanspiele usw.
213 III. Wettpartien, Gastspiele, Beratungspartien, Simultan- und Blindlingspartien
237 Eröffnungstabelle
238 Aljechins Schacherfolge (1908-1945)
238 A. Turniere
239 B. Mannschaftskämpfe (Weltmeisterschaften der F.I.D.E.)
239 C. Zweikämpfe
241 Aljechins Gegner
242 Anhang. Aljechins Eröffnungsbehandlung in moderner Sicht
"Meine besten Partien 1908 - 1923" von Alexander Aljechin wird geschichtlich als eines der besten jemals geschriebenen Partienbücher angesehen. Das Werk ist jüngst in seiner 6. Auflage neu erschienen, als Imprint des Schachverlag Ullrich im Joachim Beyer Verlag. Für eine neue Herausgabe großer historischer Werke hat der Verlag die Serie "Meilensteine des Schach" aus der Taufe gehoben, in der nun das hier besprochene Werk neu herausgegeben worden ist.
Um den Leser die Aura der Originalausgabe erleben zu lassen, hat der Verlag das historische Schriftbild erhalten. In einem neuen Gewand erscheinen nur die Diagramme, die im Buch übrigens als Stellungsbilder bezeichnet werden. Dies ist ein Beispiel für die Entwicklung unserer Sprache in der Zeit seit dem ersten Erscheinen des Buches bis heute. Sprache und Schriftbild zeigen sich als harmonische Einheit und sorgen so dafür, dass der Leser sich in alte Zeiten eintauchen fühlt.
Aljechin hat in seiner Karriere eine immens hohe Zahl an Partien gespielt und dabei eine fast unglaubliche Erfolgsquote erreicht. Zahlen dazu findet der Leser ebenfalls in "Meine besten Partien 1908 - 1923", bis zu seinem Todesjahr 1946 aufgeführt. Dies zeigt schon, dass dieses Werk über die Auflagen hinweg Ergänzungen erfahren haben muss. So ist es auch, und diese Ergänzungen sind heute selbst schon wieder als historische Dokumente anzusehen. Dazu später noch etwas mehr. Zunächst einmal zu dem, weshalb es dieses Werk überhaupt gibt, den besten Partien Aljechins aus der Epoche 1908 bis 1923.
Aljechin hat 100 Partien aus dieser Zeit, in die der 1. Weltkrieg fiel und seine Karriere unterbrach, als seine besten ausgewählt und meisterlich kommentiert. Unter "meisterlich" verstehe ich eine Kommentierung aus Texten und Analysen, die vor dem Leser die Geheimnisse der Partie ausbreitet, auch soweit diese sich als Möglichkeiten, Drohungen etc. jenseits der tatsächlich ausgeführten Partiezüge verstecken, und die dabei höchst unterhaltsam ist. Es bereitet wirklich Freude, die Partien nachzuspielen und über die Kommentare auf Entdeckungsreise zu gehen. Ich habe mir mehrere Partien gezielt vorgenommen, die mir aufgrund der Angaben dazu als besonders interessant erschienen, um mir ein fundiertes Urteil erlauben zu können. Mein persönlicher Favorit ist übrigens Partie Nr. 97. Diese ist von Aljechin und Sämisch geführt worden, beide Spieler haben blind gespielt. Aljechin hat seine Spielführung mit einem Opfer der Dame garniert, um dann eine den Sieg bringende Kombination spielen zu können. Es ist fantastisch zu sehen, was beide Spieler zu leisten vermochten, eben ohne das Brett dabei zu sehen. Vermutlich würden 99% von uns heutigen Spielern diese Möglichkeiten in der Partie auch sehend nicht erkennen, sodass das Nachspielen ganz klar so etwas wie Ehrfurcht bei mir ausgelöst hat.
Kombinationen sind oft das Salz in der Suppe der im Buch abgebildeten Partien. Regelmäßig macht Aljechin besonders darauf aufmerksam. Taktische Kniffe, strategische Erwägungen, die Beschreibung von Stellungseinschätzungen sind weitere Elemente der Kommentierung, die Aljechin einsetzt. Nun könnte der Vorbehalt auftauchen, dass sich hinsichtlich der Schachtheorie, von der Einschätzung bestimmter Eröffnungen bis hin zur allgemeinen Strategie seit der damaligen Zeit so viel geändert hat, dass diese Ausführungen kaum noch Wert haben oder sogar schaden können. Das sehe ich nicht so. Immerhin denken wir auch nicht gleich mit der Logik eines William von Baskerville, nur weil wir "Der Name der Rose" von Umberto Eco gelesen haben.
Zu den späteren Ergänzungen des Urwerkes gehört auch ein Beitrag von Kurt Richter mit dem Titel "Aljechins Eröffnungsbehandlung in moderner Sicht". Darin zeigt der 1969 verstorbene bekannte deutsche Spieler und Publizist in wesentlichen Beispielen auf, welche Entwicklung die Eröffnungstheorie seit dem ersten Erscheinen der Partiensammlung bis eben zum Zeitpunkt seines Beitrags genommen hatte. Seitdem aber ist erneut wieder rund ein halbes Jahrhundert vergangen und die Zeit ist auch wieder über diese Aussagen hinweggegangen, zumindest mit neuen und abweichenden Erkenntnissen in Teilen.
"Meine besten Partien 1908 - 1923" ist ein Werk, das eine ausgezeichnete Unterhaltung erlaubt. Und es lässt den Leser auch den nostalgische Gefühle provozierenden Blick in eine aufregende Zeit in der Geschichte des Schachspiels nehmen.
Abschließend noch ein kurzer Hinweis auf den Aufbau des Werkes: Nach einer Einleitung mit dem Titel "Aljechins Schaffen" aus der Feder von Dr. Savielly Tartakower folgen drei Teile mit den Partien. Diese tragen die folgenden Überschriften:
I. Turnierspiele
II. Wettspiele, Gelegenheitspartien durch Briefwechsel, Bild- oder Simultanspiele usw.
III. Wettpartien, Gastspiele, Beratungspartien, Simultan- und Blindlingspartien.
Eine Eröffnungstabelle, mehrere Statistiken sowie der oben beschriebene Beitrag von Kurt Richter schließen das Werk ab.
Fazit: "Meine besten Partien 1908 - 1923" ist ein weiteres wichtiges historisches Buch, das über eine Neuauflage in der Buchreihe "Meilensteine des Schach" erhalten und neuen Lesern zugänglich gemacht wird. Der Text ist optisch im Stil der damaligen Zeit erhalten geblieben. Die Kommentierung ist sehr unterhaltsam und lässt den Leser tief in die Partien eindringen. "Meine besten Partien 1908 - 1923" kann ich als ausgezeichnete Schachlektüre sehr zum Kauf empfehlen.
Rezension einer früheren Auflage:
Wirklicher Klassiker
Der vierte Weltmeister Alexander Aljechin besaß einen unternehmungslustigen Stil und legte nur selten Partien auf Remis an. Seine Leidenschaft für das Schach war groß, nach eigenen Worten trainierte er jeden Tag grundsätzlich acht Stunden lang. Aljechins entschlossenes Streben nach dem Weltmeistertitel dokumentieren zwei Bücher: Auf dem Wege zur Weltmeisterschaft 1923-1927 versammelt die Partien aus den letzten Jahren vor der Erringung der Weltmeisterschaft im Jahr 1927. Jedoch schrieb Aljechin das Werk erst nach dem Titelgewinn; es erschien 1932.
Am Anfang von Auf dem Wege zur Weltmeisterschaft 1923-1927 schrieb Aljechin: "... war mir damals [1924] Capablanca zweifellos überlegen ... Capablanca verhielt sich übrigens zu meinen Absichten zwar korrekt, jedoch kühl, und so wurde es mir klar, daß in nächster Zeit mit einer Verwirklichung unseres Wettkampfes nicht zu rechnen sei. Um so mehr galt es mir nun, an meiner Vervollkommnung zu arbeiten..."
Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit war das vorliegende Meine besten Partien 1908-1923, welches Aljechin nach seiner Herausforderung an Capablanca 1924 schrieb. Die Arbeit an dem Buch diente ihm zur Vorbereitung, er nahm seine Aufgabe ernst. Die kritischen Analysen der 100 enthaltenen Partien machen das Buch zu einem wirklichen Klassiker. Manche ziehen das Werk sogar dem späteren Auf dem Wege zur Weltmeisterschaft 1923-1927 vor, aber darüber läßt sich streiten. Letzteres Buch enthält neben hervorragenden Partieerläuterungen auch begleitende Texte des Weltmeisters, es bietet daher allen nicht nur auf Analysen fixierten Lesern eine angenehmere Lektüre.
Um den Leser die Aura der Originalausgabe erleben zu lassen, hat der Verlag das historische Schriftbild erhalten. In einem neuen Gewand erscheinen nur die Diagramme, die im Buch übrigens als Stellungsbilder bezeichnet werden. Dies ist ein Beispiel für die Entwicklung unserer Sprache in der Zeit seit dem ersten Erscheinen des Buches bis heute. Sprache und Schriftbild zeigen sich als harmonische Einheit und sorgen so dafür, dass der Leser sich in alte Zeiten eintauchen fühlt.
Aljechin hat in seiner Karriere eine immens hohe Zahl an Partien gespielt und dabei eine fast unglaubliche Erfolgsquote erreicht. Zahlen dazu findet der Leser ebenfalls in "Meine besten Partien 1908 - 1923", bis zu seinem Todesjahr 1946 aufgeführt. Dies zeigt schon, dass dieses Werk über die Auflagen hinweg Ergänzungen erfahren haben muss. So ist es auch, und diese Ergänzungen sind heute selbst schon wieder als historische Dokumente anzusehen. Dazu später noch etwas mehr. Zunächst einmal zu dem, weshalb es dieses Werk überhaupt gibt, den besten Partien Aljechins aus der Epoche 1908 bis 1923.
Aljechin hat 100 Partien aus dieser Zeit, in die der 1. Weltkrieg fiel und seine Karriere unterbrach, als seine besten ausgewählt und meisterlich kommentiert. Unter "meisterlich" verstehe ich eine Kommentierung aus Texten und Analysen, die vor dem Leser die Geheimnisse der Partie ausbreitet, auch soweit diese sich als Möglichkeiten, Drohungen etc. jenseits der tatsächlich ausgeführten Partiezüge verstecken, und die dabei höchst unterhaltsam ist. Es bereitet wirklich Freude, die Partien nachzuspielen und über die Kommentare auf Entdeckungsreise zu gehen. Ich habe mir mehrere Partien gezielt vorgenommen, die mir aufgrund der Angaben dazu als besonders interessant erschienen, um mir ein fundiertes Urteil erlauben zu können. Mein persönlicher Favorit ist übrigens Partie Nr. 97. Diese ist von Aljechin und Sämisch geführt worden, beide Spieler haben blind gespielt. Aljechin hat seine Spielführung mit einem Opfer der Dame garniert, um dann eine den Sieg bringende Kombination spielen zu können. Es ist fantastisch zu sehen, was beide Spieler zu leisten vermochten, eben ohne das Brett dabei zu sehen. Vermutlich würden 99% von uns heutigen Spielern diese Möglichkeiten in der Partie auch sehend nicht erkennen, sodass das Nachspielen ganz klar so etwas wie Ehrfurcht bei mir ausgelöst hat.
Kombinationen sind oft das Salz in der Suppe der im Buch abgebildeten Partien. Regelmäßig macht Aljechin besonders darauf aufmerksam. Taktische Kniffe, strategische Erwägungen, die Beschreibung von Stellungseinschätzungen sind weitere Elemente der Kommentierung, die Aljechin einsetzt. Nun könnte der Vorbehalt auftauchen, dass sich hinsichtlich der Schachtheorie, von der Einschätzung bestimmter Eröffnungen bis hin zur allgemeinen Strategie seit der damaligen Zeit so viel geändert hat, dass diese Ausführungen kaum noch Wert haben oder sogar schaden können. Das sehe ich nicht so. Immerhin denken wir auch nicht gleich mit der Logik eines William von Baskerville, nur weil wir "Der Name der Rose" von Umberto Eco gelesen haben.
Zu den späteren Ergänzungen des Urwerkes gehört auch ein Beitrag von Kurt Richter mit dem Titel "Aljechins Eröffnungsbehandlung in moderner Sicht". Darin zeigt der 1969 verstorbene bekannte deutsche Spieler und Publizist in wesentlichen Beispielen auf, welche Entwicklung die Eröffnungstheorie seit dem ersten Erscheinen der Partiensammlung bis eben zum Zeitpunkt seines Beitrags genommen hatte. Seitdem aber ist erneut wieder rund ein halbes Jahrhundert vergangen und die Zeit ist auch wieder über diese Aussagen hinweggegangen, zumindest mit neuen und abweichenden Erkenntnissen in Teilen.
"Meine besten Partien 1908 - 1923" ist ein Werk, das eine ausgezeichnete Unterhaltung erlaubt. Und es lässt den Leser auch den nostalgische Gefühle provozierenden Blick in eine aufregende Zeit in der Geschichte des Schachspiels nehmen.
Abschließend noch ein kurzer Hinweis auf den Aufbau des Werkes: Nach einer Einleitung mit dem Titel "Aljechins Schaffen" aus der Feder von Dr. Savielly Tartakower folgen drei Teile mit den Partien. Diese tragen die folgenden Überschriften:
I. Turnierspiele
II. Wettspiele, Gelegenheitspartien durch Briefwechsel, Bild- oder Simultanspiele usw.
III. Wettpartien, Gastspiele, Beratungspartien, Simultan- und Blindlingspartien.
Eine Eröffnungstabelle, mehrere Statistiken sowie der oben beschriebene Beitrag von Kurt Richter schließen das Werk ab.
Fazit: "Meine besten Partien 1908 - 1923" ist ein weiteres wichtiges historisches Buch, das über eine Neuauflage in der Buchreihe "Meilensteine des Schach" erhalten und neuen Lesern zugänglich gemacht wird. Der Text ist optisch im Stil der damaligen Zeit erhalten geblieben. Die Kommentierung ist sehr unterhaltsam und lässt den Leser tief in die Partien eindringen. "Meine besten Partien 1908 - 1923" kann ich als ausgezeichnete Schachlektüre sehr zum Kauf empfehlen.
Rezension einer früheren Auflage:
Wirklicher Klassiker
Der vierte Weltmeister Alexander Aljechin besaß einen unternehmungslustigen Stil und legte nur selten Partien auf Remis an. Seine Leidenschaft für das Schach war groß, nach eigenen Worten trainierte er jeden Tag grundsätzlich acht Stunden lang. Aljechins entschlossenes Streben nach dem Weltmeistertitel dokumentieren zwei Bücher: Auf dem Wege zur Weltmeisterschaft 1923-1927 versammelt die Partien aus den letzten Jahren vor der Erringung der Weltmeisterschaft im Jahr 1927. Jedoch schrieb Aljechin das Werk erst nach dem Titelgewinn; es erschien 1932.
Am Anfang von Auf dem Wege zur Weltmeisterschaft 1923-1927 schrieb Aljechin: "... war mir damals [1924] Capablanca zweifellos überlegen ... Capablanca verhielt sich übrigens zu meinen Absichten zwar korrekt, jedoch kühl, und so wurde es mir klar, daß in nächster Zeit mit einer Verwirklichung unseres Wettkampfes nicht zu rechnen sei. Um so mehr galt es mir nun, an meiner Vervollkommnung zu arbeiten..."
Ein wichtiger Bestandteil dieser Arbeit war das vorliegende Meine besten Partien 1908-1923, welches Aljechin nach seiner Herausforderung an Capablanca 1924 schrieb. Die Arbeit an dem Buch diente ihm zur Vorbereitung, er nahm seine Aufgabe ernst. Die kritischen Analysen der 100 enthaltenen Partien machen das Buch zu einem wirklichen Klassiker. Manche ziehen das Werk sogar dem späteren Auf dem Wege zur Weltmeisterschaft 1923-1927 vor, aber darüber läßt sich streiten. Letzteres Buch enthält neben hervorragenden Partieerläuterungen auch begleitende Texte des Weltmeisters, es bietet daher allen nicht nur auf Analysen fixierten Lesern eine angenehmere Lektüre.
Dieser Mangel der früheren Partiesammlung wurde vom Verleger annähernd dadurch wettgemacht, daß der deutschen Ausgabe mehrere Extras mit auf den Weg gegeben wurden: Ein achtseitiges Vorwort von Savielly Tartakower und ein achtseitiger Anhang "Aljechins Eröffnungsbehandlung in moderner Sicht", den Kurt Richter Mitte der sechziger Jahre schrieb. Der englischen Ausgabe fehlen diese Beigaben.
Stefan Bücker
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