Artikelnummer
LMMUETDOV
Autor
Typisch Damengambit - Orthodoxe Variante
Effektives Mittelspieltraining
180 Seiten, kartoniert, Beyer, 1. Auflage 2025
Also available in english language:
https://www.schachversand.de/typical-queen-s-gambit-exchange-variation.html
https://www.schachversand.de/typical-queen-s-gambit-exchange-variation.html
Wer diese oder jene Eröffnung lernen will, kann unter vielen oder gar Dutzenden von Lehrbüchern auswählen. Aber wie sieht es aus, wenn man sich mit der Mittelspielstrategie vertraut machen will, die in Stellungen angewendet werden sollte, die aus genau dieser oder jener Eröffnung hervorgegangen sind? Oder anders ausgedrückt: in Stellungen, die für diese oder jene Eröffnung typisch sind.
Natürlich gibt es in jedem Mittelspiel-Lehrbuch die eine oder andere Stellung, die eindeutig dieser oder jener Eröffnung zgeordnet werden kann. Allerdings ist deren Zahl verschwindend gering im Umfeld von Stellungen aus all den anderen Eröffnungen, die dort exemplarisch behandelt werden. Und somit von lauter Stellungen, deren strategische Behandlung der Leser eigentlich gar nicht erlernen will.
Ist beispielsweise - so fragt der Autor durchaus begründet - die Behandlung der Themen Hängebauern und Minoritätsangriff für einen e4-Spieler nicht ebenso verzichtbar, wie sie für einen d4-Spieler unerlässlich ist? - Warum sollte ein eingefleischter Anhänger indischer Eröffnungen sich für die strategischen Feinheiten von Stellungen interessieren, die aus all diesen komplizierten Damengambit-Systemen resultieren? Und natürlich auch umgekehrt: Was kann ein Spieler mit all diesen Feinheitn indischer Stellungen anfangen, der um Fianchetto-Eröffnungen prinzipiell einen großen Bogen macht?
Und genau dieses ebenso auffällige wie verblüffende Vakuum im Bereich der Mittelspiel-Literatur hat den Autor zu einem Verbesserungsversuch inspiriert: Wer beispielsweise fürs Damengambit typische Mittelspielstrategie lernen will, der bekommt ein Lehr- und Übungsbuch, in dem ausschließlich das Damengambit behandelt wird. Dabei geht es allerdings in diesem Buch ausschließlich um die 'Orthodoxe Variante' (1.d4 d5 2.c4 e6) bzw. um solche Stellungen, die aus dieser Grundstruktur hervorgehen können (mit Ausnahme der Abtauschvariante, denn diese wurde bereits in einem separaten Band behandelt).
Besondere Erwähnung verdient noch, dass die mehr als 100 Übungen zwecksabwechslungsreicher und entsprechend unterhaltsamer Darbietung bestimmten Themen zugeordnet wurden - beispielsweise Aufstiegskandidat, Abstiegskandidat, Gewaltmaßnahme oder Drucksteigerung, einziger Zug - aber auch Scherzartikel und dergleichen mehr.
Natürlich gibt es in jedem Mittelspiel-Lehrbuch die eine oder andere Stellung, die eindeutig dieser oder jener Eröffnung zgeordnet werden kann. Allerdings ist deren Zahl verschwindend gering im Umfeld von Stellungen aus all den anderen Eröffnungen, die dort exemplarisch behandelt werden. Und somit von lauter Stellungen, deren strategische Behandlung der Leser eigentlich gar nicht erlernen will.
Ist beispielsweise - so fragt der Autor durchaus begründet - die Behandlung der Themen Hängebauern und Minoritätsangriff für einen e4-Spieler nicht ebenso verzichtbar, wie sie für einen d4-Spieler unerlässlich ist? - Warum sollte ein eingefleischter Anhänger indischer Eröffnungen sich für die strategischen Feinheiten von Stellungen interessieren, die aus all diesen komplizierten Damengambit-Systemen resultieren? Und natürlich auch umgekehrt: Was kann ein Spieler mit all diesen Feinheitn indischer Stellungen anfangen, der um Fianchetto-Eröffnungen prinzipiell einen großen Bogen macht?
Und genau dieses ebenso auffällige wie verblüffende Vakuum im Bereich der Mittelspiel-Literatur hat den Autor zu einem Verbesserungsversuch inspiriert: Wer beispielsweise fürs Damengambit typische Mittelspielstrategie lernen will, der bekommt ein Lehr- und Übungsbuch, in dem ausschließlich das Damengambit behandelt wird. Dabei geht es allerdings in diesem Buch ausschließlich um die 'Orthodoxe Variante' (1.d4 d5 2.c4 e6) bzw. um solche Stellungen, die aus dieser Grundstruktur hervorgehen können (mit Ausnahme der Abtauschvariante, denn diese wurde bereits in einem separaten Band behandelt).
Besondere Erwähnung verdient noch, dass die mehr als 100 Übungen zwecksabwechslungsreicher und entsprechend unterhaltsamer Darbietung bestimmten Themen zugeordnet wurden - beispielsweise Aufstiegskandidat, Abstiegskandidat, Gewaltmaßnahme oder Drucksteigerung, einziger Zug - aber auch Scherzartikel und dergleichen mehr.
| EAN | 9783959202299 |
|---|---|
| Gewicht | 460 g |
| Hersteller | Beyer |
| Breite | 17 cm |
| Höhe | 24 cm |
| Medium | Buch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Autor | Karsten Müller |
| Sprache | Deutsch |
| Auflage | 1 |
| ISBN-13 | 978-3-95920-229-9 |
| Seiten | 180 |
| Einband | kartoniert |
| Name | Joachim Beyer Verlag e. K. |
|---|---|
| Adresse | Zur Wallfahrtskirche 5 Eltmann 97483 Deutschland |
| Internet | www.beyerverlag.de |
| info@beyerverlag.de |
006 Vorwort
009 Zeichenerklärung
011 Aufgaben
039 Lösungen
178 Quellenverzeichnis
179 Über den Autor
009 Zeichenerklärung
011 Aufgaben
039 Lösungen
178 Quellenverzeichnis
179 Über den Autor
„Typisch Damengambit, Orthodoxe Variante“ ist der neueste Band in der von GM Karsten Müller verfassten Buchreihe für ein effektives Mittelspieltraining, die vom Joachim Beyer Verlag herausgegen wird. Damit wendet sich der auch als Autor sehr erfahrene deutsche Großmeister erneut dem Damengambit zu, das er bereits 2023 in einem Band zur Abtauschvariante behandelt hatte.
„Das Wort „typisch“ im Buchtitel weist darauf hin, dass dieses Mittelspieltraining sich auf Stellungen konzentriert, die aus der Eingangszugfolge 1.d4 d5 2.c4 e6 entstehen können. Der Leser, der sich für seine Praxis auf das Damengambit spezialisiert, muss sich beim Durcharbeiten dieses Buches nicht mit Ballast befassen, der für andere Eröffnungen typische Merkmale aufweist, nicht aber für dieses Thema.
Das Werk widmet sich sowohl strategischen als auch taktischen Aspekten und Motiven, was ich etwas weiter im Text wieder aufgreifen werde.
Um es gleich vorwegzusagen: Karsten Müller fasst seinen Leser nicht mit Glacéhandschuhen an, sondern verlangt ihm einiges an Konzentration, Ausdauer und Einsatzwillen ab. Er führt ihn nicht behutsam Schritt für Schritt ins Thema ein, sondern stellt ihm – vergleichbar mit einem Wurf ins kalte Wasser – von Beginn an Aufgaben, insgesamt 102 an der Zahl. Diese Aufgaben werden anhand eines Diagramms, das eine Brettstellung aus dem Mittelspiel zeigt, definiert. Ergänzt wird diese Stellung um eine Handlungsanweisung. Manchmal erhält der Leser diese in der Form einer Fragestellung, manchmal aber auch nur in einer indirekten Fassung, indem ihm mitgeteilt wird, welche Seite am Zug ist. Beispiele für konkrete Aufträge sind etwa „nur ein weißer Zug gleicht voll aus“, „wie sollte Schwarz sich verteidigen“ oder „warum war der letzte Zug Lg4 ein verhängnisvoller Fehler“. In jedem Fall soll der Leser die Lösung am Brett finden, und natürlich bestenfalls auch begründen können. Zu erwähnen bleibt, dass die Aufgaben bestimmten thematischen Schwerpunkten zugeordnet sind, was dem Leser in manchen Fällen einen zusätzlichen Hinweis zur Lösungsrichtung geben kann.
Die Lösungen werden gesammelt gleich im Anschluss an den Abschnitt mit den Aufgabenstellungen abgebildet. Um dem Leser ein aufwändiges Suchen nach einer konkreten Lösung zu ersparen, wird bereits bei den Aufgabenstellungen der Bereich der Seiten angegeben, den er jeweils ansteuern sollte.
Die Lösungen sind durchgängig sehr ausführlich gestaltet. Karsten Müller hat einen gesunden Mix aus Text und Varianten gefunden. Ich gehe sehr davon aus, dass kaum jemand eine Lösung komplett selbst so finden wird, wie sie ihm im Buch angeboten wird. Genau das finde ich auch gut, denn es zeigt, dass auch der sehr spielstarke Leser noch einiges wird aufnehmen können.
Übrigens geht der Autor bereits in seinem Vorwort darauf ein, dass Mittelspielaufgaben schwerlich im Rahmen von Korridoren nach Spielstärke erstellt werden können. Der Leser soll sich konzentriert mit allem befassen und dabei das lösen, was er kann. Sieht er sich überfordert, soll er die jeweilige Lösung durcharbeiten und so am Beispiel lernen.
Wie schon eingangs erwähnt, schult „Typisch Damengambit“ sowohl die strategischen als auch die taktischen Fähigkeiten. Dies wird schon anhand der Handlungsanweisungen zu den Aufgabenstellungen deutlich, aber auch in einzelnen Lösungen, dort dann auch sehr praxisorientiert dargestellt. Ich möchte hierzu 2 Beispiele aufführen, die den Aspekt veranschaulichen.
- Lösung zur Aufgabe 24: „Bei vollem Figurenbestand ist der Kampf um eine mögliche Umformung der Bauernstruktur in vollem Gange, wobei (…) Isolani und Hängebauern entstehen können.
- Lösung zur Aufgabe 28: „Die momentane Ausgeglichenheit dieser Stellung ist insofern trügerisch, als Weiß bei der geringsten Ungenauigkeit in Nachteil geraten kann. Der Grund liegt (…)
Dieses Werk ist zudem auch angenehm zu lesen und bisweilen sogar mit einem Schuss Humor geschrieben. So stellt Karsten Müller auf Seite 85 fest: „Bekanntlich gibt es ‚mysteriöse Turmzüge‘, deren Sinn – außer dem Spieler selbst – niemandem verständlich ist. Hier aber hast Schwarz sich soeben einen ‚mysteriösen Damenzug‘ einfallen lassen (…)
Zu ergänzen bleibt, dass jeder Aufgabenstellung ein QR-Code beigefügt ist, über den sich der Leser zu einem Online-Angebot von Chessbase führen lassen kann, wenn er sich online mit den Stellungen befassen möchte.
Fazit: "Typisch Damengambit, Orthodoxe Variante erlaubt ein gezieltes Mittelspieltraining zu Stellungen, die aus der Zugfolge 1.d4 d5 2.c4 e6 entstehen. Das Buch ist anspruchsvoll und aufgrund seiner verschiedenen Möglichkeiten der Nutzung – vom Arbeitsbuch bis zum Lehrbuch – für grundsätzlich jeden Spieler geeignet, zumindest ab Klubniveau. Die Beschäftigung mit ihm macht Spaß, weil es zudem nett geschrieben ist und einen zusätzlichen Unterhaltungswert hat.
Uwe Bekemann
Dezember 2025
„Das Wort „typisch“ im Buchtitel weist darauf hin, dass dieses Mittelspieltraining sich auf Stellungen konzentriert, die aus der Eingangszugfolge 1.d4 d5 2.c4 e6 entstehen können. Der Leser, der sich für seine Praxis auf das Damengambit spezialisiert, muss sich beim Durcharbeiten dieses Buches nicht mit Ballast befassen, der für andere Eröffnungen typische Merkmale aufweist, nicht aber für dieses Thema.
Das Werk widmet sich sowohl strategischen als auch taktischen Aspekten und Motiven, was ich etwas weiter im Text wieder aufgreifen werde.
Um es gleich vorwegzusagen: Karsten Müller fasst seinen Leser nicht mit Glacéhandschuhen an, sondern verlangt ihm einiges an Konzentration, Ausdauer und Einsatzwillen ab. Er führt ihn nicht behutsam Schritt für Schritt ins Thema ein, sondern stellt ihm – vergleichbar mit einem Wurf ins kalte Wasser – von Beginn an Aufgaben, insgesamt 102 an der Zahl. Diese Aufgaben werden anhand eines Diagramms, das eine Brettstellung aus dem Mittelspiel zeigt, definiert. Ergänzt wird diese Stellung um eine Handlungsanweisung. Manchmal erhält der Leser diese in der Form einer Fragestellung, manchmal aber auch nur in einer indirekten Fassung, indem ihm mitgeteilt wird, welche Seite am Zug ist. Beispiele für konkrete Aufträge sind etwa „nur ein weißer Zug gleicht voll aus“, „wie sollte Schwarz sich verteidigen“ oder „warum war der letzte Zug Lg4 ein verhängnisvoller Fehler“. In jedem Fall soll der Leser die Lösung am Brett finden, und natürlich bestenfalls auch begründen können. Zu erwähnen bleibt, dass die Aufgaben bestimmten thematischen Schwerpunkten zugeordnet sind, was dem Leser in manchen Fällen einen zusätzlichen Hinweis zur Lösungsrichtung geben kann.
Die Lösungen werden gesammelt gleich im Anschluss an den Abschnitt mit den Aufgabenstellungen abgebildet. Um dem Leser ein aufwändiges Suchen nach einer konkreten Lösung zu ersparen, wird bereits bei den Aufgabenstellungen der Bereich der Seiten angegeben, den er jeweils ansteuern sollte.
Die Lösungen sind durchgängig sehr ausführlich gestaltet. Karsten Müller hat einen gesunden Mix aus Text und Varianten gefunden. Ich gehe sehr davon aus, dass kaum jemand eine Lösung komplett selbst so finden wird, wie sie ihm im Buch angeboten wird. Genau das finde ich auch gut, denn es zeigt, dass auch der sehr spielstarke Leser noch einiges wird aufnehmen können.
Übrigens geht der Autor bereits in seinem Vorwort darauf ein, dass Mittelspielaufgaben schwerlich im Rahmen von Korridoren nach Spielstärke erstellt werden können. Der Leser soll sich konzentriert mit allem befassen und dabei das lösen, was er kann. Sieht er sich überfordert, soll er die jeweilige Lösung durcharbeiten und so am Beispiel lernen.
Wie schon eingangs erwähnt, schult „Typisch Damengambit“ sowohl die strategischen als auch die taktischen Fähigkeiten. Dies wird schon anhand der Handlungsanweisungen zu den Aufgabenstellungen deutlich, aber auch in einzelnen Lösungen, dort dann auch sehr praxisorientiert dargestellt. Ich möchte hierzu 2 Beispiele aufführen, die den Aspekt veranschaulichen.
- Lösung zur Aufgabe 24: „Bei vollem Figurenbestand ist der Kampf um eine mögliche Umformung der Bauernstruktur in vollem Gange, wobei (…) Isolani und Hängebauern entstehen können.
- Lösung zur Aufgabe 28: „Die momentane Ausgeglichenheit dieser Stellung ist insofern trügerisch, als Weiß bei der geringsten Ungenauigkeit in Nachteil geraten kann. Der Grund liegt (…)
Dieses Werk ist zudem auch angenehm zu lesen und bisweilen sogar mit einem Schuss Humor geschrieben. So stellt Karsten Müller auf Seite 85 fest: „Bekanntlich gibt es ‚mysteriöse Turmzüge‘, deren Sinn – außer dem Spieler selbst – niemandem verständlich ist. Hier aber hast Schwarz sich soeben einen ‚mysteriösen Damenzug‘ einfallen lassen (…)
Zu ergänzen bleibt, dass jeder Aufgabenstellung ein QR-Code beigefügt ist, über den sich der Leser zu einem Online-Angebot von Chessbase führen lassen kann, wenn er sich online mit den Stellungen befassen möchte.
Fazit: "Typisch Damengambit, Orthodoxe Variante erlaubt ein gezieltes Mittelspieltraining zu Stellungen, die aus der Zugfolge 1.d4 d5 2.c4 e6 entstehen. Das Buch ist anspruchsvoll und aufgrund seiner verschiedenen Möglichkeiten der Nutzung – vom Arbeitsbuch bis zum Lehrbuch – für grundsätzlich jeden Spieler geeignet, zumindest ab Klubniveau. Die Beschäftigung mit ihm macht Spaß, weil es zudem nett geschrieben ist und einen zusätzlichen Unterhaltungswert hat.
Uwe Bekemann
Dezember 2025
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