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LXMONTCEOEMC

The Classical Era of Modern Chess

594 Seiten, Bibliothekseinband, McFarland, 1. Auflage 2014

82,50 €
Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
First introduced by Arabs to newly gained territories in the Mediterranean during the 8th and 9th centuries, the game of chess soon spread throughout Europe, slowly evolving from the less dynamic Shatranj verion into modern chess. This study examines the classical era of modern chess from the late 15th century into the 1640s, paying special attention to key developments in the medieval period and later. After tracing the birth of modern chess in Europe, it offers critical appreciation of relevant chess literature--including works by von der Lasa, van der Linde, Leon, Murray, Chicco, Eales, Petzold, Sanvito, and Garzon--and chronicles all opening and game moves of the era and the development of laws and rules like "en passant" taking, King's leaps, and castlings. With a glossary and over 100 illustrations, this is the definitive overview of a transformative era in the history of chess.
About the Author
Peter J. Monte
, a former history teacher, is the author of several articles on the history of chess. He lives in The Netherlands.




Weitere Informationen
EAN 9780786466887
Gewicht 1,26 kg
Hersteller McFarland
Breite 18,5 cm
Höhe 26 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2014
Autor Peter J. Monte
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 978-0786466887
Seiten 594
Einband Bibliothekseinband
xi List of Illustrations
xiv Acknowledgments
xv Preface
xix Abbreviations
xxi Glossary
Part I - The History of Early Modern Chess
001 Introduction
003 The diffusion of shatranj
014 Medieval chess
019 The birth of modern chess
025 Chapter 1. The First Sources
025 A. Scachs d’amor
031 B. Le Jeu des Esches de la Dame, Moralise
033 Chapter 2. Lucena
036 Rules
037 Openings
039 The Problem Section
065 The Background of Lucena’s Life
067 Dating Lucena’s Book
069 Chapter 3. The Lucena Manuscript
070 Rules
071 Openings
073 Conclusion
074 Chapter 4. The Gottingen Manuscript
076 Date and Origin
079 Rules
079 Openings
082 Comparing Three Sources
083 Conclusion
085 Chapter 5. Damiano
087 Rules
088 Openings
089 Subtleties and Problems
100 Reprints
105 Gruget and Rowbothum
108 White’s Damiano
116 Conclusion
117 Chapter 6. The German Manuscript
118 Rules
118 Openings
120 Subtleties and Problems
122 Conclusion
124 Chapter 7. Ruy Lopez
127 Visiting Rome
129 Rules
133 Openings
136 Italians on Iberian Soil
145 Conclusion
146 The
147 Chapter 8. The Urbinate Manuscript
148 Rules
150 Openings
152 A Spanish and an Italian Author
154 Conclusion
156 Chapter 9. The "Elegance" Manuscripts
156 A. The Elegantia
159 B. The Regole
160 C. The Riccardiana
163 D. Comparing the Documents
163 Rules
166 Openings
170 The Elegantia and the Regole
171 The Italian Manuscripts and the Riccardiana
172 Conclusion
175 Chapter 10. Printed Works of the
175 A. Tarsia
178 B. French
180 C. Selenus
188 Chapter 11. Annibale Romei
190 Rules
191 Openings
192 Subtleties
193 Conclusion
194 Chapter 12. Polerio’s Boncompagno Manuscript No. 1
197 Rules
199 Openings
202 Comparing Other Manuscripts
203 Ascriptions
215 Spanish and Neapolitan Features
217 The Problems
219 Conclusion
222 Chapter 13. Polerio’s Leon Manuscript
222 Rules
223 Openings
226 Contemporaries
227 Conclusion
228 Chapter 14. Polerio’s Boncompagno Manuscript No. 2
230 Dedication
231 Rules
232 Openings
238 Subtleties and Problems
242 Conclusion
244 Chapter 15. Rotilio Gracco
246 Dedication
246 Poetry
247 Rules
248 Openings
248 Conclusion
250 Chapter 16. Polerio’s Ordini Manuscript
251 Dedication
253 Rules
254 Openings
255 The Problem Section
257 Conclusion
260 Chapter 17. Anonymous Works of the
260 A. The Doazan Manuscript
260 Transcriptions
261 Contents
264 Rules
265 Openings
268 The Problem Section
269 Contemporaries
271 Conclusion
274 B. The Boncompagno Manuscript No. 3
275 Rules
275 Openings
277 An Ending
277 Conclusion
278 Chapter 18. Horatio Gianutio
280 Rules
283 Openings
284 The Problem Section
286 Conclusion
288 Chapter 19. Alessandro Salvio
288 His Life
289 The "Trattato" (1604)
291 La Scaccaide (1612)
292 "Il Puttino," "Apologia" and "Seconda Impressione" (1634)
293 Rules
294 Openings
295 Problems and Endings
300 Conclusion
301 Chapter 20. Pietro Carrera
301 His Life
302 His Chess Work
307 Rules
307 Openings
308 Problems and Endings
314 Vespaio’s "Risposta"
316 Conclusion
318 Chapter 21. Gioacchino Greco
318 His Life
321 The Manuscripts
341 Greco’s Sources
344 Presenting Greco’s Writings
347 Rules
348 Openings
350 Problems and Endings
354 Conclusion
355 Chapter 22. The Pawn’s Leap
358 Passar Battaglia
361 Taking En Passant
369 Conclusion
371 Chapter 23. From the King’s Leap to Castling
371 The King’s Leap
387 Castling
410 Conclusion
416 Epilogue
416 Evaluation
417 Miscellanies
428 Aftermath of the Classical Era
439 Part II - Openings and Games of the Classical Era of Modern Chess
531 Part III - Appendices, Bibliography, Index
531 Appendix A. Problem Sections
531 i. Lucena’s problem section
540 ii. Concordance of Problem Sections
546 Appendix B. Concordance of the Lucena-Complex
549 Appendix C. Concordance of the
552 Appendix D. Concordance of the
552 i. Openings
561 ii. Ascriptions
567 Bibliography
577 Index
REISEN IM SKRIPTORIUM
Als Peter Monté 1990 eine Geschichte des Königsgambits zu schreiben begann, konnte er nicht ahnen, dass sich sein Projekt zu einer Lebensaufgabe auswächst, die ihn die nächsten 25 Jahre beschäftigt. Freilich blieb es nicht bei der Beschränkung auf das Königsgambit, denn sein 2014 erschienenes 600-seitiges Werk widmet sich der Classical Era of Modern Chess. Es ist die wohl bislang gründlichste Untersuchung zu den frühsten Schachpublikationen, angefangen von Lucena bis hin zu Gioacchino Greco unter Einbeziehung aller bekannten Manuskripte. Dabei zeigt der Autor nicht nur, wie die Schachgeschichte, sondern auch die Eröffnungstheorie und die Evolution des Regelwerks „vorangeschrieben” wurden. Bei seinen sorgfältigen Recherchen zieht Monté sämtliche Sekundärzu Rate, so dass das Werk auch zu einer kommentierten Bibliographie geworden ist. Und da die Autoren zu den bedeutendsten Schachspielern ihrer Zeit gehörten, liefert Monté auch die bislang besten Biographien für die Wegbereiter des modernen Schachs.
Zunächst rekonstruiert der Autor detailliert anhand archäologischer Funde und Manuskripte, auf welchen Wegen sich das Schach mit Beginn des 8. Jahrhunderts vom Mittelmeer bis nach England verbreitete. Die Araber brachten Ende des ersten Jahrtausends das shatranj, einen Vorläufer des Schachs, mit nach Europa. Einige Figuren (Dame, Läufer und Bauer) waren in ihrer Reichweite noch beschnitten und das Spiel langsam. Bereits im 9. Jahrhundert begann man die Anfangsphase zu überspringen und setzte gleich mit spannenderen Stellungen, den sogenannten Tabiya ein. Bereits im 12. und 13. (Bauer und König), vor allem aber im 15. Jahrhundert, wo die kurzschrittigen alfil und fers zu den machtvollen Läufer und Dame werden, gab es gravierende Regeländerungen. Die damit verbundene Dynamik des „modernen” Schachs machte die alte Form rasch obsolet. Die Ursprünge des neuen Spiels werden zwischen 1430 und 1495 vermutet. Monté glaubt jedoch, dass das moderne Schach in den Jahren zwischen 1480 und 1492 in Spanien entstanden ist, auch wegen der starken Königin Isabella I.
Montés Studium beginnt mit zwei verlorenen Schach-Dokumenten. Das Scachs d’amor, dessen Datierung unklar bleibt, der Vicent (1495) sowie das erhaltene Manuskript Le Jeu des Escheés de la Dame Moralisé (Ende des 15 Jh.) sind die ältesten Quellen für das moderne Schach. Das erste gedruckte Schachbuch ist der Lucena von 1497, der neben zahlreichen Kompositionen auch die modernen Regeln erklärt und einige Partien enthält. Es existieren vermutlich nur noch etwas mehr als zwanzig Exemplare, die meisten in öffentlichen Bibliotheken. Im Lucena sind schon fast alle heutigen Regeln aufgeführt. Auch werden Eröffnungen diskutiert, die wir bis in die Gegenwart kennen. Einige davon (wie Französisch) sind Relikte des alten Spiels mit kurzzügigen Figuren, die modernen Eröffnungen mit dem langschrittigen Läufer sind z.B. Italienisch und Spanisch. An einigen fehlerhaften Kompositionen erkennt man, dass Lucena vermutlich die neuen Regeln noch nicht verinnerlicht hatte. Oft stehen alte und neue Kompositionen (entnommen aus älteren Quellen) nebeneinander. Monté kann aufgrund der Abweichungen im Lucena die verlorenVorlage des Vicent zum Teil reZudem vermutet er, dass Lucena zu seinem gedruckten Werk noch zwei Manugeschrieben hat.
Der Damiano, erschienen in Rom 1512, ist neben Vidas Scacchia Ludus mit acht Auflagen (die sich alle voneinander unterscheiden) nicht nur das am häufigsten wiedergedruckte Schachbuch des 16. Jahrhunderts, sondern bis Anfang des 17. Jahrhunderts auch das am weitesten verbreitete. Dennoch ist Damianos Beitrag zur Fortentwicklung des Schachs kaum erwähnenswert, weil die meisten Diagramme aus älteren Quellen stammen.
Eines der einflussreichsten Bücher war dagegen das von Ruy López von 1561. Der Spanier gilt als der „Vater der Eröffnungstheorie” und obwohl von ihm die erste Königsgambit-Theorie stammt, ist kein Abspiel nach ihm benannt.
Auch Gustavus Selenus (1579-1666) - ein Anagramm von Herzog August, dem Gründer der berühmten Bibliotheca Augusta in Wolfenbüttel - beruft sich auf Ruy López. August veranlasste seinen Agenten Hainhofer ab 1612 zur Grundlage seines geplanten Werks alle verfügbaren Schachbücher zu erwerben. Sein Schach - oder KönigsSpiel, das kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg 1616 veröffentlicht wurde, ist das erste deutschsprachige Schachbuch.
Bleibt noch Greco (etwa 1600-1635) zu nennen, der eine herausragende Rolle in der Geschichte des Schachs einnimmt. Obwohl er keine hohe Bildung genossen hatte, war der weitgereiste Kalabrese der erfindungsreichste und produkAutor der klassischen Ära.
Montés Arbeit gleicht zuweilen einer Detektivgeschichte im Skriptorium. Er spürt interIndizien auf, um verschwundene Dokumente, falsche Zuordnungen oder Autorenschaft und Herkunft eines Manuskriptes zu belegen. Dabei legen die Autoren der klassischen Ära des modernen Schachs keinen Wert darauf, die Quellen ihrer Informationen preiszugeben. Zu jener Zeit gehörte Erfindungsreichtum nicht zu den Qualitäten, unverfrorener Plagiarismus war üblich. Sowohl Lucena als auch Damiano sind Plagiate, wie später auch Porto, der Damiano unter eigenem Namen veröffentlichte. Polerio, Selenus und Carrera bleiben löbliche Ausnahmen.
Der Autor gibt detaillierte Informationen zur Entwicklung des Regelwerks. Vom doppelten Bauernsprung über die En Passant-Regel zum Königssprung und zur Rochade, die nicht vor 1560 erwähnt wird, und anfangs noch in drei verschiedenen Formen üblich war. Im ersten Viertel des 17. Jahrhunderts hatte sie sich überall in Europa durchgesetzt.
Monté gibt zusätzlich viele kurze Abrisse zu Schach in Kunst und Literatur, zu den ersten Caféhäusern oder zu Notationsformen. Auch manches historische Missverständnis klärt er auf, z.B. findet er zwar Belege für Partien, die zwischen iberischen und italienischen Spielern am spanischen und portugiesischen Hof gespielt wurden, aber keinen Belege für ein internationales Turnier im 16. Jahrhundert, wie es oft kolportiert wird.
Am Ende präsentiert Monté eine komplette Auflistung der Eröffnungstheorie, wie sie sich in den Werken der klassischen Ära darstellt, was einen bemerkenswerten Überblick über den Kenntnisstand jener Zeit gibt.
Obwohl gelegentlich das Textbild durch die vielen Diagramme, Abbildungen und langen Anmerkungen etwas unübersichtlich gerät und man nicht gleich weiß, wo der Fließtext weiterläuft, sollte das herrliche Buch vom McFarland Verlag, wo schon viele bedeutende Forschungsprojekte realisiert wurden, in keiner Sammlung von Geschichtsinteressierten fehlen. Es ist nicht nur ein unersetzliches Referenzwerk, sondern selbst ein bibliophiler Prachtband.
Mit freundlicher Genehmigung
Harry Schaack, KARL 1/2015
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