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ALOPSAFD3ND2
Autor

French Defence 3Nd2

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Eigenschaften

287 Seiten, kartoniert, Reprint, Batsford Chess, 1. Auflage 2004, Erstauflage 2003

15,00 €
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Past and present, the French Defence remains a popular choice against White's king's pawn opening with top class grandmasters such as Korchnoi. Morozevich, Bareev and Short continuing to practise it with success. Since the publication of The Complete French in 1992 - a highly acclaimed standard work on the subject - the volume of theory has increased to such an extent that the author has produced three volumes to cover it all. This first volume - covering the sequence 1 e4 e6 2 d4 d5 3 Nd2 - features a wealth of illustrative games as well as up-to-date theory. Known as the 'Tarrach variation', it has long been known to provide excellent attacking prospects for White but, as the younger generation has amply demonstrated. Black has many exciting counterattacking resources too!

Grandmaster Lev Psakhis is a former Soviet champion, now living in Israel. He has been a lifelong adherent of the French defence and serves as trainer to world No. 1 woman player Judit Polgar.

Way back in 1982, the question "What am I going to do against the king's pawn?" became an utter torment for me. The openings of my youth - Ruy Lopez and Sicilian - were affected by some "holes" that were difficult to plug, and the problem of choosing a new defence was nothing short of a life-and-death matter! It was then that I decided to join that large group of strong grandmasters who cannot imagine life without the French Defence - and I have never regretted this decision!

In my view, the French Defence is like a beautiful, proud lady who doesn't give her heart away easily. You may spend hours on end in the study of long and complicated variations, but that isn't enough to grasp all the secrets of this difficult opening. You have to devote yourself to it "heart and soul" - only then, perhaps, will you penetrate its numerous mysteries.

It is quite impossible even to begin learning the French without studying some memorable games by great masters of the past such as Nimzowitsch, Botvinnik and Petrosian. I have also had much pleasure analysing games by contemporary players - names that spring to mind are Korchnoi, Uhlmann, Vaganian, Yusupov, Mikhail Gurevich, Shirov, Anand and many, many more. In general it shouldn't be forgotten that the essential struggle in these games takes place not in the opening itself but in the complex, intricate labyrinths of the middlegame.

The French is less exposed to the winds of chess fashion than, say, the Najdorf Variation of the Sicilian. I have nonetheless endeavoured to provide up-to-date material, although considering the speed at which theory develops today, the reader must be alert and indeed wary - for by the time this book comes out, the assessment of some variations may have turned a full 180 degrees.

It is owing to the sheer rate of expansion of French Defence theory in recent years that three books are now required to deal with the whole opening, compared to just one as was the case with my earlier The Complete French, published in 1992. The present work deals with the ever popular Tarrasch Variation, 3 Nd 2. A second volume will analyse some rare lines (2 d3, 2 Q e2 etc.) as well as the Exchange Variation (3 exd5 exd5) and the currently fashionable Advance Variation, 3 e5. A third volume will be devoted to 3 N c3.

In conclusion, I would like to wish you as much pleasure from reading this book as I had from writing it, even though it was an extremely difficult labour! I hope the book will help you in your study of this rich opening which, in my view, is called a defence only through a misunderstanding.

Lev Psakhis, Rishon le Zion, Israel March 2003

Weitere Informationen
Gewicht 370 g
Hersteller Batsford Chess
Breite 13,8 cm
Höhe 21,6 cm
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2004
Autor Lew Psakhis
Sprache Russisch
Auflage 1
Jahr der Erstauflage 2003
Seiten 287
Einband kartoniert
Diagramme 200

005 Preface

006 Symbols and Abbreviations

007 1 Rare Continuations and 3...B e7

031 2 3 N d2 Nc6 (C03-C04)

061 3 3 N d2 Nf6 (C05-C06)

154 4 3 N d2 c5 4 N gf3 and Rare Alternatives (C07)

175 5 3 N d2 c5 4 exd5 Qxd5 (C07)

217 6 3 N d2 c5 4 exd5 exd5 (C08)

251 7 3 N d2 c5 4 exd5 exd5 5 Ngf3 Nc6 (C09)

283 Index of Variations

288 Index of Games

1992 hatte der in Israel lebende zweifache sowjetische Landesmeister The Cotnplete French herausgegeben. Das Nachfolgewerk erstreckt sich über vier Bände, der letzte zu 3. Sc3 Sf6 und 3... d:e4 steht noch aus. Insgesamt eine kompetente und detaillierte Arbeit, wenn auch nicht ganz so engagiert und brillant wie Watson. Trotz des monumentalen Umfangs ist die Präsentation einzelner Varianten viel gedrängter als bei Watson oder gar Kindermann/Dirr - das heutige Schicksal bei theoretisch "vollständigen" Büchern. Die Gliederung und optische Präsentation der Variantenberge sind keineswegs vorbildli ch, andererseits aber auch keine solche Katastrophe wie bei Danish Dynamite und Fajarowicz.

Fazit: Als Ergänzung zum Watson bzw. - wenn einem dessen Repertoirevorschläge nicht zusagen -auch als Referenzwerk eine solide Wahl.

Harald Keilhack

Schach 06/2004

Vergleichende Rezension zwischen Psakhis (French Defence (3 Bände)), Watson (Play the French 3rd Ed.) und Uhlmann (Französisch - richtig gespielt):

Es geht selten um Hochachtung, wenn man eine Person nur mit Nachnamen erwähnt. Aber wer über DIE Monroe oder DIE Callas spricht, der lässt unwillkürlich Bewunderung für künstlerisches Schaffen mitschwingen. Solcher Respekt gebührt Lev Psakhis, John Watson und Wolfgang Uhlmann, wenn es um die Französische Eröffnung geht. Ihre Referenzwerke aus den 90er Jahren haben sie jetzt in stark überarbeiteten Fassungen vorgelegt. Herausgekommen sind Bände, die nicht nur Material zusammentragen, strukturieren und irgendwo Bewertungen platzieren, sondern die hohen Wert auf Erläuterungen, persönliche Sichtweisen und - besonders im Fall von Watson - auch Einblicke in Austauschformen wichtiger Französisch-Theoretiker geben. Über wohl keine Eröffnung ist derzeit so viel geballte Kompetenz veröffentlicht. Und beide Farben werden in diesen "Eröffnungsbibeln" gut bedient: DER Psakhis bietet eine Gesamtschau, DER Watson ein klassisches Repertoirebuch aus schwarzer Warte und DER Uhlmann eine erweiterte und durchgesehene Revue der besten Leistungen in seinen Spezialvarianten. Es gibt triftige Gründe, warum diese Werke Kultstatus besitzen.

Ein guter Schachspieler zu sein, heißt noch lange nicht, ein gutes Eröffnungsbuch schreiben zu können. Kompetenz in diesem Genre bedeutet, den ausufernden Informationsquellen Zuschnitt zu geben und dem Wissbegierigen den Stellenwert von Varianten und Abspielen verständlich zu machen. Psakhis, Watson und Uhlmann gehen unterschiedliche Wege.

Der gebürtige Russe, der die Eröffnung mit beiden Farben spielt, bleibt seinem Konzept der Vollständigkeit treu. Doch was 1992 in "The Complete French" noch auf 272 Seiten gepackt wurde, verlangte bisher nach drei Bänden. 160 Seiten für seltene weiße Optionen im zweiten Zug bzw. 2. d3, die Abtausch- und die Vorstoß-Variante, 288 Seiten für alles rund um den Tarraschzug 3. Sd2, d. h. im Informator-Code C 03 bis C 09 und 256 Seiten für die Winawer-Variante (C 15 bis C 18). Ausstehend, aber noch nicht angekündigt, sind die Klassische Variante, die Rubinstein- und Steinitz-Variante und MacCutcheon (C 10 bis C 14). Gegenüber dem alten Werk verwendet Psakhis weiterhin keine Systematik mit Nummern-und Buchstabenschlüsseln. Bisweilen ist es schwierig, in die Stammpartie zurückzufinden, da seitenlang Abspiele eingestreut werden. Doch dafür entschädigt der israelische Großmeister bei den neuen Bänden mit mehr Texterklärungen und fällt erfreulicherweise viele subjektive und kritische Urteile. Man sollte daher - um den Rahmen der jeweiligen Untersuchung zu erfassen - die jeweilige Ausgabe zunächst "lesen" und mit einem Marker Hinweise auf Verschiebungen der theoretischen Bewertung und neue taktische und strategische Ausrichtungen hervorheben. Hier wird schnell klar, dass in der letzten Dekade "vernachlässigte" Züge in Mode kamen (z. B. 3. ...Le7 im Tarrasch-System, die Abtauschvariante, Neuland im komplexen Winawer-System). Über Winawer mit 7. Dg4 0-0 legten Stefan Kindermann und Ulrich Dirr 2001 einen bahnbrechenden Band beim Chessgate-Verlag vor (siehe SM64 Nr. 13/ 2001, S. 356/57), welchen Psakhis scheinbar nicht zur Kenntnis nahm. Überhaupt fehlt bei ihm eine Bibliographie und der frühere Trainer von Judith Polgar schöpft ziemlich autark aus seinem Erfahrungsschatz. Anders spitzt Watson seine Erklärungen und Schlussfolgerungen zu, denn er will der schwarzen Fangemeinde des Franzosen ein möglichst aggressives Profil anlegen. Da ist er mit Psakhis auf einer Wellenlänge, denn der merkt ebenfalls an, dass diese Eröffnung nur durch "Missinterpretation" als Verteidigung charakterisiert werden kann. Der Amerikaner bietet für das Gewinnstreben des Nachziehenden auf 272 Seiten gegen jede Haupt- und Nebenvariante zwei oder drei gleichwertige Wege. Dadurch sollen unterschiedliche Spielstile bedient werden und - falls irgendwo, irgendwann ein Varianten-GAU stattfindet - ein Notszenario verfügbar sein. Auch Watsons Buch wandelte sich - obwohl die zweite Auflage nur sieben Jahre zurückliegt - gewaltig. Wie er im Vorwort ausführt wurden in den letzten zehn Jahren immerhin 6,75% aller Partien mit 1. e4 e6 begonnen (im Fernschach sogar 8,2%). Watsons Konzentration auf andere Varianten ist bei nun 15 statt 12 Kapiteln gravierend: Aus einem Abschnitt über die Vorstoß variante wurden jetzt drei (28 Seiten vormals, 47 heute), als Mittel gegen den Tarrasch wurde zwar 3. ...c5 beibehalten, aber der gesamte, theorieintensive Bereich mit 3. ...Sf6 zugunsten des explosionsartig gestiegenen Interesses an Romanischins Patent mit 3. ...Le7 (nun auf 20 Seiten) aufgegeben. Beim Winawer-System resümierte er - vor allem in der Auseinandersetzung mit den Analysen von Kindermann und Dirr- viele Neudeutungen. Das Kapitel mit 6. ...Dc7 erfuhr durch die Mitarbeit des norwegischen FM Hans Olav Lahlum neue Impulse, da dieser auch wenig bekanntes Partienmaterial aus dem skandinavischen Umfeld sichtete, in dem diese Zugfolge eine gewisse Popularität erlangte. Schließlich gibt es zwei neue Kapitel über die Klassische Variante (mit 4. e5 und mit 4. Lg5), die in der zweiten Auflage noch völlig unberücksichtigt blieb.

Als Grandseigneur unter den Anwälten des Franzosen geht es Wolfgang Uhlmann nicht darum, einen Theoriewälzer oder ein Repertoirebuch vorzulegen. Der Dresdner setzt vielmehr auf die erkenntnisfördernde Wirkung seiner besten Partien aus über einem halben Jahrhundert Praxis. Ein Jahr vor seinem 70. Geburtstag erweiterte die deutsche Schachlegende die frühere Partiensammlung von 60 auf 75 Partien. Welchen internationalen Stellenwert die 1991 erschienene Werkschau besaß, zeigte die für deutsche Schachbücher seltene Übersetzung ins Englische. In die Neubearbeitung investierte der elffache DDR-Meister und elffache Olympiadeteilnehmer nach eigenen Angaben über ein Jahr Arbeit. Beim Anwachsen von 126 auf 194 Seiten ging es ihm aber nicht nur um eine Ergänzung mit Material aus den letzten zwölf Jahren, sondern auch neu eingefügte, ältere Partien erhalten neuen Glanz. "Französisch ist eine Sache des Vertrauens", bilanzierte der Veteran kürzlich bei einem Besuch der in Berlin ansässigen Lasker-Gesellschaft. Aus seiner Warte bedeutete dies immer die Fokussierung auf bestimmte Abspiele, in die man tiefer und tiefer eindringen soll. Beim Tarrasch-System stellt er seine Magenvariante 3. ...c5 mit 27 Partien ausführlich vor (gegen den heutigen Trend nahm er auf 4. exd5 stets mit dem e-Bauern statt der Dame wieder), während 3. ...Sf6 nur mit vier Spielen bis in die 70er Jahre vorkommt. Gegen den weißen Aufzug mit 3. Sc3 antwortete Uhlmann zeitlebens mit Nimzowitsch-System 3. ...Lb4. Insgesamt gibt es hierzu 30 Partien, wobei drei Begegnungen herausragen, weil Uhlmann hier auf Französisch-Experten traf, die diesmal auf der weißen Seite saßen. In die Partien mit Gerald Hertneck, Nigel Short und Vlastimil Hort flicht Uhlmann auf über 12 Seiten eine intensive Auseinandersetzung mit dem Theoriestand bis 2003 ein. Dieser gänzlich neue Teil greift - unter Kenntnisnahme der Kindermann-Dirr-Arbeit - den Winawer-Komplex mit 7. Dg4 0-0 8. Ld3 auf. Schließlich kommen die restlichen weißen Optionen unter die Lupe (Einengungsvariante mit 3. e5 sechsmal, System mit königsindischer Anlehnung viermal, Abtauschvariante fünfmal und sonstige Abspiele viermal).

Auch in ihrer Kommunikationsweise differieren die drei Autoren. Psakhis bürdete sich auf, über alle Varianten und Abspiele zu berichten. Notwendigerweise skizziert er auch weiße Erfolgswege. Angesichts dieser Abwägungen für beide Seiten wären Resümees nach jedem Kapitel hilfreich. Für einen Amateur ergeben sich nach den durchschnittlich 20- bis 30-seitigen Abschnitten so viele endlos aneinandergereihte Ansichten, dass eine solche Navigationshilfe mehr Orientierung böte. Ohne Zweifel dienen seine Bücher eher den erfahrenen Spielern ab DWZ 2000. Watson hat es da leichter, denn als Fürsprecher "seiner" Varianten bleiben ihm die Erfolgsgeschichten, wie sich die schwarzen Gewinnstrategien entwickeln können. Doch es ist keineswegs ein Rosinenpicken dessen, was Schwarz ohnehin nicht in Bedrängnis bringt. Watsons Argumente bilden sich durch sorgfältige Benennung und Auseinandersetzung mit vielen - auch weniger benannten - Quellen. Er scheut sich nicht, hinzuweisen, wo die Remisbreite eher hoch ist bzw. wo riskante, ungeprüfte Optionen liegen. Dieses Herunterbrechen des gesamten französischen Komplexes geht an manchen Stellen mit einer größeren Variantentiefe einher, einerseits durch mehr eigenständige Analysen, anderseits durch den Abgleich mit den Einschätzungen anderer Autoren. Uhlmann vermittelt seine lehrreichen Hinweise notwendigerweise punktuell als Teil der Partienkommentierung. Da er zudem als Zeitzeuge der Schachentwicklung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auftritt, bestechen seine Ausführungen nicht nur die prägnanten Resümees kritischer Stellen (z. B. wo das Figurenspiel gut oder schlecht war oder wo strategische Aspekte genutzt oder missachtet wurden), sondern verdeutlichen die Aufs und Abs der Abspiele. Das Nachvollziehen dieses ständigen Ringens vermittelt nicht nur, wo und wie schlummernde Potentiale der Französischen Verteidigung entdeckt wurden und sich Einschätzungen wandelten, sondern bietet vielfältige Einblicke in die Prinzipien des Mittelspiels und teilweise des Endspiels. Diese Blickwinkel sind gerade für Spielklassen zwischen DWZ 1600 bis 2200 genauso wichtig wie bloßes Eröffnungswissen.

Was für wen?

Unter dem Strich können sich Französisch-Interessierte jeder Farbe und Spielstärke derzeit nicht beklagen. Psakhis liefert - obwohl noch ein Band aussteht - insgesamt 644 eng bedruckte Seiten. Diese zu beackern, dürfte eher etwas für Meisteranwärter und Profis sein. Wer sich allerdings dem Franzosen (oder einer bestimmten Variante mit Weiß) verschrieben hat, wird mit viel Arbeit Nutzen ziehen. Für Spieler unterhalb DWZ 1800 empfiehlt sich, vorab mit einer Einführung Vertrauen zu schöpfen (z. B. von Byron Jacobs "Starting out: the French" Everyman 2002, siehe SM64, Nr. 4/2003, S. 106). Watson hat nicht ohne Grund eine weltweite Anhängerschaft; seine Stärke ist die Schwerpunktsetzung (obwohl gewiss mancher eingefleischte Französischspieler es bedauern mag, dass die 3...Sf6-Variante im Tarrasch unter den Tisch fiel). Beim selektierten Material besticht der Amerikaner durch seine Systematik und kann deshalb auch für Vereinsspieler ohne große Mühe in überschaubaren Zeitkontingenten durchgearbeitet werden. Wem Französisch als Weißspieler öfter begegnet, sollte ruhig ebenfalls mehr als einen Blick riskieren. Uhlmann schließlich dürfte von klein bis groß und von DWZ 1500 bis 2500 anregen. Hier lernt man - neben der Spielkultur rund um die Eröffnung - insbesondere etwas über genaues Variantenkalkulieren kennen.

Harald Fietz , Schachmagazin 12/2004