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LEMUEETGL

Karsten Müller - Endspieltraining

Turm und Leichtfiguren vs. Turm und Leichtfiguren

192 Seiten, kartoniert, Beyer, 1. Auflage 2025

24,80 €
Inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Endspiele mit Turm und Leichtfiguren gegen Turm und Leichtfiguren treten in der Praxis überraschend häufig auf - sogar häufiger als die klassischen reinen Turmendspiele, die lange als Königsdisziplin galten. Dennoch hat die Fachliteratur diesen komplexen und facettenreichen Konstellationen bisher nur wenig Beachtung geschenkt. Genau hier setzt dieses Werk an: Es schließt eine empfindliche Lücke und erschließt ein Gebiet, das für ambitionierte Spieler von enormer praktischer Bedeutung ist.
Die Besonderheit dieser Endspiele liegt in ihrer Vielfalt. Und da verschiedene Materialkonstellationen nach jeweils eigenen Faustregeln und Plänen verlangen, werden diese systematisch herausgearbeitet, um dem Leser einen umfassenden Orientierungsrahmen zu bieten.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Unterscheidung bei der Konstellation 'Turm und Springer gegen Turm und Läufer'. Je nachdem, ob die Springer- oder die Läuferseite Vorteil hat, verlaufen diese Endspiele völlig unterschiedlich. In der Praxis erweist sich diese Differenzierung als außerordentlich nützlich, um typische Pläne, Stärken und Schwächen beider Seiten realistisch einschätzen zu können.
Darüber hinaus werden auch Konstellationen mit je zwei Türmen und Leichtfiguren auf beiden Seiten behandelt. Diese Stellungen tragen oft noch deutlicheren Mittelspielcharakter, zumal das Mattpotenzial größer und die taktischen Möglichkeiten zahlreicher sind.
Jedes Kapitel ist nach demselben bewährten Prinzip aufgebaut: Zunächst werden instruktive Praxisbeispiele präsentiert, die ausführlich analysiert und kommentiert sind. Im Anschluss folgen sorgfältig ausgewählte Aufgaben, mit denen das Gelernte aktiv gefestigt werden kann. Wer sich ernsthaft mit diesen Aufgaben auseinandersetzt, schult sein Verständnis für Feinheiten, die in praktischen Partien häufig den Ausschlag geben.
Mit diesem Buch erhalten alle, die ihre Endspieltechnik verfeinern und entsprechende Fortschritte erzielen möchten, ein systematisches Nachschlagewerk, einen praxisnahen Trainingskurs und eine wertvolle Inspirationsquelle zugleich.
Weitere Informationen
EAN 9783959202305
Gewicht 490 g
Hersteller Beyer
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2025
Autor Karsten Müller
Sprache Deutsch
Auflage 1
ISBN-13 978-3-95920-230-5
Seiten 192
Einband kartoniert
Hersteller Informationen
Name Joachim Beyer Verlag e. K.
Adresse Zur Wallfahrtskirche 5
Eltmann 97483
Deutschland
Internet www.beyerverlag.de
E-Mail info@beyerverlag.de
Mit diesem Werk geht der deutsche Großmeister und anerkannte Endspielexperte Karsten Müller auf die Besonderheiten der Endspiele ein, die in Konstellationen auftreten, in denen beide Seiten mit einem oder beiden Türmen und einer oder mehreren Leichtfiguren ausgestattet sind. In insgesamt 15 Kapiteln behandelt er die verschiedenen möglichen Materialverteilungen, von Turm und Läufer gegen Turm und Läufer bis Turm und zwei Läufer gegen Turm und Läufer und Springer oder auch gegen Turm und zwei Läufer.
Erschienen ist dieses Spezialwerk in 2025 im Joachim Beyer Verlag.
Kategorisieren möchte ich dieses Buch als Lehr-, Arbeits- und auch Übungs- bzw. Trainingsbuch. Was es für den einzelnen Leser in erster Linie ist, hängt auch von seinen eigenen schon entwickelten Fähigkeiten ab. Dieser sollte bereits über allgemeine Kenntnisse zur Endspielführung verfügen, um voll mit dem angebotenen Stoff umgehen zu können.
Karsten Müller möchte eine Lücke in der Endspielliteratur füllen, denn Arbeiten wie seine, die so explizit auf die Besonderheiten der behandelten Konstellationen eingehen, gibt es in dieser Form nicht. Dies ist durchaus erstaunlich, weil diese Materialverhältnisse in der Praxis sehr oft vorkommen.
Die Kapitel beginnen mit einer Darstellung der Besonderheiten des jeweiligen Endspieltyps, mit der Beschreibung strategischer Prinzipien und ggf. auch mit der Formulierung von Faustregeln, die sich der Leser einprägen kann. Müller benennt die Endspieltypen dabei teilweise auch mit Namen, die sich regelmäßig an Weltklassespielern orientieren, die besondere Fertigkeiten in deren Behandlung unter Beweis gestellt haben. Auf diese Weise schafft er auch eine Kategorisierung, die dem Leser eine gedankliche Stütze anbietet und auch eine Vergleichbarkeit von Stellungstypen herstellt. Darauf wird in der Folge verschiedentlich zurückgegriffen.
Dieser Einleitung schließt sich die intensive Besprechung der Stellungen an, wobei Müller ausgewählte Beispiele aus der Meisterpraxis nutzt. Zumeist passiert dies anhand von Partiefragmenten, teilweise aber auch an vollständigen Partien, über die Müller dann auch die mögliche Entstehung des besprochenen Endspieltyps zeigen möchte. Abgeschlossen wird ein Kapitel mit dem Leser angebotenen Lösungsaufgaben. Die zu analysierende Stellung wird über ein Diagramm eingeführt, eine spezifisch formulierte Aufgabe richtet die Suche des Lesers aus. Die Lösungen sind unterschiedlich ausführlich und sind gesammelt im Anschluss an das Kapitel 15 abgebildet.
Nicht selten sind es Feinheiten, die darüber entscheiden, ob eine Stellung aus einer bestimmten Materialkonstellation zum Gewinn geführt oder remis gehalten werden kann. So kann beispielsweise die Aktivität in Endspielen Turm und Springer gegen Turm und Springer entscheiden. Oder wie es in Karsten Müllers Faustregel heißt: Eine leichte Initiative wiegt schwer!
Nicht zuletzt diese Feinheiten haben mich zu meiner Aussage oben bewogen, dass der Leser bereits allgemeine Endspielkenntnisse aufgebaut haben sollte, um möglichst gut von diesem Werk profitieren zu können. Beispielsweise sollte er grundlegende Aspekte einer Konstellation wie auch typische Manöver kennen und auch den Wert von Figuren relativ einschätzen können.
Das schönste Beispiel für einen ausgezeichnet postierten „schlechten Springer” habe ich auf Seite 132 im Kapitel 11 gefunden. Hier steht der Springer, ein „Riese”, auf a1, also auf einem Feld, das dem Anfänger als grundsätzlich wenig geeignetes Feld vermittelt wird, weil er von hier aus nur zwei Felder anvisiert. Im Buchbeispiel aber deckt er das immens wichtige Feld c2, nimmt damit der gegnerischen Initiative die Kraft und lässt Weiß letztendlich gewinnen.
Der Leser kann sich den besprochenen Beispielen wie auch den Aufgaben auch online widmen. Er findet bei diesen jeweils einen QR-Code, über den er zum Onlinebereich von Chessbase geführt wird.
Fazit: „Karsten Müller Endspieltraining (Turm und Leichtfiguren gegen Turm und Leichtfiguren)” ist ein ausgezeichnetes Spezialwerk zur Endspielführung in den im Titel aufgeführten Konstellationen. Je nach eigenen Fähigkeiten des Lesers ist es als Lehr-, Arbeits- und auch Übungs- bzw. Trainingsbuch einzuordnen.
Uwe Bekemann
Dezember 2025
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