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Art.-No.: LXMANPUCAW

Play Unconventional Chess and Win

387 pages, paperback, Everyman, 1. edition 2014.

€22.95
Incl. 7% Tax, excl. Shipping Cost

The computer has changed the way top players think about chess. The silicon mind has no psychological barriers. It is "willing" to check moves that most humans, including top players, consider absurd and reject instantly. Thus this brave, new computer era inevitably leads to a reassessment of old axioms, principles and evaluations.

In this book the reader will discover the incredible power unconventional moves can have. These moves contradict the most fundamental principles of the "old chess", and yet most of them played by leading grandmasters.

At first sight these moves look so strange that the reader can not avoid asking, "Was this grandmaster was inspired or drunk?" The answer will definitely surprise you.

Details
Language English
Author Manella, Noam
Zohar, Zeev
Publisher Everyman
Edition 1.
Medium Book
Weight 690 g
Width 17 cm
Height 24 cm
Pages 387
ISBN-13 978-1781942048
Year of Publication 2014
Binding paperback
Contents

005 About the Authors

007 Acknowledgements

011 Preface

013 Introduction

0171. Beer - Evaluate Things Differently

017 First Glass: Dead Squares Come Alive

062 Second Glass: One-Way Ticket to Hell

096 Third Glass: What Are They Really Worth?

1462. Red Wine - Free Your Mind

146 First Glass: Sacrificing the Structure

186 Second Glass: The Power of Uncoordination

211 Third Glass: Against the Stream

245 Fourth Glass: “Anti-Chess” Strategy

2803. Vodka - King with Free Spirit

280 First Glass: Never in the Castle

333 Second Glass: The Unguarded King

359 Third Glass: The Proactive King

383 Notes

384 Index of Players and Studies

TRUNKENE ZÜGE

Mit Play Unconventional Chess and Win ist den beiden Autoren Noam A. Manella & Zeev Zohar ein unterhaltsames Buch gelungen. Beide sind Amateure, aber Manella ein bekannter Schachkomponist, der den Blick für‘s Originelle hat. Ihr Buch handelt vom Ungewöhnlichen, vom Abwegigen. Sie wollen zeigen, dass auch in einer Zeit, die von Schachcomputern dominiert wird, die Kreativität in großer Vielfalt in den Partien der Spitzenspieler zu finden ist. Und dabei hat laut der Autoren auch der Computer seinen Beitrag geleistet. Denn der hat keine

psychologischen Barrieren und öffnet mit seinen Vorschlägen den Weg zu kreativen menschlichen Lösungen. Die Gewährsmänner der Autoren sind vor allem Schirow, Morosewitsch, Iwantschuk und nicht zuletzt Carlsen.

Das Buch ist in drei Kapitel aufgeteilt, die sich mit der zunehmenden Anforderungen an den Leser in "Bier“, "Roter Wein“ und "Wodka“ unterteilen, wohl auch um ihm die Angst vor den unerhörten schachlichen Entscheidungen zu nehmen und seine Nerven zu stärken. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit ungewöhn­lichen Zügen, das zweite stellt Entscheidungen in den Mittelpunkt, die weitreichende Folgen haben wie etwa die willentliche Zerstörung der Bauernstruktur. Im Wodka-Kapitel geht es um die Freiheit des Königs, der eigene Wege geht, indem er z.B. auf die Rochade verzichtet.

Alle Beispiel präsentieren seltsame oder - um in der Terminologie der Autoren zu bleiben - "trunkene“ Züge, die dem allgemeinen Schachverständnis entgegenstehen und kontraintuitiv sind. Es sind geradezu irrationale Entscheidungen, die elementare schachliche Grundsätze verletzen. Auf Anhieb kann der Betrachter kaum sagen, ob sie von Profis oder von Patzern gespielt wurden. Erst im weiteren Verlauf der Partie wird deutlich, welche Ideen dahinter stehen. Um die Züge kenntlich zu machen, erweitern die Autoren sogar die Kommentierungspalette und fügen mit ^ ein neues Zeichen für einen "heraus­fordernden“ Zug hinzu.

Das Buch schärft die Aufmerksamkeit für die Ausnahme von der Regel. Es ist ein Potpourri des Verblüffenden. Jeder Schachfan wird von der Ästhetik dieser Züge begeistert sein, weil sie der Grund dafür sind, warum die meisten von uns Schach spielen.

Mit freundlicher Genehmigung

Harry Schaack, KARL 1/2015


"Play Unconventional Chess and Win" vom Autoren-Duo Noam A. Manella und Zeer Zohar, aktuelle Neuerscheinung bei Everyman Chess, behandelt das Thema der unkonventionellen Züge im Schach. Als unkonventionell wird ein Zug dabei dann verstanden, wenn er den hergebrachten Prinzipien des Schachspiels zu widersprechen scheint und so ohne eine tiefe Prüfung schwerlich von einem Fehler zu unterscheiden ist.

Eine interessante Randüberlegung ist dem Einfluss des Computers gewidmet, dem Einfluss der Spielprogramme/Engines. Diese haben Regeln und Dogmen des Schachspiels auf den Prüfstand gestellt und zu neuen Sichtweisen geführt. Manella und Zohar machen darauf aufmerksam, dass Computer auch Zugmöglichkeiten prüfen, den der Mensch auf den ersten Blick als wertlos verwirft. Sie kommen damit in eine größere Suchtiefe, die der Mensch durch sein frühes negatives Urteil, das auch von hergebrachten Regeln und Dogmen beeinflusst ist, nicht erreicht. So spielen die Rechner auch Züge, deren Qualität sie jenseits eines Horizontes erkannt haben, den der Mensch sich gesetzt hat, und die für den Betrachter ohne die tiefere Prüfung fehlerhaft oder auch grotesk erscheinen. Ist ein solcher Zug nun "extrem" oder ist er ein Fehler, ist er damit die beste Alternative in der gegebenen Situation oder eine schlechte, erscheint der ausführende Spieler nun besonders inspiriert oder betrunken? Hierum geht es in "Play Unconventional Chess and Win".

Die Autoren haben 137 Beispiele aus der Praxis zusammengestellt, in denen es zur Frage kam, ob ein überraschender, offenbar Prinzipien des Schachspiels widersprechender Zug gut ("inspiriert") oder ein Fehler ist. Immer geht es um das Überwinden des "Tellerrandes" der üblichen Betrachtung.

Sie beleuchten die jeweiligen Vorgänge über Kommentare und Analysen, stellen aber keine Regeln auf. Vielleicht ist die wichtigste Regel, die der Leser selbst aus allem ziehen sollte, jene, dass keine Prinzipien im Schach als Dogma angesehen werden sollten und eine Regel nur so gut ist, wie sie auf die aktuelle Stellung anwendbar ist.

Ich denke schon, dass dieses Werk das Bewusstsein des Spielers erreicht und es seinen Horizont erweitert. Das Durcharbeiten von 137 Beispielen für unkonventionelle Züge wird seine Spuren hinterlassen. Ob der Leser dann in der eigenen Partie die Unterscheidung zwischen einem "inspirierten" Zug und einem Fehler meistert, ist in seine Hand gelegt.

Der zu behandelnde Stoff ist in drei große Teile gegliedert, über deren Überschriften und Inhalte die folgende Aufstellung informiert:

Teil 1: Beer - Evaluate Things Differently

First Glass: Dead Squares Come Alive

Second Glass: One-Way Ticket to Hell

Third Glass: What Are They Really Worth?

Teil 2: Red Wine - Free Your Mind

First Glass: Sacrificing the Structure

Second Glass: The Power of Uncoordination

Third Glass: Against the Stream

Fourth Glass: "Anti-Chess" Strategy

Teil 3: Vodka - King with Free Spirit

First Glass: Never in the Castle

Second Glass: The Unguarded King

Third Glass: The Proactive King.

Wie sie sehen, bringen die Autoren die Themenbereiche mit alkoholischen Getränken in Verbindung. Ich muss zugeben, nicht richtig verstanden zu haben, ob sie mit der Steigerung des Alkoholgehaltes der Getränke, denen sie ihr Thema jeweils "angeflanscht" haben, auch eine Steigerung der Schwierigkeit in schachlicher Sicht verbunden haben. Dies mag also sein, die Antwort auf diese Fragestellung muss ich offen lassen.

Manella und Zohar sind keine arrivierten Meisterspieler, wissen aber bestens, worüber sie schreiben. Sie sind beruflich bzw. wissenschaftlich allgemein mit der Thematik verbunden, wie es zu menschlichen Entscheidungen kommt und welchen Einfluss (bestimmte) kognitive Wahrnehmungen darauf haben.

Das Buch ist in englischer Sprache geschrieben. Soweit es um die Kommentierung in den Partiebeispielen geht, sind die Anforderungen an die Fremdsprachkenntnisse des Lesers moderat. In den längeren Textpassagen des Werkes sind tiefere Kenntnisse von Vorteil.

Zum Abschluss der Rezension möchte ich noch auf einen Versuch zur Wahrnehmung und Reproduzierfähigkeit des Menschen eingehen, der im Werk beschrieben wird. Grundlage bzw. Gegenstand des Versuches waren Schachstellungen, die Meistern im Schach sowie Menschen allgemein aus der Bevölkerung zur Ansicht gegeben wurden. In einem zweiten Schritt mussten die Probanten die Stellungen aus dem Gedächtnis reproduzieren. In einem ersten Gang wurden beiden Personenkreisen Stellungen vorgestellt, wie sie herkömmlich aus Partien entstehen können. Es zeigte sich, dass die Meisterspieler keine besondere Mühe hatten, die Stellungen wiederherzustellen, während die Personen aus dem allgemeinen Teil der Bevölkerung schwere Probleme damit hatten. In einem zweiten Gang kamen Stellungen zum Einsatz, in denen die Figuren nach dem Zufallsprinzip verteilt wurden, sie also gemessen an entstehbaren Partieverläufen irrational waren. Hier verloren die Meisterspieler ihren Vorsprung vollständig.

Der Versuch unterstreicht die Möglichkeit, Charakteristika durch Beispiele zu erlernen und damit auch Intuition zu entwickeln. Er unterstreicht in meinen Augen damit auch, dass dieses Werk dem Leser die Chance zur Entwicklung von Fähigkeiten bietet, über die er in seiner Partie gute Züge jenseits des "Tellerrandes" der allgemeinen Auffassungen im Schach finden kann.

Fazit: "Play Unconventional Chess and Win" ist ein interessantes Werk, das sich einem ganz speziellen Thema widmet. Im Kern geht es um kreatives Schach, um das Finden unkonventioneller Züge, die auf den ersten Blick als Verstoß gegen Prinzipien des Spiels bzw. als Fehler erscheinen.

Ich empfehle "Play Unconventional Chess and Win" dem fortgeschrittenen Spieler zum Kauf.

Uwe Bekemann

www.BdF-Fernschachbund.de

Oktober 2014


Play unconventional Chess and win - Noam Manella & Zeev Zohar

Noam Manella ist Komponist von Schachstudien und arbeitet auf dem Gebiet des "Attention Management“ (Verarbeitung von Informationen im menschlichen Gehirn). Zeev Zohar hat eine Studienarbeit über die Einflüsse von Computern auf die Kreativität im Schachspiel geschrieben. Keine alltäglichen Schachbuchautoren. Bei der Fide sind sie nicht registriert, was nicht auf hochwertige Turniererfahrung schließen lässt. Wenn Vishy Anand und Boris Gelfand dieses Buch empfehlen und sich nicht auf pauschale und höfliche Worthülsen über die Qualität des Buches beschränken, muss man höllisch aufpassen, keine Vorurteile in die eine oder andere Richtung zu entwickeln.

Zum Buch:

In 137 Partien bzw. Partiefragmenten auf 380 Seiten werden Partien, überwiegend von Super-Großmeistern, und gelegentlich auch Kompositionen besprochen. Dabei ist die Auswahl das Besondere: In jedem Beispiel sind die kritischen (Gewinn bringenden) Züge außergewöhnlich unschematisch und weichen von der klassischen Lehre ab. Genau darauf wollen die Autoren hinaus: Man soll sich die Beispiele von den Ausnahmekönnern unter uns Schachspielern anschauen und dadurch lernen bzw. inspiriert werden, vom üblichen Schema abzuweichen. Und was für seltsame Züge da von Weltklassespielern gespielt werden! Ein Kuriositätenkabinett ohne Gleichen. Die Erläuterungen zu diesen Zügen sind gut und verständlich, gelegentlich kommen die Spieler selbst zu Wort.

Ist dieses Buch nun gut und wenn ja, für wen? Vorsicht! Für Spieler unter 2100 ist dieses Buch aus Lernaspekten kontraproduktiv, weil diese Spieler (ich zähle mich dazu) meines Erachtens kaum in der Lage sind, eine Partie konsequent nach der klassischen Lehre zu Ende zu bringen, was wiederum die Ursache für die meisten Niederlagen in dieser Spielklasse ist. Da ist der Ansporn, unorthodoxe Züge zu suchen und zu spielen, pädagogisch nicht wertvoll. Für Spieler ab 2100 bis hin zum GM Niveau, die sich wundern, warum sie gelegentlich von Spielern besiegt werden, die eigenwillige Züge gemacht haben, dürfte dieses Buch sehr hilfreich sein. Für alle Spieler über 2100, die besser werden wollen, ist dieses Buch sicher auch ein echtes Lernvergnügen.

Schließlich kann man dieses Buch auch noch nutzen, um sich wieder vor Augen zu führen, warum wir dieses Spiel so lieben, unabhängig von der Spielstärke ... .

Dennis Calder

Fide Instructor, Oktober 2014


Das Autorenduo Noam Manella und Zeev Zohar versuchen mit diesem Buch, ihr schachliches Denken zu entstauben, neu zu ordnen und es sozusagen zu befreien. Das klingt etwas abgedroschen, ich weiß, aber ... nach dem ich etwas in dem Buch geblättert hatte, bemerkte ich selber, wie eingefahren man wird mit der Zeit. Scheinbar logische Züge oder Gedanken werden pulverisiert durch die hervorragenden Beispiele die uns das Autorenduo hier präsentiert. Scheinbar irrationale Entscheidungen, getroffen am Brett von erfahrenen Großmeistern, lassen nicht nur beim Lesenden die Frage aufkommen: Genial oder besoffen? Wie kommt man auf Züge wie Ta7 in der Eröffnung (Anand) oder Th7 (Grischuk)? Die Gedanken befreien, mit dogmatischen Grundsätzen brechen und die Welt auf den Kopf stellen, so möchten Manella und Zohar ihre Leser auf das vorbereiten, was sie im Buch erwartet. Das dies aber nicht Hirngespinste sind, zeugen die Anmerkungen von Anand und Gelfand im Vorwort zum Buch. Ich will hier nicht zu viel verraten aber das Buch ist für mich ein echtes Highlight. Phantastische Beispiele zeigen dem Leser und Lernenden, das es auch ein Schach abseits von Regeln und Grundsätzen gibt. In dieser Welt sind die einzig existierenden Regeln die Phantasie des Einzelnen. Dort, im Kosmos der unbegrenzten Kreativität, beflügelt ein einziger Gedanke ganze Welten, erstürmt ein Geistesblitz sämtliche Barrikaden und durchdringt die Liebe zum Spiel alle Mauern der Trostlosigkeit. Das triste Grau der Theorie wird übermalt von der leuchtenden Farbe des lebenden Geistes, dieser Geist setzt sich über alles hinweg was festgeschrieben, scheinbar unerschütterlich und letztendlich leblos ist. Einmal vertraut mit dieser wundersamen Welt des befreiten Geistes sieht der Leser das Schach mit anderen Augen. Er erkennt nun seine eigene, vergangene Schwerfälligkeit. Nach dem Lesen dieses Buches werden sie nicht mehr der Selbe sein. Sie werden sich verändert haben. Ihr Schach wird sich verändert haben.

Martin Rieger

Oktober 2014

Play Unconventional Chess and Win

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