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SCMPWIN70CDE

ChessBase 7.0 Megapaket /englisch

Attributes
€359.00
Incl. 16% Tax, excl. Shipping Cost
More Information
Manufacturer ChessBase
Medium CD
Import CBF, CBH, PGN, TXT
Export CBF, CBH, PGN
Number of games 1.100.000
Required CPU ab 486
Required HD space 10 MByte
Operating System Palm OS, Pocket PC, Windows 2000, Windows 95, Windows NT, Windows Vista, Windows XP
Language English
Copy Protection unlimited installations
Sound Board No
Functions ana­lyse game, annotations, au­to­ma­tic re­play, correspondence chess administration, ECO-classification, end­game data­bases, layout configurable, move assistant, online help, position tree, search for doubles, search for names, tournaments etc., search for positions, tea­ching op­tion, variations
Print diagram as graphic, game, game to file

ChessBase 7.0

Im Juli 1998 erschien mit ChessBase 7.0 der Nachfolger der wohl erfolgreichsten Schachdatenbank auf dem Markt. ChessBase 7.0 bringt eine Reihe von kleinen und großen Verbesserungen, die ein Update unserer Ansicht nach auf jeden Fall rechtfertigen.

Die erste Hürde, die man bei ChessBase über Bord warf, betraf das Dongle; dieser Hardwarestecker auf dem Druckerport verursachte bei einigen Kunden nicht unerhebliche Probleme und wurde deshalb durch den klassischen Kopierschutz der Installation von CD ersetzt. Das Programm kann nunmehr beliebig von der Silberscheibe installiert werden.

Nach der Installation wirkt ChessBase zwar vertraut, doch kleine Veränderungen machen deutlich, daß wie es wirklich mit einem komplett neuen Programm zu tun haben. Die schlechte Nachricht dabei: Besitzer von Windows 3.1 schauen in die Röhre. ChessBase 7.0 wurde komplett neu in 32-Bit-Technik programmiert und läuft daher nur noch unter Windows 95/98 und Windows NT. Die positiven Aspekte dieser Frischzellenkur sind allerdings überzeugend: Die Arbeitsgeschwindigkeit konnte bei praktisch allen Operationen deutlich gesteigert werden! Suchfunktionen laufen in der Regel etwa 6mal schneller ab, das Sortieren einer Datenbank sogar mit bis zu 25facher Geschwindigkeit! Das einzige,was langsamer läuft sind die alten 16-Bit-Engines. Diese sind zwar nach wie vor verwendbar, können jedoch nur über einen Trick angesprochen werden und verlieren etwa 10-15 % ihrer Rechengeschwindigkeit. Für hochwertige Analysen liegen jedem ChessBase 7.0-Paket bereits zwei Engines bei: Crafty (32-Bit) und Fritz 5 (16-Bit). Hiarcs, Junior, Nimzo 99, Fritz 5.32 und andere müssen jedoch gesondert bezahlt werden. Neu ist im Bereich der Engines die Möglichkeit mehrere Programme gleichzeitig an einer Stellung rechnen zu lassen. Wo bei ChessBase noch die erste Engine gestoppt und manuell die zweite gestartet werden mußte, können nun mehrere gleichzeitig gestartet werden und rechnen parallel - 32-Bit machts möglich! Diese Funktion wird noch ergänzt durch das Verriegeln von Engines: Es ist nunmehr möglich, eine Engine an einer Stellung weiterrechnen zu lassen, während man in der Notation voranschreitet. SO kann beispielsweise Fritz 5 in Daueranalyse eine Stellung begutachten, während Hiarcs 6 mit dem menschlichen Bediener die ganze Partie analysiert.

Spielen kann man gegen die Engines aufgrund fehlender Spielstufen, fehlenden Permanent Brains leider nach wie vor nicht.

Nachdem Fritz 5 den Eröffnungsbaum bei ChessBase einführte, war klar, daß auch ChessBase 7.0 diese Funktion erhalten würde. Tatsächlich sind Bäume bei ChessBase nunmehr aus jeder beliebigen Datenbank zu erstellen und natürlich auch zu bearbeiten.

Als Schwachstelle bei der Auswertung von Datenbanken erweist sich immer mehr der Mensch, nicht die Maschine. Daher war es ChessBase ein besonderes Anliegen, die automatischen Auswertungsmöglichkeiten zu erhöhen. Konnten bei ChessBase 6 lediglich Statistiken erzeugt werden, kann bei ChessBase 7.0 nunmehr eine komplette Auswertung einer Datenbank erstellt werden - Stichwort "Eröffnungsreport". Der Eröffnungsreport wird aus einem vorgegebenen Datenbestand vollautomatisch erzeugt und enthält statistische Angaben zu der Anzahl der Partien, den Erfolgsaussichten, den Elozahlen, den Top-Spielern und deren Ergebnissen, der/den Hauptvariante(n), kritischen Varianten und Pläne einer Farbe. Dieser Report kann bequem ausgedruckt oder am Bildschirm verfolgt werden.

Eine weitere neue Funktion ist das Spielerdossier. Dieses verfolgt im wesentlichen das gleiche Prinzip, jedoch sind die Informationen spielerbezogen: So erfährt man über einen beliebigen Gegner, welche Eröffnungsvariante er besonders erfolgreich und welche weniger erfolgreich gespielt hat, soweit vorhanden wird ein Foto angezeigt, es werden Turniererfolge aufgezählt usw.

Ebenso einfach ist nunmehr die Pflege eines eigenen Repertoires: Da in ChessBase 7.0 nunmehr bei Arbeitsbeginn eine Standard- und eine Repertoiredatenbank vorgegeben werden müssen, kann auf einfachste Weise (ein Mausklick!) eine beliebige Partie in das eigene Repertoire aufgenommen werden. Wer sich auch diese Mühe nicht selbst machen möchte, kann auch eine komplette Datenbank automatisch "ausschlachten" lassen. Dabei werden dann die entsprechenden Partien selbst gefunden und in das eigene Repertoire kopiert.

ChessBase wäre nicht ChessBase, gäbe es nicht diverse weitere kleinere Verbesserungen, die eine kurze Erwähnung verdienen: Über das Internet können nun automatisch jede Woche neue Partien geholt werden; Das Datenbankfenster ist nunmehr unterteilt, die Farben des Brettes können endlich nach Belieben geändert werden; die Doublettensuchfunktion ist nicht nur schneller, sondern vor allem auch deutlich besser geworden; das Spielerlexikon umfaßt jetzt 8000 Bilder; Datenbanktexte sind nunmehr ausdruck- und exportierbar; neue True Type-Fonts für Diagramme und figurine Notation usw, usw...

Natürlich muß eine Datenbank nicht gesondert gekauft werden. Im Lieferumfang beider Pakete befindet sich jeweils eine Datenbank mit 1,1 Millionen Zügen. Beim Startpaket ist diese allerdings unkommentiert, während beim Megapaket diese etwas über 30.000 kommentierte Partien enthält.

Die Kritikpunkte an ChessBase 7.0 erschöpfen sich im wesentlichen beim Preis und einigen kleineren Bugs, die jedoch im Zuge der Modellpflege mittlerweile fast vollständig behoben wurden. So gehörten Abstürze unter Windows 98 bei der ersten Version zur Tagesordnung, sind jedoch mittlerweile ausgemerzt. Eine Unterstützung des EPD-Formats wäre noch denkbar und kosmetische Retouschen an der noch sehr an Win 3.1 erinnernde Oberfläche.

Fazit: ChessBase 7.0 ist völlig zu recht der Marktführer im Bereich der Schachdatenbanken. Hat die Konkurrenz gegenüber ChessBase 6.0 deutlich aufgeholt, steht ChessBase 7.0 einsam an der Spitze.

Test: CSS: 4/98, S.36