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LENUNNCE2
Author

Nunn's Chess Endings - Vol. 2

352 pages, paperback, Gambit, 1. edition 2010

€21.50
Incl. Tax, excl. Shipping Cost
In this major two-volume work, renowned endgame theoretician John Nunn teaches the skills that are most important to success in practical endgames.
Dr Nunn shows how to apply knowledge of standard endgames to find the right methods in real-life situations - even when they differ greatly from the idealized forms given by traditional endgame manuals.
·
Identifies new and important motifs which occur repeatedly in practical play
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Tactical elements are heavily featured
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Focuses on endgames that are susceptible to concrete analysis
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Geared to the over-the-board player - no composed or artificial positions
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Ideas underlying analysis - however complex - are richly explained in words
Nunn shows that lack of familiarity with key ideas can cause important ideas and themes to be missed even by very strong players. We discover that a staggering amount of previously published endgame analysis is simply wrong, and that many of the standard guidelines are at best partially true.
This second volume focuses primarily on rook endgames - the most common and important category of practical endgames. Nunn also covers endings with rooks and minor pieces, an area of endgame play that is vital for chess mastery, but nevertheless neglected in chess literature.
Dr John Nunn is one of the best-respected figures in world chess. He was among the world's leading grandmasters for nearly twenty years, winning four gold medals in chess Olympiads and finishing sixth overall in the World Cup in 1989. He is a much-acclaimed writer, whose works have won 'Book of the Year' awards in several countries. In both 2004 and 2007 Nunn was crowned World Chess Solving Champion, ahead of many former champions.
More Information
EAN 9781906454234
Weight 660 g
Manufacturer Gambit
Width 17.2 cm
Height 24.8 cm
Medium Book
Year of Publication 2010
Author John Nunn
Language English
Edition 1
ISBN-13 9781906454234
Pages 352
Binding paperback
006 Conventions and Terminology
009 Introduction
011 8 Rook Endings
289 9 Endings with Rooks and Minor Pieces
349 Index of Players
Nunns neues Opus
Der ehemalige Weltklassespieler John Nunn ist einer der wichtigsten Schachpublizisten der letzten 20 Jahre. Weniger bekannt ist vielleicht, dass der Gambit Verlag (zuvor Batsford) die herausgeberische Handschrift Nunns trägt, gemeinsam mit Graham Burgess. Das jüngste Werk Nunns sind drei Endspielbücher mit insgesamt 850 Seiten. Ein Klassiker der Vor-Computer-Ära aus seiner Feder war Taktische Schachendspiele mit originellen Analysen in noch originelleren Stellungen, ferner gibt es von Nunn u.a. ein gefälliges Buch über Studien (Endgame Challenge) sowie einen Zweibänder, der sich sehr früh mit den Erkenntnissen aus Fünfsteiner-Datenbanken für Turm- und Leichtfigurenendspiele auseinandersetzte. Inzwischen fassen die Tablebases einen Stein mehr, und in der Tat sind allerlei Sechssteiner ein Schwerpunkt in seinem neuen Opus.

Understanding Chess Endings ist ein gefälliges Buch - aber nichts Revolutionäres. Nunn schreibt selbst, dass es aus einer geplanten »Einleitung« für Nunn's Chess Endings (NCE) entstanden ist. Es stellt ein Angebot dar, sich auf das für NCE notwendige Niveau zu hieven; erfahrenere Leser können auch direkt mit NCE beginnen.

100 Themen werden auf jeweils zwei Seiten mit je vier Beispielen präsentiert. Das Material ist teilweise bekannt, teilweise neu, teils elementar, teils aus Studien, teils bekannter Endspieltheorie entnommen. Der Autor entwickelt wohl ganz bewusst keinen großen Ehrgeiz, was die Originalität angeht. Bis auf wenige Ausnahmen geht es um elementare Endspiele, viele davon ausanalysierbare Schluss-Spiele.
Fazit. Ein Endspielkurs auf mittlerem Niveau: Anspruchsvoller als etwa Rosens Fit im Endspiel, aber deutlich unter den gehobenen Werken.

Ganz anders geht es im Zweiteiler Nunn 's Chess Endings (Band 2 Turmendspiele, Band 1 alles andere) zur Sache, obgleich oder gerade, weil die Mehrzahl der Positionen trügerisch einfach ist (z. B. T + B gg. T + B). Nunn weist regelmäßig nicht nur den Spielern, sondern auch den besten früheren Analytikern zahlreiche Fehler nach. Der Einfluss des Computers, mit Sechs- und teils auch schon Siebensteiner-Datenbanken ist unübersehbar!

Mit vielen neuen Erkenntnissen wälzt Nunn mitunter sogar die Theorie um. Zu nennen wäre etwa, dass D + g-Bauer und h-Bauer gg. D grundsätzlich remis ist, sofern der verteidigende König vor den Bauern steht! Dafür bieten Damenendspiele mit beiderseits einem Bauern oft mehr Möglichkeiten als gedacht - vielleicht, weil sich der angreifende König leichter vor gegnerischen Schach-Orgien verstecken kann?!

Ähnlich das Bild mit Türmen: Diverse Turmendspiele mit zwei gegen null Bauern sind remisträchtiger als bisher angenommen, dafür gibt es erstaunlich viele Gewinnstellungen bei T + B gg. T + B. Dieses Endspiel ist mit rund 40 Seiten ein Schwerpunkt-Thema in Band 2.
Verblüffend ist hingegen, dass ein Komplex wie das Turmendspiel mit Mehrbauer am Damenflügel nur gestreift wird. Hier wird man im später vorgestellten Buch von Hawkins fündig. Auch strategische Turmendspiele, beispielsweise mit aktiverem König oder Turm, sind Mangelware bis Fehlanzeige - es dominieren eindeutig Stellungen mit maximal zwei Bauern pro Partei. Laut Nunn ist die Beherrschung der Turmendspiele bei reduziertem Material zwingende Voraussetzung dafür, auch materialreichere Turmendspiele zu beherrschen. Seine Methodik besteht darin, Endspiele nach Motiven und Methodik zu lehren - die diversen Kampftechniken lassen sich an steinarmen Stellungen klarer studieren.

Allerdings stellt sich die Frage, für wen die Bücher - speziell Band 2 - gut sein sollen. Vieles, was häufiger auf dem Brett steht - von besagtem Randfreibauer über den den aktiveren Turm auf der siebenten Reihe usw, -, wird nur am Rande behandelt. Wer freilich von der Pike auf die »höhere Schach-Mathematik« lernen will, der kommt um Nunn nicht drum' rum. Aronjan etwa zeigte sich bei der Verleihung des britischen Book of the year Awards begeistert. Der Durchschnittsspieler hingegen könnte überfordert sein.

Abschließend ein praxisrelevantes Beispiel aus dem Turmendspiel-Band. Taimanow fand einst am Brett (oder in der Hängepartie-Analyse?) den Gewinnweg, der in analoger Stellung von einigen Meistern der jüngeren Generation verpasst wurde:

Diagramm
(Weiß: Kh5, Tc8, f5, g5 - Schwarz: Kf7, Tb6, g7)

1.g6+ Kf6
1... Ke7 2.Tg8 Kf6 3. Tf8+ ist nur Zugumstellung. 2.Tf8+ Ke5 3.f6! 3.Tf7? Tb1=; 3.Kg5? Tb1= 3... T:f6 4.Tf7!! Die Pointe! 4...Ke6 4...Tf5+ 5.Kg4 Tf6 6.Tg7 Ke6 7.Kg5 ändert wenig. 5.T:g7 Tf1 6.Ta7 Erzwingt den Übergang in die Lucena-Position. 6...Th1+ 7.Kg5 Th2 8.g7 Tg2+ 9.Kh6 Kf6 10.Kh7 Th2+ 11.Kg8 Tb2 12.Ta6+ Kg5 13.Te6 Tf2 14.Te1 Kf6 15.Th1! und gewinnt (15...Tg2 16.Kf8 T:g7 17.T:f1+ usw.

Fazit. Hochkarätig und sehr wohl auch Titelträgern zu empfehlen.

Mit freundlicher Genehmigung
Harald Keilhack, Zeitschrift Schach 04/2013
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