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Art.-No.: LOKORPTAD

Play the Alekhine Defence

288 pages, paperback, Chess Stars, 1. edition 2019.

€22.95
Incl. 7% Tax, excl. Shipping Cost

In the Alekhine Defence, contrary to the classical methods of playing in the opening, Black does not fight for the centre with his pawns, but begins to exert immediate pressure against White’s centre. Black’s knight on f6 attacks the pawn on e4, and if it advances, then Black’s d-pawn joins into the attack against it.

The Alekhine Defence is particularly applicable in encounters against players who are inferior in class, as well as in games with a short time-control. This opening is not used so often in practice, so your opponent might lose plenty of time to recollect the opening theory. That might prove to be a very negative factor for him in the forthcoming fight.

Details
Language English
Author Kornev, Alexei
Publisher Chess Stars
Edition 1.
Medium Book
Weight 380 g
Width 14.5 cm
Height 21 cm
Pages 288
ISBN-13 978-619-7188-22-6
Year of Publication 2019
Binding paperback
Contents

006 Preface

Part 1. 1.e4 Nf6 w/o 2.e5

008 1 Rare; 2.Bc4 Nxe4

013 2 2.d3 d5

024 3 2.d3 e5

049 4 2.Nc3 d5 w/o 3.exd5

066 5 2.Nc3 d5 3.exd5 Nxd5

Part 2. 1.e4 Nf6 2.e5 Nd5

095 6 Rare; 3.g3 d6

105 7 3.Nc3 A) 3...e6; B) 3...Nxc3

124 8 3.c4 Nb6 Rare; 4.c5

Part 3. 1.e4 Nf6 2.e5 Nd5 3.d4 d6

145 9 Rare; A) 4.f4 dxe5; B) 4.Bc4 Nb6

158 10 4.c4 Nb6 5.f4 dxe5

Part 4. 1.e4 Nf6 2.e5 Nd5 3.d4 d6 4.c4 Nb6 5.exd6 cxd6

182 11 Rare; 6.Nc3 g6

212 12 6.Nf3 g6 Rare; A) 7.Be3 Bg7; B) 7.Be2 Bg7

232 13 6.Nf3 g6 7.Nc3 Bg7 8.h3 0-0 A) 9.Be3 Nc6; B) 9.Be2 Nc6

Part 5. 1.e4 Nf6 2.e5 Nd5 3.d4 d6 4.Nf3 g6

249 14 Rare; A) 5.Be2 Bg7; B) 5.c4 Nb6

261 15 5.Bc4 Nb6 6.Bb3 Bg7 A) 7.exd6 cxd6; B) 7.Qe2 0-0; C) 7.0-0 0-0; D) 7.a4 dxe5

280 16 5.Bc4 Nb6 6.Bb3 Bg7 7.Ng5 e6 Rare; A) 8.f4 dxe5; B) 8.Qf3 Qe7

297 Index of Variations

Als ich "Play the Alekhine Defence" für das Schreiben einer Rezension erhielt, habe ich mir vorgenommen, das Werk möglichst bald durchzuarbeiten. Dies ist mit der großen Erwartung verbunden gewesen, die das Werk bei mir ausgelöst hat. Sein Autor ist Alexei Kornev, von dem ich schon mehrere Bücher besprechen durfte und die mich allesamt überzeugt haben. Dieses neue Werk über die Aljechin-Verteidigung ist eine Neuerscheinung des bulgarischen Verlags Chess Stars im laufenden Jahr 2019.

Kornev hat seine Arbeit, die fast 290 Buchseiten einnimmt, in fünf Abschnitte gegliedert, auf die sich insgesamt 16 Kapitel verteilen. In den genannten Abschnitten behandelt er den Stoff wie folgt:

Teil 1. 1.e4 Sf6 ohne 2.e5

Teil 2. 1.e4 Sf6 2.e5 Sd5 ohne 3.d4

Teil 3. 1.e4 Sf6 2.e5 Sd5 3.d4 d6

Teil 4. 1.e4 Sf6 2.e5 Sd5 3.d4 d6 4.c4 Sb6 5.exd6 cxd6

Teil 5. 1.e4 Sf6 2.e5 Sd5 3.d4 d6 4.Sf3 g6.

Meine hohe Erwartung an das Werk wurde nicht enttäuscht, sondern eher noch übertroffen. Ich möchte die Art und Weise, wie Kornev die Spielweisen erklärt, als mustergültig bezeichnen. Der Leser muss zu kaum einem wesentlichen Zug ohne Erläuterungen auskommen. Beständig werden ihm die Pläne, Vor- und Nachteile von Zügen und Zugmöglichkeiten sowie Aussagen zur Stellungsbeurteilung sowie komplette Stellungseinschätzungen offeriert. Das Ganze erscheint dabei wie aus einem Guss und erinnert an den eigenen Denkprozess in der Partie.

Wer ein System wirklich erlernen möchte, wer es gedanklich durchdringen und verstehen möchte, ist mit einem Werk wie diesem bestens bedient.

Unterstützt wird die Arbeit durch eine sehr übersichtliche Darstellung. Man weiß immer, an welcher Stelle man sich gerade befindet. Die Hauptzüge sind fett geschrieben und durch Absatzmarken von den Anmerkungen getrennt. Diese wiederum sind in der ersten Ebene ebenfalls durch Absatzmarken voneinander getrennt. Für alternative "gleichrangige" Züge werden neue Zeilen aufgemacht, die etwas eingerückt sind.

"Play the Alekhine Defence" ist aus der Sicht von Schwarz geschrieben und "Eröffnungstheorie pur", enthält also keine ergänzenden und illustrierenden Partien aus der Praxis.

Zu Beginn räumt Kornev ein, dass die Aljechin-Verteidigung nicht die gleiche theoretische Chance zum Stellungsausgleich wie die Hauptsysteme vermittelt. Dies allerdings dürfte dem Spieler, der sich ihr zuwendet, ohnehin klar sein. Dennoch aber birgt sie viel Potenzial, auch gerade weil sie nicht so oft wie manch andere Eröffnung auf das Brett kommt. Wer mit den weißen Steinen mit 1.e2-e4 eröffnet, wird leicht überrascht sein, tatsächlich mal auf die Aljechin-Verteidigung zu treffen. So mancher Klubspieler wird ohne ein echtes theoretisches Rüstzeug auskommen müssen. Kornev spricht die zusätzlichen Chancen an, die sich für Schwarz in Partien mit verkürzten Bedenkzeiten ergeben. Hier kann es sich für Weiß schnell zu einem Nachteil entwickeln, wenn schon in der "Theoriephase" der Partie einiges an Zeit in die eigenen Züge investiert werden muss.

Kornev hat immens auf Partien aus dem Fernschachspiel gesetzt. So finden sich auch vier reine Fernpartie-Datenbanken im Quellenverzeichnis. Dies ist kein Widerspruch zum Ansatz, dass die Aljechin-Verteidigung gerade für Blitz- und Schnellpartien eine gute Wahl sein kann. Partien, die im Fernschach und so mit Unterstützung des Rechners gespielt worden sind, sind frei von Berechnungsfehlern. Wenn sich eine Variante entsprechend im Fernschach behauptet hat, wird sie auch im Nahschach helfen. Voraussetzung dabei ist allerdings, dass sie ihre Spielbarkeit nicht allein der Hilfe des Computers verdankt, sondern im Wettkampf vom Spieler ohne Unterstützung beherrscht werden kann. Diesen Grundsatz scheint hat Kornev meines Erachtens im Auge behalten.

Auf den letzten Seiten des Buches ist ein Variantenverzeichnis zu finden, das nicht allzu ausführlich ist, aber ausreicht, um sich gut im Werk orientieren zu können.

Die Buchsprache ist Englisch. Aufgrund des hohen Anteils an Erläuterungen ist bei der Arbeit mit dem Werk viel zu lesen. Eine gewisse Übung im Verstehen englischer Texte ist deshalb von Vorteil.

Fazit: "Play the Alekhine Defence" ist ein ausgezeichnetes Buch zur Aljechin-Verteidigung. Jeder Klubspieler kann sich mit seiner Hilfe aufgrund der vorbildlichen Erläuterungen tief in das System einfinden und es verständig einsetzen. Geschrieben ist es aus der Warte von Schwarz. Im Rahmen dieser Sichtweise ist es auch für den Spieler geeignet, der sich mit Weiß gegen die Aljechin-Verteidigung seines Gegners vorbereiten will.

Uwe Bekemann

Deutscher Fernschachbund

Mai 2019


Vor ein paar Jahren dachte ich darüber nach, wie ich nach 1.e4 mit Schwarz ein schlagkräftiges Eröffnungsrepertoire bauen kann, ohne einen allzu großen Theorieballast mit mir herumzutragen, aber gleichzeitig auch genug Gewinnchancen aufbauen zu zu können. Dabei fiel mir recht schnell die Aljechinverteidigung auf. Zum einen bekommt man diese als Weißspieler nach meiner Erfahrung nur alle paar Jahre einmal in einer Turnierpartie vorgesetzt und kennt sich dann kaum aus, andererseits tat ich mich mit ihr aus weißer Sicht schon immer schwer. Zuerst bastelte ich ein wenig mit der Datenbank herum, etwas später half mir auch IM Timothy Taylors "Alekhine Alert" gut weiter. Nun gibt es ein weiteres interessantes Werk zu diesem Thema.

In "Play the Alekhine Defence" möchte der russische Großmeisrer Alexei Kornev für den Chess Stars Verlag die krude anmutende Eröffnung nach 1.e4 Sf6 weiteren Spielern ans Herz legen und natürlich stellt sich die Frage, welches Werk einem mehr bringt. Da die Aljechin-Verteidigung allerdings einige Möglichkeiten für Schwarz bereithält, ist diese gar nicht so einfach zu beantworten.

In meinen Augen muss man mit Schwarz drei Varianten besonders gut beherrschen. Da ist zuallererst natürlich die Hauptvariante, in der Weiß nach 1.e4 Sf6 2.e5 Sd5 3.d4 d6 4.Sf3 mit dem e5 einen leichten Raumvorteil hält und sich lieber entwickelt statt zu weiteren Bauernzügen provozieren zu lassen. Bei IM Taylor wird hier 4. ...dxe5 5.Sxe5 c6 empfohlen und, je nach weißem Aufbau, gibt es mit Lf5, Sd7 und e6 eine Stellung, die an die Caro-Kann-Verteidigung nach 1.e4 c6 erinnert, oder mit g6, Lg7 eine ruhige moderne Verteidigung, in der Schwarz mit einem baldigen e5 eine symmetrische Stellung anstrebt. Diese Aufbauten sind solide und einfach zu spielen, aber manchmal etwas passiv. GM Kornev hingegen empfiehlt nach den obigen Zügen 4. ...g6 und nach 5.Lc4 Sb6 6.Lb3 Lg7 kann es recht schnell zu Verwicklungen kommen. Schwarz muss hier zum Beispiel nach 7.Sg5 e6 8.Df3 De7 9.Se4 dxe5 10.Lg5 recht genau Bescheid wissen, aber Weiß auch aufpassen, dass er nicht übertreibt.

Der zweite häufige Variantenkomplex, den ich auch selbst mit Weiß spiele, ist die Abtauschvariante. Nach 1.e4 Sf6 2.e5 Sd5 3.d4 d6 4.c4 Sb6 5.exd6 strebt Weiß einen stabilen Raumvorteil an, für den man nicht ganz soviel wissen muss. Auch hier unterscheiden sich die beiden Bücher. IM Taylor bevorzugt mit 5. ...exd6 wieder die solide Variante. Die Stellung ist symmetrisch und Schwarz hat nach zum Beispiel 6.Sc3 Sc6 7.Sf3 Lg4 8.Le2 Le7 9.0-0 0-0 10.b3 zwar eine etwas gedrückte Stellung, aber keine großen Sorgen. GM Kornev möchte wieder mehr und lässt 5. ...cxd6 spielen, um nach 6.Sc3 mit g6 7.Le3 Lg7 einen ähnlichen Aufbau wie in der Hauptvariante anzustreben. Das macht sehr viel Sinn und die kritische Voronezhvariante, die diesem Aufbau lange Zeit Probleme bereitet hat, wird gut geflickt.

Die dritte große Variante, mit der ich auch immer wieder zu kämpfen hatte, ist einfach 1.e4 Sf6 2.Sc3. Weiß lässt sich auf nichts ein und baut sich ruhig auf. IM Taylor möchte hier 2. ...e5 sehen, wonach die offenen Spiele erreicht werden, aber Weiß wegen des frühen Sc3 keine kritischen Systeme wie Spanisch, Schottisch oder Italienisch spielen kann. GM Kornev hingegen geht hier mit 2. ...d5 den klassischen Aljechinweg und nach 3.e5 d4 ergibt sich eine komische Stelung, die aber für Schwarz ok ist. Für Theoriefaule bemüht er sich mit 2. ...e6 sogar um eine Alternative, die ich selbst schon gespielt habe und die auch recht solide daherkommt.

Man sieht also, dass die Aljechin-Verteidigung solide und auch etwas dynamischer interpretiert werden kann. Wichtig ist aber auch die Darstellung die Varianten. Bei IM Taylor wird viel mit Worten erklärt. Nach der Lektüre des Buches weiß man genau, worum es geht und selbst, wenn man einmal die Theorie etwas vergessen hat, ist das meist kein Problem. Seine Modellpartien wurden gut ausgesucht und werden vollständig dargestellt und analysiert, sodass man auch weiß, welche Mittel- oder gar Endspiele man erwarten kann.

GM Kornev hat mal wieder ein hartes Arbeitsbuch verfasst. Verbale Erläuterungen sind auf ein Minimum reduziert und erscheinen mir auch oft einfach unpassend, weil sie nur kurz benennen, was gerade in der abgeschlossenen Variante vorkam, ohne daraus allgemeinere Richtlinien abzuleiten. Dafür gibt es viele, viele Varianten und Partiefragmente, aus denen man als Leser Verständnis aufbauen soll. Durch die vielen Möglichkeiten zu Zugumstellungen innerhalb der Systeme wirkt das Buch oft unübersichtlich. Die Empfehlungen beider Bücher sind für mich absolut schlüssig, aber gerade in den drei genannten Variantenkomplexen, die man als Aljechinspieler sehr gut kennen muss, ist die Taylorbuchstruktur sehr viel sinnvoller. Zudem scheint mir das Kornevbuch in den Hauptvarianten wohl eher "Play the Alekhine Defence in Correspondence Chess" zu heißen. Wenn man schon nur mit unvollständigen Partien arbeitet, sollten diese auch zeigen, wie Menschen diese Stellungen behandeln. In modernen Fernschachpartien ergeben sich allerdings häufig recht sterile computergenerierte Partien, in denen sowas wie Psychologie kaum eine Rolle spielt und auch oft recht sinnlose Figurenmanöver gespielt werden, die man als Mensch so nicht mehr nachvollziehen kann. In den weniger kritischen Varianten fand Herr Kornev zum Glück kaum Fernschachmaterial und hat darum echte Partiefragmente eingearbeitet, aber in der Hauptvariante sowie der Abtauschvariante sind gefühlt dreiviertel der Partiefragmente für mich als Leser kaum verwendbar, weil ich eben menschliches Schach spielen möchte.

Insgesamt ist das neue Buch von GM Alexei Kornev eine gute Übersicht zu einem Repertoire mit der Aljechin-Verteidigung, man muss aber als Leser schon viel Sitzfleisch mitbringen, um sich durch dieses Werk zu quälen. Für Neulinge in dem Bereich ist das Taylorbuch von 2010, später auch auf deutsch erschienen, sicher die bessere und unterhaltsamere Alternative, aber wer ein aggressiveres Repertoire sucht, wird bei Kornev fündig und kann diesen als Erweiterung nehmen!

IM Dirk Schuh

März 2019

Play the Alekhine Defence

EUR

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