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LXNUNSGIS
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Schnell Gewinnen im Schach

271 pages, paperback, Gambit, 1. edition 2008

From the series »Geheimnisse der Großmeister«

€7.80
Incl. 5% Tax, excl. Shipping Cost

In diesem ungemein lehrreichen und unterhaltsamen Buch wählt John Nunn 125 der schönsten entschiedenen Kurzpartien der modernen Ära aus.

Es ist immer etwas Besonderes, wenn ein Großmeister eine Partie in 25 oder sogar weniger Zügen verliert, und Clubspieler können durch das Studium dieser Miniaturen eine ganze Menge lernen. Jede dieser Partien ist ein echter Kampf, wobei das Ergebnis häufig bis zum Ende der Schlacht unklar ist.

Nunn zeigt die häufigsten Ursachen der Fehler auf, die zum Untergang des Verlierers führen, und wie man versuchen kann, aus dem riskanten und fehlerhaften Spiel des Gegners überwältigenden Vorteil zu erlangen. In seiner ausführlichen, zum Nachdenken anregenden Einführung erklärt er, dass es sich in vielen Fällen um psychologische Probleme handelte: Der Verlierer erkennt oft nicht, dass die Dinge nicht ganz nach Plan verlaufen sind, und so begibt er sich in unbekannte Gewässer, auch wenn es noch früh genug war, den sicheren Hafen anzusteuern.

John Nunn ist ein Großmeister aus England. Bei Schacholympiaden hat er vier Goldmedaillen als Einzelspieler und drei Silbermedaillen mit der Mannschaft gewonnen. Im Weltcup 1988/89 erreichte er den sechsten Platz, vor mehreren ehemaligen Weltmeistern. Man könnte mit Recht behaupten, dass er der Schachautor ist, der weltweit die größte Anerkennung genießt. Zwei seiner Bücher haben die begehrte Auszeichnung "Buch des Jahres" der Britischen Schachföderation erhalten. Im Jahre 2004 gewann er die Weltmeisterschaft im Problemlösen, vor vielen ehemaligen Siegern.

Vorwort

Dieses Buch ist eine aktualisierte Version von 101 Brilliant Chess Miniatures, das zuerst in 1999 veröffentlicht wurde. Obwohl das ursprüngliche "101" einigermaßen erfolgreich war, bemerkte ich, dass das Buch verbessert werden konnte. Das strenge Format passte nicht so gut zum Inhalt des Buchs, was dazu führte, dass das Layout zu dicht und einschüchternd wirkte. Als die Idee einer neuen Auflage aufkam, entschied ich mich sofort, ein neues Layout für das Buch zu verwenden, das es viel einfacher machen würde, den Partien und Anmerkungen zu folgen. Außerdem nahm ich die Gelegenheit wahr, einige Eröffnungskommentare zu aktualisieren und eine beträchtliche Zahl von analytischen Korrekturen zu den Anmerkungen der ersten 101 Partien zu machen. Es gibt auch 24 neue Partien, die zwischen 1999 und 2007 gespielt wurden - dank des neuen Layouts wurden diese Partien etwas ausführlicher kommentiert als die ursprüngliche Sammlung. Außerdem gibt es eine neue Einführung, die mehrere flüchtig kommentierte Miniaturpartien mit einschließt. Alles in allem ist die gesamte Textlänge der neuen Ausgabe um 120% länger als die Version von 1999.

Die Idee dieses Buches ist, Informatives und Lehrreiches auf unterhaltsame Weise zu vermit­teln. Jeder kennt die demütigende Erfahrung einer schnellen Niederlage. Warum passiert das, und wie können wir vermeiden, dass es in unseren eigenen Partien passiert? Und umgekehrt, wie kön­nen wir Fehler des Gegners erkennen und ausnutzen, um einen schnellen Sieg zu erreichen? Dieses Buch möchte diese Fragen untersuchen, indem es eine Sammlung attraktiver Partien vorstellt. Es sei angemerkt, dass es keine Liste von "wichtigen Punkten" am Ende jeder Partie gibt. Der Grund dafür ist, dass die gleichen Punkte oft in mehreren Partien vorkommen und es kaum sinnvoll ist, immer zu wiederholen, dass es im Allgemeinen eine gute Idee ist, den König nicht im Zentrum ste­cken zu lassen. Stattdessen habe ich eine sehr ausführliche Einführung geschrieben, die alle wichti­gen Punkte an einer Stelle zusammenfasst. Ich kann allen Lesern nur empfehlen, diese Einführung zu lesen, bevor sie die Partien selbst durchspielen.

Es gibt keine generell akzeptierte Definition einer Miniaturpartie, und für dieses Buch habe ich mich entschieden, die Grenze bei 25 Zügen anzusetzen, was vielleicht die am häufigsten verwen­dete Zahl ist. Die Auswahl von 125 Partien erfolgte mit Hilfe verschiedener Kriterien. Um zu ver­meiden, viele allzu bekannte Beispiele zu wiederholen, sind die Partien alle relativ modern - sie wurden alle nach 1970 gespielt. Die große Mehrzahl der Partien zeigt Kämpfe zwischen Spielern mit einer Elozahl von mindestens 2500 (in den jüngeren Partien habe ich diese Grenze angehoben, was der steigenden Zahl von Spielern mit hoher Elozahl entspricht). Der Grund dafür ist, dass ich echte Kämpfe darstellen wollte und keine Auseinandersetzungen zwischen Spielern sehr unter­schiedlicher Spielstärken. Die meisten Spieler finden es einfach, deutlich schwächere Gegner zu schlagen - das Problem fängt erst an, wenn man auf Gegner trifft, deren Spielstärke der eigenen nahe kommt. Da dies das für die Leser wertvollste Szenarium ist, war ich der Meinung, dass die Partien eine ähnliche Situation widerspiegeln sollten. Daneben habe ich versucht, Partien auszu­wählen, die eine große Bandbreite an Motiven beinhalten, so dass man keine langen Serien von Sd5-Opfern im Sizilianer finden wird.

Die Analyse dieser Partien zeigte viele interessante Punkte auf. Wenn man an eine Miniaturpar­tie denkt, stellt man sich oft eine Partie vor, in der eine Seite gierig Material nimmt, die Entwick­lung vernachlässigt und gründlich zermalmt wird. Kommentatoren solcher Partien nehmen oft an, dass eine schnelle Niederlage bedeutet, dass der Sieger durchweg gute Züge gespielt hat, während der Verlierer eine Reihe von Fehlern begangen haben muss. Doch die Realität sieht recht anders aus, und viele der folgenden Partien passen nicht in dieses stereotype Muster. Oft befindet sich der Kampf beinahe bis zum Ende im Gleichgewicht, da die Strategie des Verlierers nicht grundsätzlich falsch war, aber akkurates Weiterspiel erforderte, das nicht erfolgte. Psychologische Faktoren sind im Schach allgemein wichtig, und viele schnelle Niederlagen sind nicht nur auf Fehler auf dem Schachbrett zurückzuführen, sondern auch auf fehlerhaftes Schachdenken. Darüber werde ich in der Einleitung noch mehr zu sagen haben.

John Nunn

Chertsey, 2007

More Information
Weight 480 g
Manufacturer Gambit
Width 17,2 cm
Height 24,8 cm
Medium Book
Year of Publication 2008
Author John Nunn
Series Geheimnisse der Großmeister
Language German
Edition 1
ISBN-13 9781904600930
Pages 271
Binding paperback

007 Zeichenerklärung

008 Vorwort

010 Einführung

027E. Pedersen - Gallmeyer, Dänemark 1971, Sizilianische Verteidigung, Najdorf-Variante

028Tal - Uhlmann, Moskau 1971, Französische Verteidigung, Tarrasch-Variante

030Planinc - Najdorf, Wijk aan Zee 1973, Sizilianische Verteidigung, Najdorf- Variante

032Balaschow - Andersson, Wijk aan Zee 1973, Sizilianische Verteidigung, Scheveninger Variante

033Lombardy - Quinteros, Manila 1973, Sizilianische Verteidigung, Najdorf-Variante

035Spasski - Raschkowski, Meisterschaft der UdSSR, Moskau 1973, Sizilianische Verteidigung, Najdorf-Variante

036Velimirovic - Wasjukow, Wettkampf UdSSR - Jugoslawien, Tiflis 1973, Sizilianische Verteidigung, Taimanow-Variante

038Wasjukow - Velimirovic, Wettkampf UdSSR - Jugoslawien, Tiflis 1973, Sizilianische Verteidigung, Rossolimo-Variante

040Ivkov - Timman, Amsterdam (IBM) 1974, Aljechin-Verteidigung, Vierbauernangriff

041Quinteros - Ribli, Montilla 1974, Nimzoindische Verteidigung, Klassische Variante

043Waganjan - Kupreitschik, Meisterschaft der UdSSR, Leningrad 1974, Trompowsky-Angriff

044Waganjan - Planinc, Hastings 1974/75, Englische Eröffnung

046Tal - F. Olafsson, Las Palmas 1975, Moderne Verteidigung

049Tal - R. Byrne, Interzonenturnier, Biel 1976, Sizilianische Verteidigung, 4 Dxd4

050Browne - R. Byrne, Meisterschaft der USA, Mentor 1977, Holländische Verteidigung, 2 Sc3

052Spasski - Larsen, Bugojno 1978, Caro-Kann-Verteidigung, 4...Lf5

054Gulko - Sawon, Zonenturnier, Lwow 1978, Modernes Benoni, Taimanow-Angriff

056Browne - Ljubojevic, Tilburg 1978, Nimzoindische Verteidigung, Rubinstein-System

058Hug - Kortschnoj, Schweiz 1978, Katalanische Eröffnung

060Tal - Larsen, Montreal 1979, Sizilianische Verteidigung, Richter-Rauser-Angriff

061Spasski - Tal, Montreal 1979, Damenindische Verteidigung, Klassisches System

063Sosonko - Hübner, Tilburg 1979, Katalanische Eröffnung

064Sax - Ljubojevic, London (Phillips & Drew) 1980, Sizilianische Verteidigung, c3

066Kortschnoj - Hübner, Johannesburg 1981, Damenindische Verteidigung

068Beljawski - Larsen, Tilburg 1981, Caro-Kann-Verteidigung, 4...Lf5

069Psachis - Geller, Zonenturnier, Jerewan 1982, Abgelehntes Damengambit, Tartakower-Variante

071Kasparow - T. Petrosjan, Bugojno 1982, Bogo-Indische Verteidigung

074Tal - Van der Wiel, Interzonenturnier, Moskau 1982, Englische Eröffnung

075Van der Wiel - Ftacnik, A rhus 1983, Sizilianische Verteidigung, Najdorf-Bauernraubvariante

076Ljubojevic - Kasparow, Niksic 1983, Königsindischer Angriff

078Timman - Polugajewski, Tilburg 1983, Nimzoindische Verteidigung, Sämisch-Variante

081Spasski - Seirawan, Zürich 1984, Pirc-Verteidigung

083Nunn - Sosonko, Olympiade, Thessaloniki 1984, Sizilianische Verteidigung, Velimirovic-Angriff

085Timman - Ljubojevic, Linares 1985, Sizilianische Verteidigung, Najdorf-Bauernraubvariante

086Jussupow - Nogueiras, Kandidatenturnier, Montpellier 1985, Abgelehntes Damengambit, Abtauschvariante

088Tal - Kortschnoj, Kandidatenturnier, Montpellier 1985, Sizilianische Verteidigung, Richter-Rauser-Angriff

091Knaak - Adorjan, Szirak 1985, Nimzoindische Verteidigung, Rubinstein-System

092Kortschnoj - Greenfeld, Biel 1986, Englische Eröffnung

094Chandler - Waganjan, Olympiade, Dubai 1986, Französische Verteidigung, Winawer-Variante

095Adorjan - Kudrin, New York Open 1987, Damenindische Verteidigung

098Seirawan - Beljawski, Weltcup, Brüssel 1988, Damengambit, Slawische Abtauschvariante

099Ehlvest - Andersson, Weltcup, Beifort 1988, Sizilianische Verteidigung, Taimanow- Variante

100Kudrin - King, London (NatWest Young Masters) 1988, Caro-Kann-Verteidigung

102Ehlvest - Kasparow, Weltcup, Reykjavik 1988, Englische Eröffnung

105Knaak - Speelman, Olympiade, Thessaloniki 1988, Damenbauernspiel

107I. Sokolov - Zeschkowski, Wijk aan Zee 1989, Englische Eröffnung

108Kasparow - Speelman, Weltcup, Barcelona 1989, Moderne Verteidigung

110Polugajewski - Kudrin, New York Open 1989, Grünfeld-Verteidigung, Abtauschvariante

112Iwantschuk - Csom, Jerewan 1989, Nimzoindische Verteidigung, 4f3

113Hodgson - Zsu. Polgar, Europäische Mannschaftsmeisterschaft, Haifa 1989, Trompowsky-Angriff

114Ki. Georgiew - Saitschik, Palma de Mallorca (GMA) 1989, Sizilianische Verteidigung, Najdorf-Variante

117Geller - Drejew, New York Open 1990, Französische Verteidigung, Tarrasch-Variante

119Adams - Wolff, London (Watson, Farley & Williams) 1990, Pirc-Verteidigung

121Khalifman - Nikolic, Moskau (GMA) 1990, Französische Verteidigung, Winawer- Variante

123Arencibia - Seirawan, Interzonenturnier, Manila 1990, Moderne Verteidigung

125Smagin - Sahovic, Open, Biel 1990, Nimzowitsch-Verteidigung

127Timman - Kortschnoj, Tilburg 1991, Französische Verteidigung, 3...dxe4

128Sweschnikow - Scherbakow, Meisterschaft der UdSSR, Moskau 1991, Sizilianische Verteidigung, Rossolimo-Variante

131Watson - Meduna, Prag 1992, Caro-Kann-Verteidigung, 4...Sd7

132Timman - Kasparow, Linares 1992, Königsindische Verteidigung, Sämisch-Variante

135Beljawski - Gelfand, Linares 1992, Damengambit, Slawische Verteidigung

136Seirawan - Short, Amsterdam (VSB) 1992, Abgelehntes Damengambit 5 Lf4

138Geller - Tschiburdanidse, Aruba 1992, Owen-Verteidigung

141Krasenkow - Sweschnikow, Moskau 1992, Damengambit, Halbslawische Verteidigung

143Fischer - Spasski, Match (9), Sveti Stefan 1992, Spanisch, Abtauschvariante

145G. Georgadse - Adorjan, Europäische Mannschaftsmeisterschaft, Debrecen 1992, Grünfeld-Verteidigung, Abtauschvariante

147Piket - Sturua, Europäische Mannschaftsmeisterschaft, Debrecen 1992, Abgelehntes Damengambit

148Jakowitsch - Balaschow, Zonenturnier, St. Petersburg 1993, Sizilianische Verteidigung, Sozin-Angriff

149Kasparow - Gelfand, Linares 1993, Sizilianische Verteidigung, Najdorf-Variante

152Zsu. Polgar - Speelman, Niederländische Mannschaftsmeisterschaft 1993, Englische Verteidigung

154Suba - Sax, Zonenturnier, Budapest 1993, Nimzoindische Verteidigung, Rubinstein-System

156Lobron - Asmaiparaschwili, PCA-Qualifikationsturnier, Groningen 1993, Moderne Verteidigung

158An. Sokolow - Schirow, Französische Mannschaftsmeisterschaft 1994, Moderne Verteidigung

160Adams - Tiwjakow, PCA-Kandidatenwettkampf (2), New York 1994, Sizilianische Verteidigung, Moskauer Variante

161Akopjan - Khenkin, Tilburg 1994, Sizilianische Verteidigung

164Spangenberg - Ftacnik, Olympiade, Moskau 1994, Sizilianische Verteidigung, Grand-Prix-Angriff

167Smirin - Alterman, Haifa 1995, Russische Verteidigung

170J. Polgar - Schirow, Donner-Memorial, Amsterdam 1995, Sizilianische Verteidigung, Moskauer Variante

172Kramnik - Beljawski, Belgrad 1995, Reti-Eröffnung

174Kramnik - Ehlvest, Tal-Memorial, Riga 1995, Damengambit, Halbslawische Verteidigung

176de Firmian - Hübner, Polanica Zdroj 1995, Französische Verteidigung, Klassische Variante

177Jurtajew - Schulman, Wladiwostok 1995, Königsindische Verteidigung

178Illescas - Sadler, Zonenturnier, Linares 1995, Angenommenes Damengambit

179Geo. Timoschenko - Judassin, St. Petersburg 1996, Sizilianische Verteidigung, Scheveninger Variante

181Romanischin - Ehlvest, Biel 1996, Abgelehntes Damengambit, Orthodoxe Verteidigung

183Miles - Atalik, Beijing 1996, Damenbauernspiel

184Bologan - Tischbierek, Open, Wien 1996, Aljechin-Verteidigung

186Smirin - Ricardi, Olympiade, Jerewan 1996, Skandinavische Verteidigung

189Kasparow - Hracek, Olympiade, Jerewan 1996, Sizilianische Verteidigung, Richter-Rauser-Angriff

191Khuzman - Minasjan, Europäische Mannschaftsmeisterschaft, Pula 1997, Schmid-Benoni

193Waganjan - Fjodorow, Europäische Mannschaftsmeisterschaft, Pula 1997, Moderne Verteidigung

195Spangenberg - Tkatschiew, Villa Martelli 1997, Vierspringerspiel

196Hellers - Cu. Hansen, Malmö 1997, Französische Verteidigung, Winawer-Variante

199Kinins - Summerscale, London (Drury Lane) 1997, Philidor-Verteidigung

201Shabalov - Stefansson, Winnipeg 1997, Nimzoindische Verteidigung, Rubinstein-System

202Onischuk - Hertneck, Biel 1997, Französische Verteidigung

204Leitäo - Baburin, Wettkampf Europa - Amerika, Bermuda 1998, Angenommenes Damengambit

206Timman - Van Wely, Match (6), Breda 1998, Sizüianische Verteidigung, Scheveninger Variante

208Kramnik - Lautier, Tilburg 1998, Damengambit, Halbslawische Verteidigung

209Schirow - Hracek, Match (2), Ostrava 1998, Caro-Kann-Verteidigung, Vorstoßvariante

211Topalow - Iwantschuk, Linares 1999, Englische Eröffnung

212Kasparow - Van Wely, Wijk aan Zee 2000, Sizilianische Verteidigung, Englischer Angriff

215Fjodorow - Schirow, Polanica Zdroj 2000, Königsgambit

217Mitkow - Rublewski, Europapokal der Vereinsmannschaften, Neum 2000, Sizilianische Verteidigung, Paulsen-Variante

219J. Polgar - Smirin, Olympiade, Istanbul 2000, Pirc-Verteidigung, Dreibauernangriff

222Schirow - Topalow, Wijk aan Zee 2001, Sizilianische Verteidigung, Perenyi-Angriff

224Kramnik - Sadwakassow, Astana 2001, Angenommenes Damengambit

226Morosewitsch - Van Wely, Wijk aan Zee 2002, Französische Verteidigung, 3...dxe4

228Riasanzew - Newostrujew, Russische Meisterschaft, Krasnodar 2002, Königsindische Verteidigung, 4 Lg5

231Van Wely - Acs, Hoogeveen 2002, Nimzoindische Verteidigung, Rubinstein-System

233Schirow - Van Wely, Bundesliga 2002/03, Sizilianische Verteidigung, Sc3

237J. Polgar - Mamedjarow, Olympiade, Bled 2002, Spanisch, Offene Variante

239Sutovsky - Smirin, Israelische Meisterschaft, Tel Aviv 2002, Sizilianische Verteidigung, Sc3

241J. Polgar - Berkes, Budapest 2003, Französische Verteidigung, 4...dxe4

243Gelfand - Shabalov, Bermuda 2004, Damengambit, Halbslawische Verteidigung

245Gelfand - Ki. Georgiew, Olympiade, Calvia 2004, Katalanische Eröffnung

248Swidler - Van Wely, Wijk aan Zee 2005, Sizilianische Verteidigung, Sc3

250Leko - Bruzon, Wijk aan Zee 2005, Spanisch, Tschigorin-Verteidigung

252Landa - Schaposchnikow, Russische Mannschaftsmeisterschaft, Sotschi 2005, Caro-Kann-Verteidigung, 4...Lf5

255Motylew - Parligras, Europameisterschaft, Warschau 2005, Sizilianische Verteidigung, Sc3

257Drejew - Minasjan, Europameisterschaft, Warschau 2005, Pirc-Verteidigung, 4 Lg5

259Gelfand - Macieja, Spanische Mannschaftsmeisterschaft, Merida 2005, Damenindische Verteidigung, 4 g3 La6

261M. Carlsen - Beljawski, Wijk aan Zee 2006, Spanisch, Archangelsker Variante

264Iwantschuk - Swidler, Morelia/Linares 2006, Grünfeld-Verteidigung, 4 Lg5

266Iwantschuk - Vallejo Pons, Morelia/Linares 2006, Damengambit, Wiener Variante

269 Spielerverzeichnis

270 Eröffnungsverzeichnis

Autor John Nunn muss man nicht ausführlich vorstellen. Es sei nur daran erin­nert, dass der englische Spitzengroß­meister bei Schacholympiaden, im Weltcup und bei vielerlei erstklassi­gen Turnieren, durch den Weltmeister­titel im Problemlösen 2004 und die mehrfache Auszeichnung seiner Bücher sein Multitalent bewiesen hat. Nunns neuestes Buch "Winning Quickly at Chess" wurde aus dem Englischen von Bettina Trabert in sehr gelungener Weise übertragen.

Der Untertitel "Wie Sie Ihre Gegner in Windeseile zur Strecke bringen" verspricht natürlich mehr, als ein Schachbuch leisten kann - macht aber neugierig. John Nunn stellt lehr­reich und unterhaltsam 125 Kurzpar­tien aus dem Zeitraum 1971 bis 2006 dar. Dabei geht es nicht um die Aus­nutzung grober Fehler, denn es han­delt sich sämtlich um Großmeister­partien, die im echten Kampf nach höchstens 25 Zügen entschieden wurden. Nunn zeigt Ursachen der Fehler auf, macht psychologische Aspekte übertrieben riskanten Spiels deutlich. So unterhaltsam die Partien selbst sein mögen, der Wert des Ban­des besteht in den tief greifenden Analysen und Anmerkungen Nunns.

Das Inhaltsverzeichnis weist die Partien durch Angabe der Spieler, des Austragungsortes und des -Jah­res, der Eröffnung und ggf. der Vari­ante aus. Dem Vorwort folgt eine ausführliche Einführung in den Band, die schon acht Partiebeispiele enthält. Dem bereits beschriebenen Hauptteil schließen sich der Spieler­index und ein ausführliches Eröff­nungsregister an. Der Band ist durchgängig übersichtlich in Zweispaltendarstellung gehalten, die Par­tiezüge sind im Fettdruck kenntlich gemacht, die Diagramme in ange­nehmer Größe, wobei die am Zug befindliche Seite markiert ist.

Fazit: John Nunns "Geheimnisse der Großmeister" sind qualitativ hochwertig. Der Nutzer wird viel Freude und Kenntniszuwachs haben, wenn er sich intensiv mit den Kurz­partien beschäftigt. Der Band ist oh­ne Zweifel seinen nicht unerhebli­chen Preis wert.

Mit freundlicher Genehmigung

Richard Brömel, Rochade Europa 12/2008

**********

Vor einigen Jahren veröffentlichte der englische Großmeister Dr. John Nunn sein viel beachtetes Werk "101 Brilliant Chess Miniatures" (1999). Darin analysierte er 101 kurzzügige Großmeisterpartien, die um den 25. Zug herum mit einem Sieg für eine der beiden Seiten endete. Die darin enthaltenen Partien erstreckten sich über den Zeitraum 1970 bis ca. 1999, für John Nunn war nun die Zeit reif für eine Neuauflage des Buches. Da die Zeit seitdem nicht stehen geblieben ist, aktualisierte Nunn das Buch und erweiterte es um 24 ausgewählte Kurzpartien, die aktuellste Partie stammt aus dem Jahr 2006.

Über den Autor brauche ich wahrscheinlich nicht viel Worte verlieren, sein Name bürgt schon seit Jahren für gleich bleibend hohe Qualität bei Schachbüchern, die Analysen von Nunn zählen in der Schachliteratur mit zum Besten was es auf diesem Gebiet überhaupt gibt!

Beim Betrachten der Partien kann man sich nur wundern, wie schnell auch erfahrene Großmeister in ihren Partien stolpern können. Die Gründe hierfür sind unter anderem kleine bis mittlere Eröffnungskatastrophen, Unterschätzung von heraufziehenden Gefahren, brillante Ideen des Gegners im Mittelspiel und ihre konsequente Umsetzung sowie schwachesVerteidigungsspiel. Ein neueres Beispiel aus dem Buch verdeutlicht all diese Punkte in hervorragender Manier:

\s3 Carlsen,M (2625) - Beliavsky,A (2626) [C78]

Corus-B Wijk aan Zee

1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0-0 b5 6.Lb3 Lb7 7.d3 Lc5 8.Sc3 d6 9.a4 Sa5?! der erste Schritt vom rechten Weg.10.La2 b4 11.Se2 Lc8 12.c3 bxc3 13.bxc3 Lb6 14.Sg3 Le6 15.d4 Lxa2? Schwarz unterschätzt die Gefahren und wäre mit der kurzen Rochade besser gefahren.16.Txa2 0-0 17.Lg5! Nun beginnt der 15jährige Magnus damit, seinen großen erfahrenen Gegner in sämtliche Einzelteile zu zerlegen.17 ... exd4 Schwarz hält dem Druck nicht stand und begeht den entscheidenden Fehler, h6 war angesagt.18.Sh5! dxc3 19.Sh4! Kh8 20.Sf5! 1-0 Eine unglaubliche Angriffspartie von Magnus Carlsen!

Das gesamte Buch ist randvoll mit solchen begeisternden Partien die das Prädikat "Brillant" zu Recht tragen aber wie lässt sich das Buch für den persönlichen Gebrauch am Besten verwenden? Die gegebenen Möglichkeiten erschöpfen sich keinesfalls im reinen Betrachten der Glanzpartien, sondern reichen von lehrreichen Eröffnungsfehlern über schachpsychologische Aspekte bis hin zu genialen Mittelspielideen. Dazu gesellen sich die angenehm klaren Analysen Nunns, die dem Leser so manches verständlicher machen. Sehr positiv aufgefallen sind mir neben den analysierten Partien das sauber strukturierte Inhaltsverzeichnis (untergliedert in die verschiedenen Eröffnungen!) und das exzellente Spieler und Variantenverzeichnis am Ende des Buches.

Fazit:

John Nunn hat wieder mal eines seiner berühmt berüchtigten Schachbücher auf den Markt gebracht, qualitativ auf allerhöchstem Level. Wer eine sehr gute Partiesammlung schätzt und auf fundierte Analysen großen Wert legt, ist mit diesem Buch gut beraten. Sehr empfehlenswert.

Mit freundlicher Genehmigung

Martin Rieger, www.freechess.info

Juli 2008