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Article Number
LOKUZTZS
Author

The Zaitsev System

255 pages, paperback, New in Chess, 1. edition 2016

€26.95
Incl. Tax, excl. Shipping Cost

The Zaitsev System is one of the most dynamic setups for Black in the ever popular Ruy Lopez chess opening.

When Alexey Kuzmin joined the coaching staff of World Champion Anatoly Karpov in the 1980s he started analysing the Zaitsev System, and later continued his investigations as a second of Alexander Morozevich. For this book he has updated and improved his analysis, and found countless innovations that change the assessments of many lines.

One of the drawbacks of the Zaitsev, some feel, is that White, if he wishes, can make a draw by repetition early on. To avoid this possibility, Kuzmin presents a brand-new weapon, which he calls the Saratov Variation, based on an early exchange on d4, that was never played by either Karpov or Morozevich.

Kuzmin has written a practical guide for Black with extensive verbal explanations of the strategic ideas for both sides. His lucid style combined with ground-breaking analysis has resulted in a unique chess opening book: a guide that is suited for both club players and Grandmasters.

Former World Champion Garry Kasparov once called the Zaitsev System ‘a revelation’. Kuzmin’s book, chock-full of novelties and presenting a most remarkable new plan for Black, can be called a revelation as well.

Igor Zaitsev himself wrote a special introduction.

Alexey Kuzmin is a Russian Grandmaster and a prolific chess author. As a coach he worked with former World Champion Anatoly Karpov and Russian elite GM Alexander Morozevich.

More Information
Weight 470 g
Manufacturer New in Chess
Width 17 cm
Height 23,5 cm
Medium Book
Year of Publication 2016
Author Alexey Kuzmin
Language English
Edition 1
ISBN-13 978-9056916848
Pages 255
Binding paperback

007 Foreword by Fabiano Caruana

008 Foreword by Peter Svidler

009 Introduction by Igor Zaitsev

015 Introduction by the author

016 A little bit of history

023 Part I - The Kasparov Variation – 12.a4

029 Chapter 1 - Third Match Heritage

047 Chapter 2 - Possible Divergences from the Main Line for White

055 Chapter 3 - The Beliavsky/Morozevich Variation

074 Chapter 4 - The Boston Manoeuvre

082 Part II - The Sochi Variation – 12.a3

087 Chapter 5 - The Main Stream

103 Chapter 6 - A Side Line

109 Chapter 7 - The Updated Modern Variation

119 Chapter 8 - The Alternative Way

127 Part III - The Modern Variation – 12.d5

129 Chapter 9 - The Main Stream

142 Chapter 10 - Vitaly Tseshkovsky’s Attack

146 Chapter 11 - The Doha Line

157 Chapter 12 - Svetozar Gligoric’s Plan

163 Part IV - The Geller/Karpov Variation – 12.Bc2

165 Chapter 13 - The Geller/Karpov Variation

177 Part V - Rare Variations

178 Chapter 14 - The Refutation of the Refutation – 11.Ng5

182 Chapter 15 - Albert Kapengut’s Idea – 11.Bg5

188 Chapter 16 - The Arkhangelsk Manoeuvre – 11.a4

198 Chapter 17 - The Szolnok Move Order – 11.a3

203 Chapter 18 - Oleg Romanishin’s Idea – 11.Nbd2 Bf8 12.Ng5

211 Part VI - The Saratov Variation, or a Way to Avoid the Repetition - 10...Nd7 11.Nbd2 exd4 12.cxd4 Bf6 13.Nf1 Na5 14.Bc2 Te8

213 Chapter 19 - The Saratov Variation – The Main Body

236 Chapter 20 - Two Move Orders

249 Index of Variations

251 Index of Names

255 Bibliography

Im fortgeschrittenen Jahr 2016 ist "The Zaitsev System" bei New In Chess (NIC) erschienen. Geschrieben hat es Alexey Kuzmin, früherer Mitarbeiter im Trainerstab von Anatoly Karpov und Sekundant von Alexander Morosewitsch. Schon zu seiner Zeit an der Seite von Karpov hat er begonnen, sich intensiv mit dem Saitzew-System (oder auch Flohr-Saitzew-System) zu befassen, wie es in Deutsch geschrieben wird. Er verfügt somit über eine Jahrzehnte lange Erfahrung, die ihn als Autor gerade für das vorliegende Werk qualifiziert. Es ist gespickt mit Neuerungen aus seiner Analyseküche und bietet in einem eigenständigen Teil eine Behandlungsweise der Eröffnung an, die als separate und neue Variante angesehen werden kann. Er bezeichnet sie als "Saratov-Variante", dazu später mehr.

Das Saitzew-System gehört zur Spanischen Partie und wird in der Behandlung des Buches über die Züge 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0-0 Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 d6 8.c3 0-0 9.h3 Lb7 10.d4 Te8 11.Sbd2 Lf8 erreicht. Es liegt in der Hand von Schwarz, ob es auf das Brett kommt, und der Nachziehende ist auch der Adressat von "The Zaitsev System". Mit seiner Wahl gibt er seinem Gegenüber allerdings die Möglichkeit in die Hand, über eine Zugwiederholung ein frühes Remis zu erreichen. Diesen Weg will Kuzmin durch "seine" Saratov-Variante verschließen. Wenn ihm dies in der Praxis dauerhaft gelingen sollte, würde diese beliebte Eröffnung sicher noch weitere Anhänger gewinnen, denn die frühe Remismöglichkeit in des Gegners Hand hält so machen Spieler von ihrer Wahl ab.

Weiß kann die Partie über 11.Sg5 Tf8 12.Sf3 Te8 13.Sg5 Tf8 14.Sf3 ins Remis dirigieren. Ein Weg zur Vermeidung liegt im Übergang in die Smyslow-Variante mit 12 ... h6.

Kuzmin, der übrigens eine enorme Ähnlichkeit zum früheren Fußball-Torhüter Oliver Kahn aufweist, hat das Buch in sechs Teile mit insgesamt 20 Kapiteln gegliedert. Es macht wenig Sinn, hier einen Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis abzubilden, weil er den behandelten Varianten teilweise eigene Namen gibt. Es ließe sich also kaum erkennen, was der Leser konkret hinter den einzelnen Einträgen zu erwarten hätte. Um dennoch die Inhalte zumindest grob skizzieren zu können, zeige ich nachstehend auf, womit jeweils die einzelnen Varianten eingeleitet werden.

Teil 1: 12.a4

Teil 2: 12.a3

Teil 3: 12.d5

Teil 4: 12.Lc2

Teil 5: 11. Sg5, 11.Lg5, 11.a4, 11.a3 und 11.Sbd2 Lf8 12.Sg5

Teil 6: The Saratov Variation, a Way to Avoid the Repetition": 10 ... Sd7 11.Sbd2 exd4 12.cxd4 Lf6 13.Sf1 Sa5 14.Lc2 Te8.

Davor findet der Leser noch ein Vorwort von Fabiano Caruana, ein weiteres Vorwort von Peter Svidler, eine Einführung von niemandem anders als Igor Saitzew, eine weitere Einführung von Alexey Kuzmin sowie "ein bisschen Geschichte" zur Variante im Buch.

Wie oben schon kurz angesprochen hat Kuzmin das Material aus der Sicht von Schwarz zusammengestellt. Dies bedeutet, dass alle wichtigen Zugalternativen für Weiß behandelt werden, für Schwarz aber nur jene, die des Autors Empfehlung sein sollen.

"The Zaitsev System" soll ein Handbuch sein und ist es auch. Kuzmin legt einen Schwerpunkt auf verbale Kommentare. Über sie gibt er durchgehend eine Anleitung, wie das System zu spielen ist. Er zeigt die Strategie auf, macht auf die taktischen Aspekte aufmerksam und wird hierdurch nicht müde, den Leser verstehen zu lassen. So kann ich versprechen, dass der konzentriert mit dem Werk arbeitende Leser im Anschluss bestens weiß, wie er in seiner eigenen Partie vorgehen muss. Aus seinem über das Buch gewonnenem Verständnis heraus wird er die Züge finden, die in seiner jeweiligen Brettsituation angeraten sind, und ist nicht auf sein Gedächtnis angewiesen. Angesichts dessen, dass das Saitzew-System erst nach einigen Anfangszügen erreicht wird, dürfte ohnehin die Mehrzahl der Klubspieler bald danach an der Grenze der eigenen Erinnerungsfähigkeit angekommen sein.

Im Aufbau erinnert mich das Werk ein wenig an einen interessanten Vortrag, der unterstützt von an die Wand geworfenen Folien gehalten wird. Die erste Seite eines Kapitels zeigt wie eine Agenda-Folie den Überblick über die Ausgangszugfolge, behandelte Varianten und theoretisches Neuland. Die jeweils letzte Kapitelseite präsentiert eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnis und hält für den Leser fest, was er auf den Punkt gebracht für sich mitnehmen soll. Und dazwischen liegt viel Vortrag.

Ohne dass ich dies als nachteilig empfinde, wirkt das Werk auf mich insgesamt etwas "unaufgeräumt". Eben wie in einem Vortrag geht Kuzmin Thema für Thema durch. Als Leser folgt man ihm und nimmt quasi einen Informationsstrahl auf. Das Werk ist gut geordnet, aber es ist nicht immer leicht, den Überblick zu bewahren. Innerhalb der Kapitel gibt es Varianten, die sich weiter gliedern und untergliedern. Die Systematik wird in der Form einer Mischung aus (römischen) Zahlen und Buchstaben erreicht. Im Variantenverzeichnis am Ende des Werkes sind die Nummerierungen aber nicht übernommen worden.

Indem sehr Platz sparend kein Absatz oder mehr nach einer Variante gemacht wird, findet das Auge des Lesers nicht immer sofort im Text die Stelle, die er konkret aufsuchen möchte, z.B. bei einem Zurückschlagen zu einer vorher bearbeiteten Zugfolge.

Kuzmin hat eine sehr angenehme Art der Darstellung. Er plaudert nicht selten geradezu, wirft Anekdoten ein, zitiert jemanden, z.B. einen Philosophen, oder erzählt etwas aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz. So macht es Spaß, sich mit dem Material zu beschäftigen. Das Buch gibt also genügend Motivationsspritzen, um den Leser bei der Stange zu halten.

Der schon in der Saitzew-Variante erfahrene Spieler wird zudem mit Spannung verfolgen, welche Neuerungen er im Buch findet. Dabei ist festzuhalten, dass es zahlreiche mit einem "N" und damit als Neuerung markierte Züge im Werk gibt.

Bemerkenswert ist, dass Kuzmin rechnergestützt nach seinen Empfehlungen gesucht hat, aber die Empfehlungen des Computers um einen menschlichen Faktor ergänzt hat. Dies ist besonders ein Vorzug für den Leser, der die Saitzew-Variante im Brettschach einsetzen möchte. Ihm wird eher nicht eine Variante empfohlen, die der Rechner allemal halten würde und die er deshalb mit einer guten Bewertung klassifiziert, sondern jene, die Kuzmin auch am Brett von einem Menschen für spielbar ansieht.

Er sagt an einer Stelle im Text aus (Seite 69), dass er nicht mehr gerne aktuelle Fernschachpartien für seine Arbeit nutzt. Dies begründet er damit, dass er bei ihnen einen menschlichen Faktor vermisst und sie nur wie vom Computer gespielt aufwarten. Dies ist schlüssig hinsichtlich seines Anspruches, nur von ihm persönlich nachvollziehbare und damit "menschliche" Züge zu empfehlen. Nicht so ganz schlüssig ist seine Aussage aber zu einer Bemerkung an anderer Stelle (Seite 37), dass es außerhalb von forcierten Zugfolgen fast immer mehrere Zugalternativen gibt (zwei oder drei), die gespielt werden können, ohne dass der Verzicht auf eben einen anderen Zug ein Fehler wäre. Genau dies aber zeigt auch ein Rechner auf. Er bietet mehrere Züge mit akzeptablen Bewertungen an. Und in dieser Auswahl sind zweifellos auch die Züge zu finden, die Kuzmin als "menschliche" Züge ansieht und empfiehlt. Nur der Fernschachspieler, der immer einen Enginezug übernimmt, der einen vielleicht noch so kleinen Bewertungsvorteil anzeigt, kann eine Partie produzieren, deren Züge in einen Vorbehalt gegen Fernpartien allgemein passen.

Die Buchsprache ist Englisch und es kommt reichlich Text vor. Dennoch sind die Anforderungen an den Fremdsprachler nicht allzu hoch. Mit einem ordentlichen Schulenglisch kommt man allemal zurecht.

Fazit: Ich bewerte "The Zaitsev System" als ein sehr gutes Buch, um diese Eröffnung mit Schwarz in der Spanischen Partie verstehen und spielen zu lernen. So kann ich es sehr zum Kauf empfehlen und dies besonders auch für den Spieler am Nahschachbrett.

Uwe Bekemann

www.BdF-Fernschachbund.de


Nach 1.e4 ist die klassische Antwort e5 auf dem Büchermarkt so populär wie nie zuvor. Auf der einen Seite gibt es danach für beide Seiten viele Möglichkeiten zu Abweichungen, auf der anderen aber auch immer wieder neue Erkenntnisse. Dabei gibt es auf der einen Seite vollständige Repertoirebücher wie zum Beispiel "Playing 1.e4 e5" von Nikolaos Ntirlis aus dem Quality Chess Verlag, aber auch solche, die aus Platzgründen alles außer der Spanischen Eröffnung, die nach 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 entsteht, beinhalten wie zuletzt "The Open Games with Black" von Martin Lokander von Everyman Chess. Um die dadurch entstehende Lücke zu füllen, gab es darum zuletzt auch verschiedene reine Abhandlungen zur Spanischen Eröffnung.

In "The Zaitsev System" möchte uns nun der russische Großmeister Alexei Kuzmin die Variante aus dem Buchtitel näherbringen, die nach den Zügen 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.0-0 Le7 6.Te1 b5 7.Lb3 d6 8.c3 0-0 9.h3 Lb7 10.d4 und dann Te8 entsteht. Abweichungen vor dem zehnten Zug werden leider nicht besprochen.

Der Autor hat sich mit dem Buch viel Mühe gegeben und beschreibt sehr detailliert die Geschichte der verschiedenen Varianten. Man erfährt etwas über ihre Ursprünge, über ihre ersten Einsätze in Partien und Stück für Stück werden die verschiedenen Ideen für Weiß wie für Schwarz beschrieben inklusive Neuerungen. In einer solchen stimmungsvollen Atmosphäre habe ich Eröffnungsbücher bisher noch nicht erlebt.

Es beginnt mit den Grundideen und Zugfolgen des Systems, das ursprünglich als schlecht für Schwarz galt und dann von Igor Zaitsev dank neuer Ideen rehabilitiert wurde. Nach dieser Einleitung geht anschließend gleich in die Vollen. Nach den oben genannten Zügen und 11.Sbd2 Lf8 gibt es im zwölften Zug bekannte Nuancen.

Zuerst wird zum Beispiel Kasparovs 12.a4 beleuchtet, das in seinen Matches gegen Anatoly Karpov in den Weltmeisterschaftskämpfen in den 80er Jahren eingesetzt wurde. Man erfährt daneben natürlich auch vieles über die Kämpfe selbst und wie sie diese Variante entwickelt haben. Der Autor lässt sich oft Zeit und hetzt nicht von Variante zu Variante. Er zeigt auch kein starres Repertoire, sondern verschiedene Ideen. Verständnis wird hier groß geschrieben! Neben Karpovs 12. ...h6 wird auch 12. ...Sa5 betrachtet. Dieser Zug soll den klassischen Zentrumsangriff c5 einleiten und wurde von den Großmeistern Alexander Beljavsky und Alexander Morozevich in verschiedener Art und Weise interpretiert. So lernt der Leser die schwarzen, aber auch weißen Möglichkeiten gut kennen und kann sich später für sein Repertoire die Idee herauspicken, die ihm am meisten zusagt. Danach geht es weiter mit 12.a3, 12.d5 hin zu 12.Lc2, die ebenfalls auf verschiedene Art und Weise von Schwarz erwidert werden können, ehe natürlich auch Abweichungen von Weiß im 11. Zug behandelt werden.

Ein klassisches Problem in der Zaitsevvariante ist, dass Weiß nach 10. ...Te8 mit 11.Sg5 Tf8 12.Sf3 eine Zugwiederholung erzwingen kann. Das hat mich persönlich immer abgeschreckt, das System weiter zu analysieren, da ich häufig gegen schwächere Gegner antrete, denen das natürlich gelegen kommt.

Zuletzt gab es dazu aber auch eine neue Idee, die zum Abschluss des Buches behandelt wird. Der Autor ist dabei wie auch zuvor sehr ehrlich und teilt dem Leser klar mit, dass er sie persönlich für recht riskant hält, aber wenn man mit Schwarz gewinnen möchte, muss man sowas in meinen Augen manchmal eingehen. Die Variante, die er Saratovvariante tauft, entsteht über 10. ...Sd7 11.Sbd2 exd4 12.cxd4 Lf6 13.Sf1 Sa5 14.Lc2 Te8. Der frühe schwarze Tausch auf d4 gibt Weiß mehr Freiheiten im Zentrum, aber Schwarz setzt auf Figurendruck gegen dieses. Man könnte die Variante zum Beispiel nach 10. ...Te8 11.Sg5 Tf8 12.Sf3 und dann Sd7 als Nebenwaffe einsetzen, wenn einem ein Remis nicht ausreicht. Schwarz spielt nach 14. ...Te8 bald c5 und nach weißem d5 erinnert die Struktur an das dynamische Moderne Ben Oni, das meist nach 1.d4 Sf6 2.c4 c5 3.d5 e6 4.Sc3 exd5 5.cxd5 d6 6.e4 g6 nebst Lg7 entsteht und zum Spielen auf Gewinn hervorragend geeignet ist.

Wenn Weiß hingegen nach 14. ...Te8 15.Sg3 g6 16.Lh6 Sc4 17.b3 Sa3 18.Ld3 c5 mit 19.Lf4 die Spannung aufrecht erhält, ist Sf8 mit der Idee Se6 ausreichend für Schwarz. Da die Variante noch frisch ist, gibt es zahlreiche neue Ideen des Autoren, aber auch in den früheren Kapiteln geizt er nicht mit Neuerungen für beide Seiten. Man merkt ihm an, dass ihm die Variante sehr am Herzen liegt.

Insgesamt bietet uns GM Kuzmin ein sehr gutes Eröffnungsbuch zu der Zaitsevvariante in der Spanischen Eröffnung. Als Ergänzung, auch zu Abweichungen vor dem 10. Zug, könnte man "The Spanish Main Road" von Evgeny Solozhenkin aus dem Chess Stars Verlag zu Rate ziehen. Dort wird zwar leider vorrangig mit Varianten und kaum Text gearbeitet, es behandelt jedoch auch die hier vorliegende Variante gegen Spanisch und dazu auch noch alles weitere, das man nach 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 wissen muss.

IM Dirk Schuh

November 2016

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