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Artikelnummer
LOKRYAWG2G4

Attacking with g2-g4

The Modern Way to Get the Upper Hand
Eigenschaften

288 Seiten, kartoniert, New in Chess, 1. Auflage 2019

19,95 €
Inkl. 7% MwSt., zzgl. Versandkosten

The secret of its success may be its anti-positional look. The pawn thrust g2-g4 is often so counter-intuitive that it’s a perfect way to confuse your opponents and disrupt their position. Ever since World Champion Mikhail Botvinnik started using it to defeat the elite grandmasters of his day, it has developed, on all levels of play, into an ever more popular and attractive way to fight for the initiative.

Grandmaster Dmitry Kryakvin owes a substantial part of his successes as a chess player to the g2-g4 attack. In this book he shows how it can be used to defeat Black in a number of important Closed and Semi-Closed Defences and Flank Openings: the Dutch, the Queen’s Gambit, the Nimzo-Indian, the King’s Indian, the Slav and several variations of the English Opening.

With lots of instructive examples, Kryakvin explains the ins and outs of the attack on the g-file: the typical ways to gain tempi and keep the momentum, and the manoeuvres that will maximize your opponent’s problems. After working with this book you will be fully equipped to use this modern battering ram to define the battlefield. You will have fun and win games!

Dmitry Kryakvin is an International Grandmaster from Russia and an experienced chess trainer and author.

Weitere Informationen
Gewicht 840 g
Hersteller New in Chess
Medium Buch
Erscheinungsjahr 2019
Autor Dimitry Kryakvin
Sprache Englisch
Auflage 1
ISBN-13 9789056918651
Seiten 288
Einband kartoniert

006 Explanation of symbols

007 Preface

009 Part I Botvinnik’s heritage

010 Chapter 1: A cultural check

021 Chapter 2: Heavy artillery

034 Chapter 3: Isaak Lipnitsky’s favourite position

039 Part II The Dutch Defence

041 Chapter 4: The Krejcik Gambit

049 Chapter 5: Attacking with a cast-iron alibi

065 Chapter 6: A pistol shot against the Stonewall

075 Part III The Queen’s Gambit Declined

076 Chapter 7: Strolls with the Queen’s Gambit

105 Part IV The Nimzo-Indian Defence

106 Chapter 8: Even if the Devil is helping you

124 Chapter 9: In the footsteps of a great rivalry

131 Part V The Anti-Nimzo-Indian

132 Chapter 10: The Groningen Attack, or Zviagintsev-Krasenkow Variation

148 Part VI The Slav Defence

152 Chapter 11: The Shabalov-Shirov Gambit

194 Chapter 12: Inverted chess

217 Part VII The King’s Indian Defence

219 Chapter 13: The Portisch-Gipslis Variation

233 Chapter 14: The Riazantsev Variation

244 Chapter 15: The secret nooks and crannies of the Makogonov Variation

257 Part VIII The Grünfeld Indian Defence

258 Chapter 16: The Murey Attack

264 Chapter 17: 21st century creations

275 Index of names

281 Index of variations

287 Bibliography

288 Author’s biography

»Krjakwin«? Nie gehört? Kein Wunder, es handelt sich um einen der zahllosen »namenlosen« russischen Großmeister um Elo 2600.

»Namenlos« auf diesem Gebiet tut seinen literarischen Qualitäten indessen keinen Abbruch: bei seinem dritten auf Englisch erschienenen Buch handelt es sich um ein unbedingt lesenswertes!

Angriff mit g2-g4 hört sich nach krachenden Attacken mit heterogenen Rochaden an, wie sie vor allem im Offenen Sizilianer anzutreffen sind. Man könnte falscher nicht liegen: der Autor untersucht alle Spielarten, in denen der Aufzug des g-Bauern zu einem frühen Zeitpunkt, also in der Eröffnung, erfolgt - alle außer nach 1. e4!

Sämtliche geschlossene Systeme mit 1. d4, 1. c4 bzw. 1. Sf3 werden hinsichtlich einer beschleunigten Bewegung des magischen g-Bauern abgeklopft, wobei dieser Vormarsch nicht unbedingt mit Mattgedanken einhergehen muss. Oft geht es um Raumgewinn am Königsflügel im Verbund mit der Vertreibung des Sf6, um anschließend das Zentrum zu erobern. Die Systeme sind somit vielschichtig, zum Teil etwas extravagant und größtenteils erst in den letzten Jahren populär geworden. Was früher als exzentrisch galt, ist mittlerweile akzeptierter Bestandteil des Eröffnungsbusiness. Überwiegend geht es dabei seriös zu, aber manches im Buch, wie zum Beispiel der antislawische Aufbau ohne d2-d4, aber mit frühem Th1-g1 nebst g2-g4, trägt immer noch Offbeat-Charakter.

17 Varianten bietet Krjakwin in ebenso vielen Kapiteln an, neben Nimzowitsch- und Damenindisch gibt es das Orthodoxe Damengambit, Halbslawisch (Schabalow-Schirow-Gambit), Holländisch (Stonewall) und verschiedene Königsinder, alles mit g2-g4. Das zeigt uns, wie omnipräsent ein Vorgehen mit dem Springerbauern ist und welche Blüten die schachliche Kreativität treibt - bzw. immer schon trieb! Krjakwin nimmt uns mit auf eine Zeitreise und zeigt uns die Anfänge, die er beim »Patriarchen« ausmacht. Botwinnik spielte verrückte Partien mit g2-g4, als er noch keine 20 Jahre alt war!

Seine g4-Kreationen sind gewiss nicht das Erste, woran man bei Botwinnik denkt, aber sie waren erstaunlich zahlreich. Die wohl bekannteste stammt aus dem ersten WM-Match gegen Smyslow.

"'Alles ist schon dagewesen', Ben Akiba sprach's, der greise, doch wo er den Spruch gelesen, das verheimlicht er uns weise." Botwinnik steht - zumindest für Krjakwin - am Anfang! Der Autor ist 1984 geboren, 36 Jahre alt, und muss in den 1990ern Schach gelernt haben. Zumindest damals war man also noch den Traditionen der Russischen oder Sowjetischen Schachschule verhaftet! Krjakwin streift bei seinen Exkursen aber auch Meister anderer Provenienz, hat die Quellenlage gut studiert und weiß Geschichten aus allerlei Schachkulturen und Epochen zu berichten, was der Kurzweiligkeit der Lektüre überaus zuträglich ist. Überhaupt gefällt mir das Konzept, jede Variante mit ihrer Entstehungsgeschichte und Entwicklung darzustellen.

Es handelt sich nicht um ein Repertoirebuch, bei dem es gilt, die Empfehlung anzupreisen wie Sauerbier. Es geht vielmehr darum, dem Leser den Geist der g4-Kultur zu vermitteln, auf dass er sich selbst damit erproben kann. Dabei bleibt der Autor nüchtern, sachlich und objektiv und zeigt auch die Grenzen der g4-Ideen auf - aber es geht immer um kreatives Schach, das ihn begeistert, deshalb sprüht auch das Buch von kreativem Geist!

Die einzelnen Kapitel haben originelle Titel, wie zum Beispiel das Kasparow-Zitat »Even if the devil ist helping you« (dt.: Selbst wenn der Teufel dir hilft). Hier wird der Bogen von Botwinniks berühmtem Sieg gegen Capablanca beim AVRO-Turnier 1938 über Kasparow-Polgar, Tilburg 1997, bis hin zu Anand-Carlsen, der 9. WM-Partie 2013 in Chennai, geschlagen. Es geht um den nimzo-indischen Sämisch-Aufbau mit f2-f3, bei dem Weiß zum zentralen Vorstoß e3-e4 kommen will, um mit seiner wuchtigen Bauernmajorität am Königsflügel zu punkten. Dafür ist es sehr nützlich, zunächst mit g2-g4 Raum zu greifen und anschließend den Königsspringer nach g3 zu führen. Weiß steht dann zu g4-g5, e3-e4, Sg3-f5 usw. bereit.

Krjakwin erläutert, wie Carlsen auf die Idee kam, die seit Botwinnik für Schwarz als äußerst riskant geltende Struktur in so einer wichtigen Partie aufzugreifen. Er wurde von Partien bei einem »Freestyle-Wettbewerb« auf einem Internetserver 2006/2007 inspiriert, bei dem sich die Spieler der Hilfe von Computern/Engines bedienen durften. Unter dem Pseudonym Zacks gewannen die Amerikaner Steven Crampton und Stephen Zackery das Turnier, wobei sie Gerüchten zufolge Hilfe von Kasparow höchstselbst erhielten. Darauf später angesprochen, erwiderte Garri lachend: »Selbst wenn sie Hilfe vom Teufel erhalten hätten, wäre das von den Regeln her nicht verboten gewesen!«

IM Frank Zeller

SCHACH 12/2020

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