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Art.-No.: LXAAGEACCOMP1
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Excelling at chess - Compilation Vol. 1

359 pages, paperback, Everyman, 1. edition 2017.

€20.95
Incl. 7% Tax, excl. Shipping Cost

Zusammenstellung der beiden Titel

  • Excelling at Technical Chess

  • Excelling at Positional Chess

Compilation of the two books

  • Excelling at Technical Chess

  • Excelling at Positional Chess


Excelling at Technical chess:

'And the rest is a matter of technique' is an annoyingly common phrase used in chess literature. The implication from the author is that the task of converting a typically winning position into a full point or converting a drawing position into half-a-point is relatively straightforward. However, as all of us practical players realise, it's not always a simple as this, and many hard-earned points are wasted through 'a lack of technique'.

In this valuable book Jacob Aagaard aims to solve this perennial problem. He arms the reader with several endgame weapons that every strong technical player has in his toolbox. These include important skills such as schematic thinking, domination, preventing counterplay, building fortresses and utilising zugzwang. These tools are illustrated in deeply analysed games containing numerous different themes. A serious study of this book will ensure that the reader need no longer need fear the word 'technique'!

  • Ideal for club and tournament players

  • Includes all the principal tools of technique

  • Written by an experienced endgames expert


Excelling at Positional Chess:

In this book, International Master Jacob Aagaard selects many original examples of positional chess, the creme de la creme of those that he uses for training and study. Aagaard also delves deeply into the ideas of positional evaluation and analysis. Jacob Aagaard is an International Master from Denmark.

Positional chess remains a mystery to many and yet an understanding of the finer points of the game so often makes the difference between two equally matched players. Improve your positional play and you will see chess in a totally new dimension! In this unique book, International Master Jacob Aagaard selects many original examples of positional chess, the crème de la crème of those that he uses for training and study. Aagaard also delves deeply into the ideas of positional evaluation and analysis.

  • Teaches how to mix calculation with evaluation

  • Contains many original exercises

  • Written by a battle-hardened expert

Jacob Aagaard is an International Master from Denmark who has earned himself a deserved reputation as an industrious and no-nonsense chess author. His previous works for Everyman include Queen's Indian Defence, Meeting 1 d4 and Excelling at Chess, which won the prestigious 2002 ChessCafe.com Book of the Year award after being very well received by reviewers and the chess public alike.

Details
Language English
Author Aagaard, Jacob
Publisher Everyman
Edition 1.
Medium Book
Weight 510 g
Width 15.2 cm
Height 22.8 cm
Pages 359
ISBN-13 9781781944462
Year of Publication 2017
Binding paperback
Contents

Excelling at Technical Chess:

005 Bibliography

007 Acknowledgements

009 Chapter One: The Endgame

011 What is the endgame?

012 Keep your strongest piece active!

015 Chapter Two: Seven Technical Tools

015 1) Schematic thinking

025 2) Weaknesses

025 The basic definition of a weakness

026 Basic pawn weaknesses

029 Potential weaknesses and the creation of weaknesses

033 Hooks

042 Pawn islands

050 Doubled pawns

053 3) Domination

064 4) Do not hurry, and the prevention of counterplay

070 The prevention of counterplay

075 5) Passed pawns

090 6) How to arrange your pawns in the endgame

098 7) Freaky aspects of the endgame

100 Zugzwang

107 Stalemate

111 Fortresses

113 Attack on the king

119 Absurd examples

126 Chapter Three: Advanced Ideas

127 Broadening

129 Tying the knot

135 Good knight vs. bad bishop

145 When bishops are stronger than knights

157 Pure bishop endgames

162 The advantage of two bishops in the endgame

170 Technique as a way of playing

177 Complex examples


Excelling at Positional Chess:

04 Acknowledgements

05 Bibliography

07 Introduction

10 1 Simple Truths

23 2 Primary Concepts

35 3 Defining Weaknesses

45 4 Squares - And How Pieces Exploit Them

55 5 Analysing Your Own Games

62 6 Positional Sacrifices

66 7 Positional Exercises

85 8 Solutions to Exercises

Excelling at Technical chess:

Der Schachautor Jacob Aagaard hat sich durch seine überzeugenden Wer­ke längst einen Namen gemacht, doch die Geschwindigkeit, mit der er mo­mentan gute neue Bücher auf den Markt bringt, ist schon verblüffend. Erst in der letzten Ausgabe konnten wir Ihnen den dritten Teil seiner "Excelling"-Reihe vorstellen, in dem er sich mit dem Kombinationsspiel und dem Erkennen und Ausnutzen taktischer Gelegenheiten beschäftigte.

Nun sind bereits die praktisch gleichzeitig erschienenen Bände vier und fünf dieser Reihe auf dem Markt, auf die wir nun eingehen wollen.

Zunächst einige Worte zu "Excelling at Chess Calculation - Capitalising on Tactical Chances". Dies klingt wie eine Ergänzung zum be­reits erwähnten dritten Band "Excelling at Combinational Play".

Hier geht es Aagaard jedoch vorran­gig um die verschiedenen Aspekte, die bei der Berechnung von Zügen eine Rolle spielen, sowie natürlich um Ansätze für eine Verbesserung.

Bei einigen Themen greift Aagaard dabei die Arbeiten anderer Autoren auf und präsentiert seine Sicht der Dinge, bei anderen zeigt er interes­sante Möglichkeiten, die weniger be­kannt sind.

Im Mittelpunkt steht zunächst die Frage nach Kandidatenzügen. Wann und wie soll man zu dieser Methode greifen, was sind Vor- und Nachteile?

In den fol­genden Kapi­teln geht es dann z.B. um die Frage, wann eine ausführliche Berechnung angebracht ist, welche wichtige Techniken dabei einge­setzt werden können, und wie man bei diesem sehr nüchtern und technisch an­mutenden Vorgang auch Kreativität und kombinatorische Vorstellungs­kraft ins Spiel bringen kann.

Nach acht Kapiteln mit rund 130 Seiten, die viele interessante Themen und praktische Ansätze sowie zahlrei­che ausführlich kommentierte Bei­spiele behandeln, folgt abschließend eine schöne Sammlung von 100 Übungsaufgaben, die Ihnen die Möglichkeit bieten, die verschiedenen Themen noch einmal intensiv zu trai­nieren.

Der zweite neue Band ergänzt dies, denn in "Excelling at Technical Chess - Learn to Identify and Exploit Small Advantages" geht es um sieben wich­tige technische Hilfsmittel für das Ausnutzen kleiner Vorteile. Dieses Thema rückt vor allem im Endspiel bzw. beim Übergang ins Endspiel in den Mittelpunkt und kann hier als Vorstufe zur eigentlichen Berech­nung der Züge gesehen werden.

Die in diesem Buch vorgestellten Methoden umfassen beispielsweise schematisches Denken, das Ausnut­zen verschiedener Formen von Schwächen (z.B. Bauerninseln), das Verhindern von Gegenspiel, Freibau­ern, die richtige Anordnung der Bau­ern im Endspiel sowie verschiedene Besonderheiten wie Festungen, Zug­zwang oder den Angriff auf den König.

Dies alles bildet den eigentlichen Kern des Buches, doch im letzten Drittel behandelt Aagaard auch noch einige fortgeschrittene Themen, die sich vorrangig um verschiedene As­pekte von Läufern und Springern im Endspiel drehen.

Aagaard hat für dieses anspruchs­volle Thema viele gute Beispiele ausgewählt und schön kommentiert, so dass wir dieses Buch, genauso wie den zuvor vorgestellten Band, jedem ambitionierten Schachfreund unein­geschränkt empfehlen können. Eine gewisse Bereitschaft, sich in die Ar­beit des Autors zu vertiefen und die Bücher nicht nur zu "überfliegen" sollte aber ebenso vorhanden sein wie ordentliche Englischkenntnisse.

Der einzige kleine Wermutstropfen ist für mich der Preis, der wie beim dritten Band bei jeweils 26,50 Euro liegt, obwohl beide Bücher einen um rund 50 Seiten deutlich kleineren Umfang haben.

Schachmarkt 01/2005


Excelling at Positional Chess:

Jacob Aagaard ist ein 30-jähriger dänischer IM, studierter Sprachwissenschaftler und Autor vieler Eröffnungsbücher. 2001 erschien sein Leitfaden Excelling at Chess (s. RE 2/2002, S. 88); trotz inhaltlicher und handwerklicher Mängel verkaufte sich das Buch gut, also legt Aagaard jetzt nach mit einem ähnlich klingenden Titel: einer Sammlung positioneller Aufgaben. Um die Probleme zu lösen, braucht es einen Plan - und geeignete Züge, ihn umzusetzen. Wie aber finde ich diese "Kandidatenzüge"? Kotow hatte in seinem Klassiker Denke wie ein Großmeister (1986) den Begriff geprägt, um dann zu erklären, wie mittels Variantenbaum und dessen Durchforstung der Spitzenkandidat zu küren sei. Seither plagen sich die Amateure mit der Frage, wie K-Züge überhaupt erkannt werden? - wenn man (noch) kein GM ist. Die K-Frage rief inzwischen etliche Analyse-Gurus mit ihren Fibeln auf den Plan, uns Amateuren auf die strategischen Sprünge zu helfen. Zwei der bekanntesten sind der Russe Mark Dworetsky, er bedient mehr die schachliche Oberschicht (Positionelles Schach, 1996), und Jeremy Silman, der kalifornische ,chess instructor' für die weniger Bemittelten im DWZ-Bereich 1200 bis 2200 (Reassess Your Chess, 1994; R. Y. Ch. Workbook, 2000). Mutig geworden nach seinem jüngsten Bucherfolg, fühlt Jacob Aagaard sich nun auch berufen, hier mitzumischen mit seinen Excelling-Büchern (ca. 1800-2400).

Alle drei sind IM, alle drei bieten ihr spezielles Sortiment von Werkzeugen (Konzepten) an, mit denen der Leser eine Stellung fachgerecht zerlegen soll, um dann strategisch aussichtsreiche Konsequenzen zu ziehen: den richtigen Plan finden. Die Konzepte ähneln sich, Gezänk um die Frage, wer von wem abkupferte, war abzusehen. Aagaards neues Buch bietet auf 176 Seiten zweierlei: Der Theorieteil stellt das "Primäre Konzept" (Primary concept) vor und vertiefenden Stoff dazu. Der Praxisteil mit den Aufgaben und Lösungen ist das Kerngeschäft des Buches, dort soll die Theorie angewendet werden. Hier einige Details aus dem Aagaard-Konzept - der Leser mag selbst entscheiden, wie weit ihm die Ideen neu sind:

Figurenvergleich: Wie stehen meine Leichtfiguren im Vergleich zu denen des Gegners, meine Türme, die Dame? Meine am schlechtesten platzierte Figur tausche ich entweder ab oder suche ein besseres Feld für sie. Der Figurenvergleich bessert das Gespür für die Stellung allgemein und schärft den Blick auf Abtausch-Aktionen und deren positionelle Folgen.

Ideale Felder, Aagaard spricht auch von der "Weihnachtsübung" (Christmas exercise): Der Spieler fragt im inneren Zwiegespräch seinen Damenspringer: "Mein lieber S, wenn jetzt Weihnachten wäre und du einen Wunsch (Feld) frei hättest, wo wolltest du jetzt stehen?" Hat der Spieler mittels Figurenvergleich erkannt, dass sein Sd2 zu wenig leistet im Vergleich zur gegnerischen Cavallerie, hilft die Weihnachtsfrage beim Suchen nach der optimalen Aufstellung.

Welche Figur steht am schlechtesten? - eine weitere elementare Frage, die dem unschlüssigen Spieler zeigen kann, wo Handlungsbedarf besteht.

Die vertiefenden Kapitel erklären, was eine Schwäche allgemein ist, zeigen schwache Felder und wie sie genutzt werden könnten. Am Beispiel etlicher Partiefragmente erklärt der Autor die verschiedenen Arten von strukturellen und temporären Schwächen und geht auf die Dynamik der Figuren ein (S versus L, allgemeine Überlegungen zu den Schwerfiguren, Rochaderecht und dessen Verlust, u. a.). Im nächsten Kapitel meint Aagaard, zwar würde dem Amateur immer geraten, seine eigenen Partien zu analysieren; wie das effektiv zu machen sei, würde aber keiner sagen. Also schrieb er sechs Seiten über das ric htige Analysieren samt Checkliste mit 8 Punkten.

Es folgen vier Seiten über positionelle Opfer, dann geht es los mit den 108 Aufgaben - und die sind starker Tobak: Fast alle Stellungen wurden dem GM-Schach der 90er-Jahre entnommen, viele Karpow-Partien sind darunter. Zum Lösen soll der Leser sich 15 bis 20 min. Zeit nehmen für jedes Diagramm, Hilfen gibt es keine. Die meisten Stellungen sind weder "schön" noch besonders aufregend, also praxis-nah: Aus einem ruhigem Aufbau heraus soll die Initiative erkämpft oder trotz lausigem Königsflügel ein Remisweg gebahnt werden. Den Textzug der Prominenz zu finden reicht dem Autor natürlich nicht - der Leser muss auch den richtigen Plan fassen, begründen und realisieren (Abspiele zeigen). Bei einigen Aufgaben griffen auch die GM daneben; Aagaard begründet dann eingehend seine Verbesserung und zeigt auch längere Varianten. Der Lösungsteil umfasst 92 Seiten. Jede Partie wird ab Diagramm bis zum Ende referiert, nach der kritischen Phase meist ohne Kommentar. Die Lösungen beginnt der Däne immer mit einer allgemeinen Einschätzung, um so den richtigen Plan plausibel zu machen. Seine Stellungsdiskussion könnte manchmal ausführlicher sein. Hier Aufgabe 59 (Short - Kasparow, Amsterdam 1996):

(DIAGRAMM)

Weiß zieht!

" White has a clear static advantage. His isolated e5-pawn is a strength rather than a w eakness a s it controls key squares in the heart of Black's camp, denying access to the defender 's pieces. Additionally White has more territory under his control as well as the advantage of the two bishops. Therefore the plan should be to prevent counterplay, improve the position to its maximum and then the winning combination should come about by itself. So the first part of the plan is to prevent counterplay. The only way for Black to gain any is to eliminate the bishop on d4, hence White 's next. "

19.b4! " This is better than 19.Qe3 because the queen is already fantastic on e4 and there is no need to be tied down to monitoring c5. One should also calculate 19.. Rc8 20. b4 Bxb4." 19...Ng7 20.g4! "Not to be allowed is Ng7-f5xd4 etc. Now Black's counterplay has been nipped in the bud, leading us to the improvement phase. " 20...h5 21. h3 a5 22. a3 Rd7 23. Rf3 Qd8 24. Rb1 Bg5 25. Rbf1 ab4 26. ab4 Be7 27. Rb1?? "[...] White could have won with 27. gh5 Nxh5 28. Rxf7! Rxf7 29. Rxf7 Kxf7 30. Qxg6+ Kf8 31. Qh6+ Ng7 32. Bg6! and mate will follow". Nach dem fehlerhaften 27.Tb1?? folgte Remis nach 43 Zügen.

Die Konzepte des Autors, seine ,tools' (Werkzeuge) aus dem Theorieteil, verhalten sich zu den gestellten Aufgaben wie der Werkzeugkasten aus dem Baumarkt zur Knochenchirurgie: Bohren, schrauben und sägen lassen sich Knochen auch damit leidlich - ob es dem Patienten (der Stellung) hinterher besser geht, ist eine andere Frage. Geeignetes Werkzeug ist wichtig, wie geschickt der Operateur (Spieler) damit umgeht, ist es noch mehr. Die Aufgaben sind anspruchsvoll bis sehr schwer, auch Titelträger werden ins Grübeln kommen. Der Autor testete die Übungen via Internet an seinen Schachschülern - sicher steckt viel Arbeit in den Analysen. Alle Diagramme werden im Lösungsteil wiederholt; der Leser muss also nie zurückblättern, er kann die Erklärungen fortlaufend studieren wie ein kleines Lehrbuch - der Lerneffekt ist groß.

Gelegentlich notiert Aagaard zu einer Stellung, dies oder jenes Merkmal sei typisch für eine bestimmte Eröffnungsvariante. Warum nennt er nicht durchgängig Eröffnungen oder ECO, aus denen die Aufgaben entstanden? - das würde den Nutzen nochmals steigern (Stichwort ,typische Mittelspiel-Strukturen').

Nach der letzten Aufgabe endet das Paperback abrupt, der Autor spendierte kein Nachwort und der Verlag kein Partien- oder Spieler-Verzeichnis. Immerhin listet eine kleine Bibliografie im Vorspann alle zitierten Bücher auf, weiterführende Literatur nennt der Autor nicht.

Fazit: Excelling at Positional Chess stellt positionelle Aufgaben aus dem GM-Schach. Mit dem Theorieteil des Buches gibt der Autor zwar einiges Bordwerkzeug an die Hand, damit lassen sich die Probleme aber kaum knacken: Der Leser muss sein Analyse-Werkzeug schon selber mitbringen, also bereits im Kopf haben. Positionelles Schach mit hohem Anspruch - für Fortgeschrittene.

Dr. E. Rausch, Rochade Europa 09/2003

Aagaards Buch ist zweigeteilt. Die ersten 60 Seiten bringen allerlei Tipps zum positionellen Denken, garniert mit einer Heiratsvermittlung für einen seiner Schüler sowie einem Selbstvergleich des Autors mit Silman und Dworezki. Bescheidenheit war noch nie eine Tugend des dänischen IMs... Der eigentliche Kern des Buches ist der folgende Testteil mit 108 positionellen Übungsaufgaben. Der Leser muss ohne weitere Hilfestellung den richtigen Zug bzw. Plan in 108 Diagrammstellungen finden, die überwiegend Partien von Spielern mit Elo 2600+ entstammen. Allgemein erhielt Aagaard für diesen Teil des Buches gute Kritiken - gelungene Auswahl der Aufgaben (hier kann ich zustimmen) und aus­führliche Prüfung und Besprechung der Positionen (hier nicht). Tatsächlich bringt Aagaard im Lösungsteil fast ausschließlich die Informatoranalysen, verbal ausformuliert halt.

Die moderne computergestützte Analyse kann ganz schön desillusionierend sein! Die Regellosigkeit eines John Watson ("schlechte Läufer decken gute Bauern") war Aagaard, dem selbst ernannten letzten Vertreter der "reinen" positionellen Lehre, schon immer ein Dorn im Auge. Pech für Aagaard, dass er bevorzugt Beispiele von Karpow bringt, denn gerade dessen Informatoranalysen gelten nicht unbe­dingt als Muster für Objektivität und Präzision. Enttäuschung überkommt den geneigten Lernenden auch andernorts. Bei der Partie Gelfand-Kasparow, Linares 1994 (Inf. 60/397), berechnete ich lange Va­rianten mit 13. Sh5. Die Lösung lautet dann 13. Sge2, wobei Aagaard ganz beiläufig bemerkt, "ach, übrigens, in der Partie Kasparow-Jussupow, Linares 1993 (Inf. 57/398, HK), wurde hier 13. Sh5 gespielt, doch der Textzug ist stärker". Punkt, Ende. Es ist ein weit verbreiteter Schwachpunkt dieser Art von Testbüchern, dass die Autoren viel zu sehr auf die Textfortsetzung fixiert sind und alternative Vor­schläge kaum gelten lassen. Es werden ein paar Dia­gramme aus den Periodika zusammengestellt, ein bisschen Kommentatorensauce drübergegossen, und fertig. Einzig ein Autor macht das nicht so, nämlich Dworezki: Er lässt seine Übungsstellungen erst in Lehrgängen von Meisterspielern durchkauen, wo­durch sich häufig neue, kreative Lösungen des Stel­lungsproblems ergeben, auf die weder die Spieler noch die Erstkommentatoren gekommen wären. Zurück zu Aagaard: Trotz der beschriebenen Mängel bei der Bearbeitung ist das Übungsmaterial lehrreich, der Leser sollte sich nur meiner Vorbehalte bzgl. der Lösungen erinnern. Zielgruppe etwa Elo 1900-2300.

Harald Keilhack, Schach 01/2004

Excelling at chess - Compilation Vol. 1

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