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Art.-No.: LOKRYPTTA

Play the Trompowsky Attack

264 pages, paperback, Chess Stars, 1. edition 2018.

€20.95
Incl. 7% Tax, excl. Shipping Cost

With the efforts of Magnus Carlsen, the ancient attack 2.Bg5 has earned lately big popularity. The world champion posed problems in the Trompowsky to such opening experts as Vladimir Kramnik and Sergey Karjakin. He even employed the bishop sortie in the world title match against Karjakin.

The early attack on the black knight does not allow the Nimzo, the Gruenfeld or the King's Indian, which all require from White deep theoretical knowledge in well trodden lines. The Trompowsky brings on the board fresh, creative and complex positions.

The author bases his recommendations on his own tournament practice, with stern tests at a grandmaster level.

The book is aimed at a wide range of players.

Details
Language English
Author Kryakvin, Dimitry
Publisher Chess Stars
Edition 1.
Medium Book
Weight 350 g
Width 14.5 cm
Height 21.5 cm
Pages 264
ISBN-13 9786197188196
Year of Publication 2018
Binding paperback
Contents

006 Preface

Part 1. The Trompowsky Attack

1.d4 Nf6 2.Bg5

007 1 Rare; A) 2...b6; B) 2...d6; C) 2...e6

034 2 2...g6 3.Bxf6

045 3 2...c5 3.Bxf6

079 4 2...e6 3.e4

119 5 2...d5 3.Bxf6

148 6 2...Ne4 3.Bf4 Rare; A) 3...d6; B) 3...e6; C) 3...g6

171 7 2...Ne4 3.Bf4 d5 4.e3

210 8 2...Ne4 3.Bf4 c5 4.f3

Part 2. The Anti-Dutch

1.d4 f5 2.Bg5

238 9 Rare; A) 2...Nf6; B) 2...c5; C) 2...h6; D) 2...g6

260 Index of Variations

Früher galt der Trompowsky-Angriff, der seinen Namen seinem ersten großen Protagonisten verdankt, dem Brasilianer Octavio Trompowsky, als nicht vollwertig. Daran hat sich inzwischen einiges geändert. Zu dieser Entwicklung haben auch mehrere große Spieler beigetragen, so wie Magnus Carlsen, der diese Eröffnung sogar im WM-Duell 2016 gegen Karjakin spielte. Ihren Anteil daran haben aber auch mehrere Autoren, die der Theorie dieser Spielweise Raum gegeben und an deren Ausarbeitung mitgewirkt haben. Für mich ist das aktuelle Standardwerk "Playing the Trompowsky“ von Richard Pert, 2013 erschienen bei Quality Chess.

Nunmehr ist "Play the Trompowsky Attack” hinzugetreten, dem diese Rezension gilt. Der russische GM Dimitri Kryakvin ist der Autor dieser 2018er Neuerscheinung, Herausgeber ist der Chess Stars Verlag aus Bulgarien.

Der Trompowsky-Angriff wird über die Züge 1.d4 Sf6 2.Lg5 eingeleitet. So ist er beispielsweise als Reaktion möglich, wenn Schwarz das Spiel in indische Gewässer überleiten möchte. Neben diesen Auftaktzügen behandelt Kryakvin in einem zweiten, viel kleineren Teil auch die Zugfolge 1.d4 f5 2.Lg5, bei der dieser Läuferausfall als Waffe gegen die holländische Verteidigung des Nachziehenden eingesetzt wird.

Kryakvin behandelt den Trompowsky-Angriff in acht Kapiteln wie folgt:

Teil 1

1.d4 Sf6 2.Lg5

1. Seltene Züge A) 2...b6; B) 2...d6; C) 2...e6

2. 2...g6 3.Lxf6

3. 2...c5 3.Lxf6

4. 2...e6 3.e4

5. 2...d5 3.Lxf6

6. 2...Se4 3.Lf4 Seltene Züge A) 3...d6; B) 3...e6; C) 3...g6

7. 2...Se4 3.Lf4 d5 4.e3

8. 2...Se4 3.Lf4 c5 4.f3.

Zum zweiten Teil mit 1 ... f5 ist eine Inhaltsangabe hier entbehrlich, weil sie nur aus einem Kapitel und schwarzen Alternativen im 2. Zug bestehen würde.

Mit einer Einschränkung nutzt Kryakvin für "Play the Trompowsky Attack“ den besonderen Aufbau vieler Bücher von Chess Stars, der sich durch eine Dreiteilung der Darstellungen in "Quick Repertoire“, "Step by Step“ und "Illustrative Games“ auszeichnet. In diesem Buch gibt es keine Partien, die den Praxiseinsatz der besprochenen Spielweisen demonstrieren. Die rund 260 Seiten des Werkes sind somit der Darstellung der Theorie beider Systeme vorbehalten. Deren Volldarstellung strebt Kryakvin nicht an, sondern ein Repertoire, das er aus der Warte von Weiß zusammengestellt hat.

Er hat bemerkenswert viel Material zusammengetragen. Dass er dabei auch auf Fernschach als Quelle zurückgegriffen hat, wird neben einer Aufnahme von entsprechenden Partiefragmenten auch durch unmittelbare Bezugnahmen deutlich. So ist zu lesen, dass eine bestimmte Spielweise im Fernschach ausprobiert worden ist oder von Fernschachspielern entwickelt worden sind. Auch aus seiner eigenen Turnierpraxis hat der Autor Beispiele eingestreut. Früh im Werk teilt er mit, dass er selbst den Trompowsky-Angriff auch vor dem Hintergrund vermehrt eingesetzt hat, um seine Erfahrungen im Buch verwenden zu können.

Ausgehend von jeweils einer Hauptvariante geht Kryakvin in Nebenvarianten teilweise deutlich in die Tiefe. Er bietet zudem Alternativen einen breiten Raum. So können die Nebenwege zu einem Zug der Hauptvariante durchaus den Platz von etwa einer Seite oder in Ausnahmefällen auch mehr einnehmen. Dies führt manchmal zu Schwierigkeiten in der Orientierung. Man muss also bisweilen etwas genauer schauen, um den Überblick über die Varianten zu behalten.

Die Kommentierung ist ein Mix aus Text und Partiefragmenten sowie Analysen. Sie ist Kryakvin für meinen Geschmack gut gelungen. Ganz überwiegend zeigt er dem Leser auf, wie Stellungsmuster strategisch zu behandeln sind, warum manche Züge gut oder ein Fehler sind, was Sinn und Zweck einer Aktion ist etc. Was ihm als Autor möglich ist, den Leser die Eröffnung - auch im Detail - verstehen zu lassen, das hat er meines Erachtens getan.

Der Klubspieler, der mit "Play the Trompowsky Attack“ die Voraussetzungen für einen verständigen Einsatz der Eröffnung in seinen Partien schaffen möchte, hat alle Gelegenheit dazu. Der Umfang des Werkes kann ihn sogar zu einer Art "Trompowsky-Experten“ machen, wenn er bereit ist, abseits der Hauptsysteme die Zeit für ein Studium dermaßen viel Materials aufzubringen.

Für die Bibliothek des Fernschachspielers ist dieses Werk zweifellos ein Kandidat, allein schon wegen der Fülle des Materials und wegen der Ordnung, in die er dieses bereits gebracht hat. Ich könnte nicht sagen, dass es das Buch von Richard Pert als Standardwerk ablösen kann, aber an seine Seite möchte ich es durchaus stellen.

Die Buchsprache ist Englisch. Übliches Schulenglisch reicht zu einem weitgehend bequemen verstehen aus.

Der Drucksetzer hat die Aufgabe, das Material sparsam auf die Seiten zu bekommen und sinnvoll im sachlichen Zusammenhang zu positionieren, dadurch gelöst, dass er Diagramme teilweise verkleinert und auch unterschiedliche Textabstände zwischen Hauptvarianten und Anmerkungen eingearbeitet hat. Mehr als eine Randnotiz ist dies aber nicht zu erwähnen wert.

Fazit: Mit "Play the Trompowsky Attack“ steht dem Schachfreund eine gelungene Alternative zu "Playing the Trompowsky“ von Richard Pert zur Verfügung. Dies gilt nicht zuletzt auch für den Fernschachspieler. Für ihn besonders kann es auch Sinn machen, mit beiden Werken zu arbeiten.

Uwe Bekemann

Deutscher Fernschachbund

November 2018


1.d4 Sf6 2.Lg5 Se4 3.Lf4 c5 4.f3 Da5+ 5.c3 Sf6 6.d5 Db6 7.Lc1- das ist nicht etwa eine Notation aus dem Text "Neulich beim Grundschulschach", sondern der Grund, warum ich den Trompowsky Angriff mit 2.Lg5 von Beginn an faszinierend fand. Weiß zieht einfach dreimal den Läufer und kommt erst danach zu einer normalen Entwicklung. Da Schwarz in der Zwischenzeit aber auch zweimal seinen Springer und zweimal die Dame zog, hat Weiß dennoch gute Möglichkeiten auf Vorteil. Kinder, versucht das nur unter Aufsicht! Die oben genannte Zugfolge ist dabei immer noch die Hauptvariante im Trompowskykomplex!! Vor vielen Jahren, ich müsste so Anfang 20 gewesen sein, sah ich diese Eröffnung zum ersten Mal und war gleich verliebt. Es sieht einfach so krautig aus. Natürlich muss Schwarz so nicht spielen, aber wenn er seinen Springer nicht von f6 entfernt, schlagen wir ihn mit unserem Läufer und erhalten eine bessere Bauernstruktur. Das Läuferpaar sollte man zwar ernst nehmen, aber Weiß kann mit Zügen wie e3 und g3 einerseits den Abtausch durch f5-f4 erschweren, aber auch dem schwarzfeldrigen Läufer des Gegners eine harte Bauernbarriere entgegenstellen. Danach wird am Damenflügel mit c4 und manchmal sogar b4, a4, b5 aufgerollt. Spielt Schwarz allerdings 2. ...e6, so kann Weiß mit 3.e4 im Zentrum aktiv werden. Schön ist das nicht für den Nachziehenden!

Soviel zu meiner Vorliebe für diese Eröffnungswaffe! Der russische Großmeister Dmitry Kryakvin hat jetzt für Chess Stars ein Buch für die Leute geschrieben, denen ich den frühen Läuferzug mit meiner Einleitung schmackhaft machen konnte. Auf 263 Seiten weiht er den Leser in "Play the Trompowsky" in die Feinheiten dieser Eröffnung ein. Die Struktur des Buches bietet eine Einleitung mit den typischen Ideen zu den jeweiligen Kapiteln, ehe dort dann Schritt für Schritt die Theorie in Gänze behandelt wird. Leider fehlen vollständige Modellpartien als Abrundung. Bei den Erklärungen setzt der Großmeister auch einiges voraus und mir fehlt der hohe Standard, den zum Beispiel GM Delchev in seinen Büchern beim selben Verlag pflegt, dass der Autor erklärt, wie er jeweils zu seinen Zugfolgen gekommen ist. So gibt es zum Beispiel im Zusammenhang mit dem schwarzen Zug c5 manchmal d5 als Empfehlung, dann aber auch dxc5 und manchmal lässt man cxd4 einfach zu. Mir persönlich hilft es, wenn ich weiß, wie man entscheiden kann, wann was am besten ist.

Bei der Theorie des Trompowsky kann ich aber nicht meckern. Ich möchte hierzu ein Beispiel aus meiner Praxis geben. Vor einem Monat hatte ich es bei einem Turnier mit Schwarz gegen einen praktisch starken Gegner mit knapp 2100 DWZ zu tun. Gegen 1.d4 d5 spielt er oft 2.Lf4, das schmeckte mir im Gewinnsinne nicht. Ich habe darum meine Vorbereitung auf 1.d4 Sf6 gestützt und gesehen, dass er zuletzt immer 2.Lg5 spielte. Danach bereitete ich c5 vor, den ich als interessanteste Option für Schwarz erachte. Ich orientierte mich dabei an einer Partie, die ich vor einem halben Jahr beim Schloss Open in Werther gesehen hatte. Dort folgte nach 1.d4 Sf6 2.Lg5 c5 3.Lxf6 gxf6 4.d5 Db6 5.Dc1 f5 6.c4 Lg7 7.Sc3 d6 und nach 8.e3 Sd7 9.Sf3 Sf6 10.Dc2 Se4 11.Ld3 Dxb2 konnte Weiß bereits aufgeben. Das war keine gute Werbung für den Trompowsky. Besser ist da 9.Dc2, den der Autor empfiehlt, um nach dem Springermanöver über f6 nach e4 einfach Ld3 und Sge2 folgen zu lassen. Ich hatte danach das aktive 9. ...Da5 10.Sf3 b5 vorbereitet und nach 11.cxb5 Sb6 hat Schwarz eine Art Wolgagambit auf dem Brett. Die Ergebnisse in dieser Variante sind zufriedenstellend für Schwarz, aber Herr Kryakvin zeigt jetzt seine Stärke. Er empfiehlt 11.Sd2, das ich auch als Hauptzug angesehen hatte und nach a6 12.a4 finde ich nur noch eine Fernschachpartie, die Weiß gewann. a4 ist im verzögerten Wolga allerdings häufig eine Option. Nach 0-0 13.Le2 weicht der Autor allerdings auch von dieser ab (dort folgte das ebenfalls interessante 13.Ta3)und wir befinden uns auf völligem theoretischen Neuland. Ich hätte jetzt wie in seiner Hauptvariante axb5 14.Lxb5 La6 15.Tc1 Tfb8 gezogen, mein Fritz gibt bei 15. ...Db4 Ausgleich an, aber der Autor nutzt nicht nur die Engine, sondern auch seinen Kopf und findet nach einigen Zügen einen unangenehmen Angriff für Weiß. Dieser folgt allerdings auch in der Hauptvariante, wo nach 16.g3, ein interessanter Abwartezug von Stockfish, Db4 17.0-0 Sxa4 18.Lxa6 Txa6 19.Dxf5 eine interessante Stellung entsteht, in der Weiß mit Sde4 und Sg5 oder nach h6 g4-g5 Angriff erhält. Die Engine sieht keine großen Probleme, aber für einen Menschen sieht das schon sehr gefährlich aus. Der Autor gibt hier noch ein paar weitere Züge an, aber mir war nur wichtig, seine Vorgehensweise zu erklären. Auch in den anderen Varianten ergibt sich ein ähnliches Bild. Die Engine ist oft zufrieden mit Schwarz, aber Weiß hat die Initiative oder kann einfach angreifen. Als Bonus gibt es für den Leser mit 1.d4 f5 2.Lg5 sogar noch eine Waffe gegen Holländisch, nur 1.d4 d5 2.Lg5 ging GM Kryakvin wohl zu weit.

Insgesamt ist dies ein sehr gutes Buch, das nicht nur den aktuellen Stand der Theorie erläutert, sondern diesen auch weiterentwickelt. Der Autor erklärt typische Pläne kurz, aber ausreichend und hat ein Eröffnungsrepertoire nach 1.d4 Sf6 plus 1.d4 f5 gebaut, das für Spieler ab 1800 DWZ sehr nützlich sein wird. Schwächere Spieler könnten allerdings Probleme mit dem Buch bekommen, da in den Analysen und Vorschlägen vorausgesetzt wird, dass der Leser viele taktische und positionelle Motive ohne Erklärung erkennt.

IM Dirk Schuh

September 2018

Play the Trompowsky Attack

EUR

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