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LOKHAS1E4E5

Squeezing 1.e4 e5

296 pages, paperback, Chess Stars, 1. edition 2019

€23.50
Incl. 5% Tax, excl. Shipping Cost

The previous book of Khalifman and Soloviov, The Modern Scotch, discussed how to counter 1.e4 e5 in the most direct, aggressive and sometimes even risky fashion. Their new work explores a radically different approach. It presents a White repertoire based on the Four Knights Game, and in particular, the main line - the traditional system with 4.Bb5. The authors summarise the method they propose in the following way: 1. White controls the centre, develops quickly and castles. He DOES NOT strive for a direct clash with the opponent after the first few moves in the opening. 2. He begins active operations only after the completion of his development; as a rule, these will take place in the centre and on the kingside. 3. White strives to reach positions in which basic strategical principles, correct evaluation and ability to choose the correct plan will be at least as important as calculation and theoretical knowledge. 4. He still fights for an opening advantage even though the focus is on the middlegame.

Alexander Khalifman is a GM and FIDE Senior Trainer, FIDE World Chess Champion in 1999. He won the Soviet Union Youth Championship (1982, 1984), the European Under-20 Championship (1985), the Russian Championship (1996). He was a member of the gold medal-winning Russian team at the Chess Olympiads in 1992, 2000 and 2002, and atthe 1997 World Team Chess Championship. Author of many books as Opening for White According to Anand, Opening for White According to Kramnik, etc. ..

Sergei Soloviov is an IM, author of many books as Boris Spassky's 400 Selected Games, Leko's One Hundred Wins, Shirov's One Hundred Wins, Bogoljubow: The Fate of a Chess Player, The Modern Anti-Sicilian, The Modern Vienna Game (with Roman Ovetchkin), Super Tournaments 2000 (with Alexander Khalifman), etc. .

More Information
Weight 370 g
Manufacturer Chess Stars
Width 14,5 cm
Height 21,5 cm
Medium Book
Year of Publication 2019
Author Alexander KhalifmanSergei Soloviov
Language English
Edition 1
ISBN-13 978-619-7188-26-4
Pages 296
Binding paperback

007 Preface

1.e4 e5 2.Nf3

Part 1.

014 1 A) 2...d5; B) 2...Qe7; C) 2...f5

029 2 2...d6 3.d4 A) 3...Bg4; B) 3...f5; C) 3...exd4; D) 3...Nc6

051 3 2...d6 3.d4 Nf6 4.dxe5

057 4 2...d6 3.d4 Nd7 4.Bc4

Part 2. 2...Nf6 3.Nc3

067 5 3...Bc5; 3...d5; 3...Bb4

3...d6 4.d4 exd4 5.Nxd4

081 6 5...g6; A) 5...a6; B) 5...Nbd7; C) 5...c6

088 7 5...Be7 6.g3 w/o 0-0

098 8 5...Be7 6.g3 0-0 7.Bg2

3...d6 4.d4 Nbd7 5.Bc4

108 9 5...c6; 5...Nb6; A) 5...h6; B) 5...exd4

113 10 5...Be7 6.0-0 Rare; A) 6...exd4; B) 6...c6

121 11 5...Be7 6.0-0 0-0 7.a4 Rare; A) 7...exd4; B) 7...a5; C) 7...a6

131 12 5...Be7 6.0-0 0-0 7.a4 c6 8.h3 Rare; A) 8...Nxe4; B) 8...h6 C) 8...Re8; D) 8...Qc7

141 13 5...Be7 6.0-0 0-0 7.a4 c6 8.h3 b6 9.Re1

147 14 5...Be7 6.0-0 0-0 7.a4 c6 8.h3 a5 9.Re1

Part 3. 2...Nc6 3.Nc3

159 15 3...Be7; A) 3...Bb4; B) 3...Bc5

166 16 3...g6 4.d4

3...Nf6 4.Bb5

185 17 Rare; A) 4...a6; B) 4...Be7

193 18 4...d6 5.d4

203 19 4...Bd6 5.d3

222 20 4...Bc5 5.0-0

242 21 4...Nd4 5.0-0

264 22 4...Bb5 5.0-0

292 Index of Variations

Die offenen Spiele bieten für jeden Stil interessante Möglichkeiten an. Ich habe mit Weiß nach 1.e4 e5 schon verschiedene Ideen versucht. Je nach Laune habe ich mit Gambits, wie zum Beispiel das Königsgambit oder das Evans Gambit, Bauernraubvarianten wie das Zweispringerspiel nach 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lc4 Sf6 4.Sg5 bis hin zu ruhigen Spielweisen wie die Spanische Eröffnung oder das Schottische Vierspringerspiel versucht, die schwarze Stellung zu knacken. So richtig zufrieden war ich aber nie. Die meisten Gambits funktionieren nur gut, solange der Gegner sich nicht vorbereitet hat, das Zweispringerspiel finde ich spannend, aber nach 3. ...Lc5 hört der Spaß leider auf, ehe er begonnen hat, und die Spanische Eröffnung lag mir irgendwie nie, vom Theorieaufwand ganz zu schweigen. So blieb zuletzt noch das Schottische Vierspringerspiel, aber das ist eher eine Remiswaffe. In meiner letzten Partie der offenen Spiele verlor ich damit relativ locker gegen einen Spieler mit 300 DWZ Punkten weniger, der sich einfach solide aufbaute und dann meine Brechstangentaktik konterte.

Der erfahrene Schachgroßmeister Alexander Khalifman bietet jetzt zusammen mit dem Internationalen Meister Sergei Soloviov in "Squeezing 1.e4 e5: a solid Approach" für den Chess Stars Verlag eine Lösung für mein Dilemma an. Das Spanische Vierspringerspiel soll es richten. Einerseits ist diese Eröffnung sehr solide, aber Schwarz fällt es hier schwerer, die Stellung auszutrocknen. Zudem gibt es in dieser Eröffnung durchaus noch ein paar neue Ideen zu entdecken.

Das Buch bietet dabei auf weniger als 300 Seiten ein Komplettrepertoire für Weiß nach 1.e4 e5 und beinhaltet einerseits Exoten wie zum Beispiel das Elephanten- oder das Lettische Gambit, aber auch die zähe Philidorverteidigung wie die Russische Verteidigung.

Trotz des nicht zu hohen theoretischen Hintergrundes des Spanischen Vierspringerspiels ist dies vor allem dadurch möglich, dass die Autoren vorrangig Varianten sprechen lassen und die jeweiligen verbalen Kommentare nur recht kurz und knapp gefasst sind. Ich bin kein Freund dieses halben Informatorstils, aber die Varianten machen dafür einen recht guten Eindruck auf mich. So wird zum Beispiel in der Philidorverteidigung nach 1.e4 e5 2.Sf3 Sf6 3.Sc3 d6 4.d4 Sbd7 5.Lc4 Le7 6.0-0 0-0 7.a4 c6 8.h3 b6 9.Te1 auch die Ungenauigkeit Lb7 erwähnt, die nach 10.dxe5 dxe5 11.Sh4 mit der Idee 12.Sf5 zu einer guten Angriffstellung für Weiß führt und letztens noch in "Side-Stepping Mainline Theory" von IM Gerard Welling und FM Steve Giddins unerwähnt blieb. Nach dem besseren 9. ...a6 10.Le3 Tb8 wird mit 11.La2 b5 12.axb5 axb5 13.b4 ein typischer Plan empfohlen und bis zum 27. Zug analysiert. Die Empfehlung ist recht sinnvoll und gut für Weiß.

Wichtiger ist aber natürlich das Spanische Vierspringerspiel nach 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 Sf6 4.Lb5. Weiß entwickelt seine Figuren auf natürliche Felder, nimmt dafür aber erst einmal von dem spanischen Plan Abstand, mit c3 und d4 Raum im Zentrum zu gewinnen und Schwarz langsam zu zerdrücken. Als erstes interessierte mich, was die Autoren gegen 4. ...Lc5 behandeln, da ich das selbst mit Schwarz spiele. Ihre Empfehlung ist keine große Überraschung. Weiß soll mit 5.0-0 0-0 6.Sxe5 Sxe5 7.d4 Ld6 8.f4 Druck aufbauen. Das gilt als kritische Variante, auch wenn ich da in der Praxis nie große Sorgen hatte. Etwas nervöser machte mich dann irgendwann die Partie Inarkiev-Lysyj von 2018, die natürlich auch die Autoren in ihr Buch übernommen haben. Dort bekam Weiß nach Seg4 9.e5 Le7, immerhin empfohlen von "the Open Games with Black" von FM Martin Lokander, 10.f5 d6 11.exf6 Sxf6 12.Df3 c6 13.Ld3 Db6 14.Le3 Dxb2 15.Se2 d5 16.g4 einen gefährlichen Königsangriff. Die Engine findet das zwar alles nicht schlimm, aber ich möchte so eine Stellung mit Schwarz lieber vermeiden. Als besser geben die Herren Khalifman und Soloviov 9. ...Lb4 10.f5 Te8 11.exf6 Sxf6 12.Lg5 c6 13.Ld3 d5 an, aber nach 14.Df3 Le7 15.Tae1 Ld7 und der Engineneuerung 16.Te5 hätte ich mit Schwarz auch nicht gerade Spaß. Diese Stellungen zeigen aber auch ein Grundkonzept der Weißempfehlungen. Schwarz ist meist nah am Ausgleich oder hat ihn sogar, aber die Stellungen lassen sich mit Weiß einfacher spielen. Auch die Empfehlungen von Großmeister Priyadharshan Kannappan aus seinem Buch "The Modernized Berlin Wall Defense", das kürzlich erschien, werden gut ausgehebelt. Dieser empfiehlt nach 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Sc3 Sf6 4.Lb4 Sd4 und gibt die Empfehlung unserer Autoren 5.0-0 sogar als zweifelhaften Zug an, weil Schwarz nach Sxb5 6.Sxb5 c6 7.Sc3 d6 8.d4 Dc7 9.Lg5 Le7 das Läuferpaar und eine solide Stellung besitzt. Nach 10.a4 0-0 11.h3 Te8 12. Dd3 h6 betrachtet der indische Großmeister aber nur 12.Lh4, wonach Schwarz mit Sh5 ausgleicht. 12.Lxf6 Lxf6 13.d5 ergibt aber wieder eine dieser Stellungen, wo Schwarz zwar keine Sorgen hat, aber recht passiv steht. Ich hätte hier, auch wenn ich das Läuferpaar sehr schätze, lieber Weiß und kann nichts Zweifelhaftes erkennen.

Insgesamt bekommt man hier ein Weißrepertoire nach 1.e4 e5 geliefert, in dem Weiß meist Stellungen erhält, in denen Schwarz dem Ausgleich zwar nahe ist, aber aufpassen muss, während der Anziehende oft etwas drücken kann. Dafür muss man sich aber in den unzähligen Varianten, die einem geliefert werden, zurecht finden. Ich kann dieses Buch allen Spielern ab 1800 DWZ, die sich für Stellungen wie die oben zitierten interessieren, nur wärmstens empfehlen.

IM Dirk Schuh

Februar 2020