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LODELTSGR
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The Safest Grünfeld Reloaded

352 pages, paperback, Chess Stars, 1. edition 2019

€22.95
Incl. 7% Tax, excl. Shipping Cost

This book is a completely new edition of the original The Safest Grünfeld of 2011. I rechecked all the lines and changed my recommendations according to latest developments of theory and my new understanding.

Especially the anti-Grünfeld chapters are basically new. In my opinion top players have long lost hope to find advantage in the main lines and try early deviations. Anand chose 3.f3 against Gelfand and 5.Bd2 against Carlsen. So I devoted special attention to the Sämish approach with two different propositions. 3...Nc6 is less studied and probably more rewarding from a practical standpoint, while 3...d5 is in perfect theoretical shape, but requires more memorization.

Every too often White players try to avoid the Grünfeld by refraining from d4 or c4. I added an additional chapter on the very topical lately Trompowsky and Barry/Jobava attack.

The 7.Bc4 system in the Exchange Variation, and the Russian System have also underwent a major reconstruction.

A. Delchev

More Information
Weight 470 g
Manufacturer Chess Stars
Width 14,5 cm
Height 21,4 cm
Medium Book
Year of Publication 2019
Author Delchev
Language English
Edition 1
ISBN-13 978-6197188257
Pages 352
Binding paperback

005 Foreword

009 Introduction

Chapter 1

011 The Fianchetto System

Chapter 2

057 The Bf4 System

Chapter 3

099 The Bg5 System

Chapter 4

137 The e3 System

Chapter 5

157 The Russian System 5.Qb3

Chapter 6

167 Rare Lines. Deviations on move 5

Chapter 7

191 Rare Lines. Deviations on move 7

Chapter 8

209 The Exchange System 7.Be3

Chapter 9

225 The Exchange System 7.Nf3

Chapter 10

257 The Exchange System 7.Bc4

Chapter 11

281 SOS Systems

Chapter 12

291 The Sämish Anti-Grünfeld – 3.f3

Chapter 13

313 The English Anti-Grünfeld

Chapter 14

335 The Queen’s Pawn Anti-Grünfeld

347 Index of Variations

"The Safest Grünfeld Reloaded" ist ein überarbeitetes, aktualisiertes und erweitertes Repertoirebuch aus 2019 von Alexander Delchev, das 2011 ohne die Titelergänzung "Reloaded" auf den Markt gekommen ist. Delchev ist Großmeister aus Bulgarien und ein renommierter Autor. Erschienen ist das Werk im bulgarischen Verlag Chess Stars.

In insgesamt 14 Kapiteln stattet Delchev den Leser mit einem Komplettrepertoire auf der Basis der Grünfeld-Indischen Verteidigung aus, das er um Antworten auf Versuche von Weiß absichert, der genannten Verteidigung aus dem Weg zu gehen.

Das Werk folgt dem besonderen Format der Repertoirebücher aus dem Hause Chess Stars, das durch einen dreiteiligen Aufbau gekennzeichnet ist. Die einzelnen Spielweisen werden zunächst in einem Abschnitt "Main Ideas" hinsichtlich ihrer grundlegenden Aspekte vorgestellt. Zu diesen zählen insbesondere die wesentlichen Pläne zur Spielführung, Bauernstrukturen und taktische Motive, regelmäßige Zugfolgen und Zugumstellungen, Einschätzung und Bewertung der Theorie. Soweit es sich anbietet, findet der Leser an dieser Stelle auch ein paar Informationen zur Geschichte der Variante, zu Protagonisten etc.

Die intensive Darstellung und Erörterung der Theorie findet im Abschnitt "Step by Step" statt. Abgeschlossen wird das Kapitel vom Abschnitt "Complete Games", in dem der Einsatz des jeweiligen Systems in kommentierten Partien illustriert wird. Die jeweiligen Anmerkungen dienen in erster Linie dem Zweck der Schulung. Entsprechend fokussieren sie sich auf die eröffnungstheoretischen Belange und ergänzen zugleich inhaltlich den Abschnitt "Step by Step".

Im Vorwort eröffnet Delchev dem Leser, wie aus seiner Sicht ein gutes Repertoirebuch gestaltet sein sollte. Demnach sollte es zunächst klären, welches die positionellen Ziele einer Spielweise sind, was es zu erreichen und zu vermeiden gilt. Dann sollten die typischen Bauernstrukturen und einzelne Pläne untersucht werden. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der Leser ein generelles Grundverständnis aufbaut, das ihm in seiner Partie auch dann noch helfen wird, wenn er Einzelheiten nicht mehr im Gedächtnis hat.

Diesem Ansatz folgt "The Safest Grünfeld Reloaded" mustergültig.

Delchev gibt an, dass er im Vergleich zum Ursprungwerk mehr auf die dynamischen Chancen für Schwarz Wert gelegt hat. Der Leser soll häufiger auch auf einen Sieg spielen können. Auf Seite 77 beispielsweise verweigert er deshalb einer Variante den Status als seine Hauptvariante, weil sie intensiv analysiert worden ist und Schwarz nicht mehr als ein sicheres Remis verspricht.

Die Entwicklung der Theorie hat Delchev intensiv überprüft, was auch das Quellenverzeichnis andeutet. Es enthält wichtige Neuerscheinungen der letzten Jahre, insbesondere auch zu Eröffnungen, die Weiß zur Vermeidung der Grünfeldindischen Verteidigung einsetzen kann. Die entsprechenden Ausführungen im Werk hat Delchev angabegemäß komplett neu geschrieben.

Die Aktualisierung wird auch darin erkennbar, dass viel neues Material aus der Praxis verarbeitet worden ist. Dabei nehmen im Fernschach gespielte Partien eine bemerkenswerte Rolle ein.

Überprüft hat Delchev auch seine früheren Einschätzungen und Empfehlungen. An mehreren Stellen hat er sie geändert.

Delchev legt einen besonderen Wert darauf, dem Leser mit intensiven Erklärungen und Erläuterungen sowie Empfehlungen zu helfen. Er begnügt sich nicht mit floskelhaften Angaben wie "X steht besser" oder unkommentierten Varianten mit einem abschließenden Symbol zum Stand. Der Leser soll verstehen, was geschieht und warum es zur jeweiligen Einschätzung kommt.

Das Repertoire ist aus der Sicht von Schwarz geschrieben. Es enthält deshalb die wesentlichen Erwiderungen für Weiß und nicht alle Möglichkeiten für Schwarz. Sehr oft aber gibt Delchev Alternativen auch für den Nachziehenden an, so dass eine flexible Gestaltung des Repertoires unterstützt wird.

Dass sich die Anschaffung von "The Safest Grünfeld Reloaded" auch lohnen kann, wenn man sich bereits über Literatur gut ausgestattet sieht, wird an etlichen Stellen deutlich. Mal ist es beispielsweise eine kritische Auseinandersetzung mit einer Variante oder Einschätzung in einem anderen Werk, dann ist es die Aufnahme einer Fortsetzung mit Potenzial, die noch nicht oder selten gespielt worden ist. Auf Seite 38 nimmt er einer Variante von Boris Awruch den Wind aus den Segeln, dessen Bücher zur Grandmaster Repertoire-Serie von Quality Chess zum Besten zählen, was ich bisher aus diesem Bereich der Schachliteratur gesehen habe. Zum gegen die Grünfeldindische Verteidigung gerichteten Sämisch-Aufbau mit 3.f3, behandelt im Kapitel 12, schlägt er einen Zug 11...Te8! vor, der erst einmal in einer Turnierpartie aus dem Jahr 2016 gespielt worden ist. Typisch für das Vorgehen Delchevs allgemein ist es, dass er das Überraschungspotenzial anführt, dann aber in einer Punktaufzählung mit einem abschließenden Resümee die positionellen Aspekte aufzeigt.

Das Werk richtet sich meines Erachtens an den Spieler im Bereich des Klubniveaus. Es kann für die Aufnahme der Grünfeldindischen Verteidigung in das eigene Repertoire wie auch für dessen Aktualisierung und Verfeinerung genutzt werden.

Ein ordentliches Stichwortverzeichnis erleichtert das Navigieren über die Buchinhalte hinweg.

Fremdsprachkenntnisse auf Schulniveau reichen für ein bequemes Verstehen aus.

Fazit: "The Safest Grünfeld Reloaded" ist für mich eine klare Kaufempfehlung.

Uwe Bekemann,

Deutscher Fernschachbund

März 2020


Wie kann man Weiß nach 1.d4 so richtig schön zusetzen? Für Spieler unter 1800 DWZ empfehle ich da die Grünfeldindische Verteidigung als Patentrezept. Dies mag etwas komisch wirken, ist diese Eröffnung doch auf Großmeisterebene sehr beliebt und als riesiger Theoriewust verschrieen. Aber die kritischen Abspiele sind für die meisten d4-Spieler nicht gerade natürlich und gegen die typischen Schablonen steht Schwarz sehr angenehm. Wenn Weiß zum Beispiel die normalen Damengambitzüge spielt, hat Schwarz nach 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5 4.Sf3 Lg7 5.Lg5 Se4 keine großen Sorgen. Weiß muss sogar aufpassen, nicht auf die Falle 6.Sxd5? Sxg5 7.Sxg5 e6 mit dem Doppelangriff reinzufallen, die schon vielen Weißspielern einen Springer kostete. auch die offene Variante nach den eben gezeigten Zügen und dann 4.cxd5 Sxd5 5.e4 Sxc3 6.bxc3 Lg7 ist nicht so einfach spielbar. Nach den natürlichen Zügen 7.Sf3 c5 8.Lc4 Sc6 9.Le3 0-0 10.0-0 cxd4 11.cxd4 Lg4 steht der d4 schon mächtig unter Druck und Schwarz hat keine Probleme. Leider ist es mit einer Spielstärke von unter 2000 DWZ gar nicht so einfach, geeignete Bücher zu dieser Eröffnung zu finden. Häufig gibt es monographische dicke Schinken, die einem jegliche Lust auf den Grünfeldinder nehmen und vorrangig Varianten empfehlen, die man wohl eh nie auf das Brett bekommen wird. Eine schöne Ausnahme waren " Starting Out- the Gruenfeld" von Großmeister Jacob Aagaard und "The Safest Grünfeld" von Großmeister Alexander Delchev, die aber beide nicht mehr so einfach zu bekommen sind. Glücklicherweise ist jetzt bei Chess Stars mit "The Safest Grünfeld Reloaded" eine neue Auflage des Buches von 2011 erschienen.

Was macht dieses Buch nun so besonders? Der Autor ist zwar ein sehr starker Schachspieler, aber weiß meiner Meinung nach genau, wie man auch komplexe Eröffnungen einer breiten Masse an Lesern vermitteln kann. Natürlich gibt es auch einiges an Theorie, aber es werden ebenso Grundideen der Grünfeldindischen Verteidigung vermittelt und über viele klassische Partien lernt man auch etwas über die Entwicklung dieser noch relativ jungen Eröffnung. Das ist einerseits unterhaltsam, aber halt auch sehr lehrreich. Das einzige Manko ist vielleicht, dass nach 1.d4 Sf6 sogar einige Damenbauernspiele behandelt werden, aber eben nicht das gegenwärtig so häufige Londoner System, gegen dessen Schablone Schwarz in meinen Augen nach 1.d4 Sf6 2.Sf3 g6 3.Lf4 Lg7 4.e3 0-0 5.Ld3 d5 6.h3 c5 7.c3 Sc6 8.0-0 Sd7 9.Sbd2 mit e5 schnell eine angenehme Stellung erhält, was Grünfeldindisch noch attraktiver macht. Ansonsten werden natürlich die obigen Varianten ebenso wie alle anderen relevanten besprochen. Der Autor beschränkt sich dabei aber nicht einfach auf die bewährten Systeme, sondern hat einige eigene Ideen. Zum Beispiel empfiehlt er gegen das in meinen Augen recht kritische 1.d4 Sf6 2.c4 g6 3.Sc3 d5 4.cxd5 Sxd5 5.e4 Sxc3 6.bxc3 Lg7 7.Lc4 c5 8.Se2, nun kann Lg4 mit f3 beantwortet werden, Sc6 9.Le3 0-0 10.0-0 das seltene e6 und baut nach 11.Dd2 b6 12.Tfd1 Lb7 13.Tac1 Tc8 eine harmonische Stellung auf. Weiß kann den c5 eigentlich nie sinnvoll gewinnen, da nach 11.dxc5 Da5 und dann Td8 und Lf8 nebst Lxc5 folgt oder nach 12. dxc5 Dxd2 Lxd2 dxc5. Diese Idee erscheint mir sehr viel einfacher als das klassische 10. ...Lg4 11.f3 Sa5 12.Lxf7 Txf7 13.fxg4, mit dem ich aus schwarzer Sicht stets Probleme hatte, oder das moderne 10. ...Dc7 11.Tc1 Td8 12.Lf4, das mir auch nie zusagte. Spieler mit unter 1800 DWZ können aber vieles einfach weglassen und sich vorrangig auf die Varianten konzentrieren, die am häufigsten zu erwarten sind, siehe oben. Für diese Spieler ist auch sehr schön, dass der Autor häufig ein paar Faustregeln erstellt, die einem besser helfen, Zugumstellungen zu umschiffen und klar aufzeigen, wo Schwarz hin möchte.

Für mich ist dieses Buch ideal für alle, die gerne die Grünfeldindische Verteidigung in ihr Repertoire übernehmen wollen, natürlich ist es auch für stärkere Spieler geeignet, die sollten dann aber wirklich alles anschauen.

IM Dirk Schuh

Oktober 2019