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Complete Opening Repertoire for Black - Vol.1

351 pages, paperback, Thinkers Publishing, 1. edition 2021

€29.95
Incl. Tax, excl. Shipping Cost

Preface

Modern chess theory has significantly expanded in recent years due to the technological development and arrival of chess engines. Studying chess openings, even with the help of these machines that present a god-like level, is a time-consuming task but it is by far the most important part of preparation by top Grandmasters. They often look for ideas that offer a glimpse of hope for an advantage with White or attempt to neutralize (or even counter) White’s ideas with Black. Nowadays, any such information is spread within moments and every day, we can see new games and novel ideas in all openings. This makes it challenging for people trying to learn a new opening due to the ”oversupply“ of information.
When I was writing my books on the Ruy Lopez, I wanted to simplify the learning process and make this opening approachable and understandable to everyone. As the next step in my journey as an author, I decided to write a book on the Nimzo-Indian, as part of a three-volume series covering the whole repertoire for Black after 1.d4. Just as in the case of the Ruy Lopez books, I intend on making this opening a comfortable option in any player’s repertoire.
The Nimzo-Indian is a good and sound opening, but nonetheless it can be quite complicated. Generally, the games in this opening are more likely to be strategic battles rather than tactical ones, but as in every opening, things can get sharp from time to time. It is important to note that a definite majority of top players (including the World Champion Magnus Carlsen) plays this opening.
I remember that I started learning the Nimzo-Indian in 2009 but I only incorporated it in my repertoire in 2010. Ever since then, I have played many interesting games with it and I believe that playing these types of positions has helped me improve as a player. Over years of analysis and practice, I have learned a vast amount of ideas, plans, set-ups and more.
When studying chess (and chess openings especially), I must admit that I enjoy the process of academic research and seeking for truth. I am happy when I discover a certain resource or idea that has not been played yet. In this book, the reader can find many such ideas. However, it is very easy to go overboard and analyze ”too much“ which would result only in confusion to the reader. I believe that I have covered all the lines (apologies if I have missed anything by pure accident!) and have made everything clear and concise to overcome the above-mentioned ”oversupply“ of information.
I hope that the reader finds the ideas in this book interesting and will enjoy the journey through the maze of variations in the Nimzo-Indian.

Saint Louis, September 2021
Dariusz Swiercz
More Information
EAN 9789464201215
Weight 660 g
Manufacturer Thinkers Publishing
Width 17 cm
Height 23.5 cm
Medium Book
Year of Publication 2021
Author Dariusz Swiercz
Language English
Edition 1
ISBN-13 9789464201215
Pages 351
Binding paperback
004 Key to Symbols
006 Preface
007 Chapter 1 Rare 4th moves
017 Chapter 2 4. Qb3
029 Chapter 3 4. Bg5
043 Chapter 4 4. Bd2
053 Chapter 5 4. g3
069 Chapter 6 4. Nf3
083 Chapter 7 4. a3
109 Chapter 8 4. f3
133 Chapter 9 4.e3 0-0 without 5. Bd3
185 Chapter 10 4.e3 0-0 with 5. Bd3
243 Chapter 11 4. Qc2 0-0 without 5. cxd5
293 Chapter 12 4. Qc2 0-0 with 5. cxd5
Vor einigen Monaten habe ich eine Rezension über „The Modernized Ruy Lopez, Volume 2“ aus der Feder des polnischen, heute in den USA lebenden Großmeisters Dariusz Swiercz geschrieben. Das damals unter die Lupe genommene Werk hat mich überzeugt. Entsprechend erwartungsvoll habe ich mir jüngst seine Arbeit „A Complete Opening Repertoire for Black after 1.d4 Nf6 2.c4 e6!, Volume 1 - Nimzo-Indian“ vorgenommen. Auch dieses Werk ist im belgischen Verlag Thinkers Publishing erschienen, es wurde Ende 2021 in den Markt gegeben. Und auch diesmal, dies darf ich vorwegnehmen, kann ich viel Positives berichten. Volume 2 ist übrigens zur Veröffentlichung im August 2023 angekündigt.

In 12 Kapiteln stellt Swiercz sein Repertoire Zur Nimzowitsch-Indischen Verteidigung nach den Eingangszügen 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 vor. Das Inhaltsverzeichnis ist zugbasiert erstellt und gibt eine Übersicht über die Platzierung der behandelten Spielweisen im Buch. Ein Variantenverzeichnis enthält das Werk nicht, aber separate Übersichten zu jedem einzelnen Kapitel. Diese sind jeweils gleich zu Kapitelbeginn zu finden.

In seiner Einführung erklärt Swiercz, dass er die akademische Forschung und die Such nach der Wahrheit im Schach mag und er sich freut, wenn er eine Ressource oder Idee entdeckt, die bisher nach nicht gespielt worden ist. Er erklärt weiter, dass es einige Beispiele hierfür auch im Buch gibt, worauf ich dann bei meiner Arbeit mit diesem besonders geachtet habe.
Es ist tatsächlich so, dass Swiercz zahlreiche Neuerungen anbietet, die dem Leser einiges an Überraschungspotenzial einräumen. Ein besonders bemerkenswertes Beispiel findet sich im Kapitel 8, wo er nach 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.f3 d5 5.a3 Le7 6.e4 dxe4 7.fxe4 c5 8.d5 exd5 9.exd5 0-0 10.Le2 die Fortsetzung mit 10…a6 vorschlägt. Zum Zeitpunkt seiner Arbeit an dem Werk lag ihm kein Beispiel aus der Praxis vor, in dem Schwarz bereits einmal mit 10…a6 geantwortet hatte. Er hat, wie er sagt, mit Unterstützung seiner Engines Widerlegungen gesucht, aber keine gefunden, so dass er in seinem Buch komplettes Neuland darstellen kann. Dies macht er dann auch auf fast 7 Buchseiten.
Im Fernschach habe ich 3 frühe Partien mit 10…a6 gefunden, von denen 2 im Jahr 2020 begonnen worden sind und zum Redaktionsschluss für das Buch ggf. noch nicht beendet bzw. veröffentlicht worden waren. Eine Partie wurde 2004 abseits des „offiziellen“ Fernschachs von Spielern unterhalb der hohen Leistungsbereiche gespielt. Inzwischen liegen die Ergebnisse mehrerer jüngerer Fernschachpartien vor, die allesamt mit einem Remis zu Ende gegangen sind. Die Neuerung im Buch hat also ihre erste Feuertaufe bestanden.

Swiercz erläutert intensiv und legt einen besonderen Wert auf die Darstellung von Ideen und Plänen. So ergibt sich ein Mix aus Text und Varianten, die sich aus Partiefragmenten oder häufig auch aus Analysen rekrutieren.
Vollständige Beispielpartien enthält das Werk nicht, sondern entsprechend „Theorie pur“.

Ich habe in Stichproben geprüft, inwieweit es Swiercz gelungen ist, Stellungen möglichst neutral und objektiv sowie unter Vermeidung einer „rosaroten Brille“ zugunsten seiner an Schwarz gerichteten Repertoireempfehlungen einzuschätzen. Mir ist dabei keine Stelle aufgefallen, die zu beanstanden wäre, und dies gilt auch für die von mir dabei eingesetzte Engine Stockfish, mit NNUE.
Das Werk stellt ein Repertoire für Schwarz vor, lässt sich aber auch vom Leser nutzen, der sich für das Spiel gegen die Nimzoindische Verteidigung wappnen möchte. Allerdings wird er nur für sein Spiel bedient, das sich anschließen kann, soweit sein Gegner den Hauptempfehlungen folgt.

Der Autor nutzt die typische Baumstruktur im Rahmen der Organisation seiner Arbeit. Die Hauptvarianten sind fett geschrieben, die Nebenvarianten sind zudem durch eine unterschiedliche Schriftfarbe nach erster und zweiter Kategorie unterschieden. Entsprechend übersichtlich ist der Stoff gestaltet. Dabei leisten auch die zahlreichen Diagramme Unterstützung. Diagramme in Hauptvarianten sind größer als die übrigen.

Ich denke, dass der Leser ab Klubniveau gut mit dem Werk wird arbeiten können, zumal der Autor ausführlich erläutert und dabei auch den Leser abholt, dessen Spielstärke noch nicht allzu weit entwickelt ist.

Mit Schulenglisch sollte „A Complete Opening Repertoire for Black after 1.d4 Nf6 2.c4 e6!, Volume 1 - Nimzo-Indian“ ohne große Schwierigkeiten genutzt werden können.

Fazit: „A Complete Opening Repertoire for Black after 1.d4 Nf6 2.c4 e6!, Volume 1 - Nimzo-Indian“ ist ein empfehlenswertes Buch für den Spieler ab Klubniveau, der sich mit einem Repertoire zur Nimzoindischen Verteidigung rüsten möchte, das aktuell ist, ein aktives Spiel unterstützt und Überraschungspotenzial durch Neuerungen aufweist. Hervorzuheben sind die intensiven Erläuterungen, die der Autor zu den Plänen, Ideen und seinen Stellungseinschätzungen gibt.

Uwe Bekemann,
April 2023


"Was kannst du mir gegen 1.d4 empfehlen?" Diese Frage erhielt ich erhielt ich schon häufiger, zuletzt auf Lichess von einem jungen Spieler in seinen Anfängen. Was so einfach klingt, ist in Wirklichkeit etwas, das fast alle Schachspieler beschäftigt oder beschäftigt hat. Gerade als e4-Spieler tut man sich mit Schwarz gegen die soliden und eher statischen Bauernstrukturen schwer, die einem nach 1.d4 mit Schwarz begegnen. Eine gute Möglichkeit ist aber die Nimzoindische Verteidigung. Nach 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 setzt Schwarz auf eine schnelle Entwicklung und erhält nach einem baldigen Schlagen auf c3 entweder die bessere Bauernstruktur oder nach weißen Bemühungen, den Doppelbauern zu vermeiden, eine schöne Aktivität. Für Spieler, die bereits eine stattliche Spielstärke erreicht haben oder diese Verteidigung bereits spielen, hat der Verlag Thinkers Publishing jetzt mit "Nimzo-Indian 1- A Complete Opening Repertoire for Black after 1.d4 Nf6 2.c4 e6!" von Großmeister Dariusz Swiercz ein neues Buch zu diesem Thema veröffentlicht. Die "1" zeigt dann auch gleich ein Problem für alle Nimzofreunde. Wenn Weiß nicht 3.Sc3 spielt, sondern 3.Sf3 oder 3.g3, wird Nimzoindisch unwahrscheinlich und man muss mit Schwarz weitere Systeme pauken. Trotzdem ist Nimzoindisch recht verlockend. Wegen der bald entstehenden Ungleichgewichte wie der besseren Bauernstruktur versus das Läuferpaar oder einer aktiven schwarzen Stellung versus das Läuferpaar muss Weiß recht gut aufpassen und ergeben sich für Schwarz eigentlich immer Gewinnchancen. Der mittlerweile für die USA spielende Großmeister spielt diese Eröffnung selbst regelmäßig und bietet ein aktuelles Repertoire an, mit dem man sicher viel Erfolg haben kann.
Wie immer gebe ich ein paar Beispielvarianten an, damit mögliche Leser wissen, ob das Buch für sie geeignet ist. Im Nimzoindischkomplex hat Schwarz gegen jede weiße Aufstellung mehrere mögliche Ideen. Manche Leute schwören auf ein schnelle b6, Lb7, manche bauen das Dreieck c5, d6, e5, um die schwarzen Felder nach dem Abtausch des schwarzfeldrigen Läufers zu festigen. In diesem Buch wird vorrangig auf ein Spiel im Zentrum mit c5 und d5 gesetzt und nur vereinzelt auf andere Möglichkeiten zurückgegriffen. Das passt auch gut zu der zukünftigen Empfehlung gegen 3.Sf3, der mit der Ragozinverteidigung nach 3. ...d5 4.Sc3 Lb4 ähnliche Strukturen erreicht. Gerade für e4-Spieler ist das attraktiv, da es offenere Stellungen ergeben kann. Zum Beispiel gefällt mir die Stellung nach 1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.e3 0-0 5.Ld3 d5 6.Sf3 dxc4 7.Lxc4 c5 8.0-0 Sc6 9.a3 La5 ganz gut für Schwarz. Nach 10.dxc5 Lxc3 11.bxc3 Sa5 12.Ld3 Sd7 ergibt sich eine typische Stellung, in der die schwarzen Springer auf c5 und später vielleicht noch c4 sehr gut stehen werden, während das weiße Läuferpaar noch nicht ganz zur Geltung kommt. Zudem kann Schwarz oft gegen den isolierten weißen c-Bauern spielen. Auch nach dem anderen Hauptzug 4.Dc2 wird mit d5 schnell im Zentrum gespielt. 5.cxd5 exd5 ist dann zwar statischer, aber anders als in der Abtauschvariante des Damengambits hat Schwarz hier schnell Spiel im Zentrum. 6.Lg5 h6 7.Lh4 0-0 8.e3 c5 beginnt erneut das Gegenspiel. Nach 9.dxc5 Le6 10.Sf3 Sbd7 11.a3 Lxc3 12.Dxc3 hat Schwarz zwar die schlechtere Bauernstruktur, aber mit g5 13.Lg3 Se4 14.Dc2 Tc8 erhält Schwarz viel Aktivität dafür und Weiß muss gut aufpassen, dass er keine zu großen Probleme bekommt. Wie der Autor auch angibt, ist zum Beispiel 15.b4 wegen Sdxc5 16.bxc5 Da5 17.Sd2 Txc5 18.Db2 Tfc8 bereits klar besser für Schwarz. Mehr analysiert er dazu nicht, woran man schon den Spielstärkegrad erkennen kann, der hier vorausgesetzt wird. Zwar sind die Kapitel gut strukturiert und es gibt zu den Hauptkapiteln auch Einleitungen, aber grundlegende Strategien in den typischen Nimzobauernstrukturen werden größtenteils vorausgesetzt und die Kommentare sind auch eher knapp gehalten.
Wer ein dynamisches und strategisch komplexes Repertoire gegen 1.d4 sucht, ist hier genau richtig. Wer dann auch noch eine Spielstärke von über 2000 DWZ mitbringt, sollte mit dem Buch gut arbeiten können. Die Varianten geben Schwarz ein schönes Gegenspiel und der Autor zeigt einige frische Ideen, mit denen man Weiß ein wenig überraschen kann. Ich kann das Buch sehr empfehlen!
IM Dirk Schuh
Dezember 2021