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Study Chess with Matthew Sadler

Attributes

140 pages, paperback, Everyman, 1. edition 2012

€21.90
Incl. 7% Tax, excl. Shipping Cost

Matthew Sadler is one of the UK’s strongest ever players. He became a grandmaster at 19, won the British Championship twice and, amongst other amazing achievements, made a gold medal winning score of 10½/13 on board four for England in the 1996 chess Olympiad.

In 2000 Matthew quit full-time chess. However, he re-emerged ten years later in 2010 to play a rapidplay tournament in Wageningen, Holland which he promptly won with 7/7. In 2011 he played in strong international events at Barcelona and Oslo and won them with the Fischer-like scores of 8½/10 and 8/9 respectively. After a decade away from the game, these results are simply astounding.

Matthew's extraordinary ability at chess stems not simply from natural talent but is based on a brilliant aptitude for preparing to play. He understands exactly what needs to be studied and how to go about it. In this book he recounts how he organised the preparation for his ‘comeback’ and from his results the success of this method is self-evident. In this book Matthew shares his secrets and reveals how to:

  • Incorporate unorthodox openings into your repertoire

  • Study middlegame situations

  • Understand what is important in the endgame

As well as being an exceptional player, Matthew is also a fine writer who conveys his ideas with ease. He has previously written four books for Everyman with his book on the Queen’s Gambit Declined winning the British Chess Federation Book of the Year award in 2000. Matthew currently lives and works in Holland.

More Information
Weight 220 g
Manufacturer Everyman
Width 15 cm
Height 22,8 cm
Medium Book
Year of Publication 2012
Author Matthew Sadler
Language English
Edition 1
ISBN-13 978-1857449907
Pages 140
Binding paperback

004 Acknowledgments

005 Introduction

007 1. Discovering New Ideas in the Opening

034 2. Introducing New Ideas Easily into your Opening Repertory

058 3. Playing Unorthodox Openings

081 4. Types of Thinking in the Middlegame

098 5. That Didn’t Quite Work Out...

123 6. Thinking in Endgames

138 Index of Openings

139 Index of Games

Der englische Großmeister Matthew Sadler zog sich 2003/2004 vom aktiven Turnierschach zurück und jahrelang hörte und sah man nichts mehr von ihm. Bei seinem Comeback im August 2011 gewann er auf Anhieb das Internationalen Open von Barcelona-Sants.

In dem vorliegenden Buch beschreibt Sadler, wie er sein Comeback geplant und angegangen ist. Grundlage dafür war ein klar strukturierter Trainingsplan mit effektiven Methoden für einen erfolgreichen Wiedereinstieg. Dazu gehörte ein pragmatisches Herangehen an das eigene Eröffnungsrepertoire genauso wie das analysieren typischer Mittelspielideen und des Endspiels allgemein.

Sadler ist nach eigenen Aussagen bestimmt kein Naturtalent sondern seine Stärke (aktuell 2660 ELO) ist einer durchdachten und erfolgsorientierten Trainingspraxis gutzuschreiben. Das Buch beschreibt all diese Facetten nachvollziehbar und nebenbei auch noch absolut unterhaltsam.

Die Beispiel sind gut gewählt, einigermaßen leicht verständlich und natürlich lehrreich. Sie prägen sich gut ein und der Leser hat davon einen sehr großen Nutzen für seine eigene Praxis.

Das Buch ist ein kleines Juwel im Meer der Schachbücher und ich kann nur hoffen, dass es darin nicht untergeht. Mr.Sadler, Welcome back!

Mit freundlicher Genehmigung

Martin Rieger, September 2012

**********

"Study Chess with Mathew Sadler" ("Study Chess") aus der Feder des schon im Titel genannten GM Sadler ist ein Buch, das in keine Kategorie und zugleich in mehrere passt. Während der Arbeit zur Vorbereitung dieser Rezension habe ich mehrfach eine Zuordnung gefunden und auch gleich wieder verwerfen müssen. Es war so wie bei einem Badenden, dem die Seife ins Badewasser entgleitet. Wenn er das Stück zu fassen bekommt, entflutscht es seiner Hand wieder, um irgendwo anders wieder zu liegen zu kommen.

Dieses 2012 bei Everyman Chess erschienene Büchlein ist nicht ...

- ein klassisches Lehrbuch, um das Schachspiel zu erlernen, zu studieren,

- eine Sammlung von Studien.

"Study Chess" ist ...

- ein gehaltvolles Buch nach der Laune des Autors, ein Buch mit und zur Inspiration,

- die Darstellung ausgewählter Themen aus den drei Phasen der Schachpartie (Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel),

- Reflektion persönlicher Erfahrungen des Verfassers, gelegentlich mit einem ganz leichten Hauch von autobiografischen Zügen,

- angewandte Schachtheorie,

- eine Sammlung interessanter kommentierter Partien, wobei sich der Stil und der Inhalt der Kommentierung nach dem Thema des jeweiligen Kapitels richten,

- unterhaltsam und zwanglos,

- vollständig für das Nahschach und teilweise für die Verbesserung der Spielstärke im Fernschach einsetzbar.

Ich möchte diese abstrakte Beschreibung konkretisieren, einleitend mit der Inhaltsangabe. "Study Chess" ist in sechs Kapitel eingeteilt, die - sinngemäß ins Deutsche übersetzt - die folgenden Überschriften tragen:

1. Neue Ideen in der Eröffnung entdecken.

2. Neue Ideen auf einfache Weise in das eigene Eröffnungsrepertoire übernehmen.

3. Unorthodoxe Eröffnungen spielen.

4. Arten des Denkens im Mittelspiel.

5. Das hat nicht so recht funktioniert.

6. Das Denken im Endspiel.

"Study Chess" ist von einem erfahrenen Profi geschrieben, der heute nicht mehr dem Druck des Berufsspielers unterliegt. GM Sadler zählt zu den stärksten Großmeistern in der Geschichte des britischen Schachs. Er hat seine Erfahrungen als Profi wie auch als Wiedereinsteiger in das ambitionierte Amateurschachspiel ausgewertet und aufbereitet. Diese nutzt er, um dem Leser Inspiration für die eigene Vorbereitung und das eigene Training zu geben, wobei er überwiegend sehr konkret darstellt, was er meint. Seine Erklärungen und Vorschläge sind offenkundig unter einem stetigen Besinnen auf die Praxis entstanden. Zumindest in einigen Teilen kann man gewissermaßen von einer Anleitung zum praktischen Lernen sprechen.

Die innere Ordnung bildet die Orientierung an den Phasen der Schachpartie. Sadler widmet sich zunächst Aspekten der Eröffnung, um sich dann den unterschiedlichen Arten des Denkens im Mittelspiel sowie den Problemen zuzuwenden, warum es manchmal doch ganz anders als vorgesehen kommt. Den Abschluss bildet eine kurze Fokussierung auf das Endspiel, wobei ich persönlich diesen Teil des Werkes als etwas schwächer gegenüber den übrigen ansehe. Ganz anders als zuvor fehlt mir hier der eine oder andere neue Hinweis, der "letzte Pfiff".

Sadler hat sich einige Punkte, die die Spielstärke beeinflussen, herausgesucht und widmet sich ihnen nicht "gutachterlich" durch breite Ausarbeitung der theoretischen Basis und Anwendung auf konkrete Partiesituationen und Stellungen, sondern eher in der Weise eines Vortrags. Dieses Vorgehen sagt mir persönlich zu, zumal das Werk an keiner Stelle auch nur entfernt den Anspruch auf eine umfassende theoretische Aufarbeitung erhebt.

Um ein Bild für Sadlers Prinzip zu bekommen, kann man sich beispielsweise den Vortrag eines Architekten vorstellen, der sich einzelnen wichtigen Themen zum Hausbau widmet. "Wenn Sie den Rohbau planen, dann können Sie die spätere Wärmedämmung wie folgt vorsehen" und "die Haustechnik installieren Sie am besten so, dass ... " könnten vergleichbare Aussagen eines solchen Architekten sein.

Wie schon kurz vorangestellt, kann der Leser nach meiner Einschätzung für das Nahschach umfassend und für das Fernschach teilweise von "Study Chess" profitieren.

Die Kapitel 1, 2 und 4 sind ganz oder teilweise "fernschachtauglich". Sehr interessant ist eine von Sadler detailliert dargestellte Methode, unter Einsatz von Kopf und Rechner neue Eröffnungsideen zu finden. Er baut dabei auf die Datenbankfunktion wie auch auf die Engine. Diese Methode bietet sich besonders sogar für das Fernschachspiel an, da sie auch die Partie begleitend einsetzbar ist.

In den beiden ersten Kapiteln wird vielleicht nicht jeder, aber sicher doch so mancher Fernschachspieler einen Schlüssel finden, den Gegner mit etwas Neuem zu überraschen und das eigene Repertoire entsprechend zu erweitern.

Im vierten Kapitel geht es um die aktive, die reagierende und die prophylaktische Art des Denkens. Hervorzuheben ist, dass es dabei nicht nur um isoliert diese Methoden geht, sondern auch um die Übergänge von einer zur anderen, um den Wechsel zwischen ihnen. Hier lässt Sadler den Leser nicht einfach eine "Wohlstandsbrühe" konsumieren, er fordert ihn durch eingestreute Übungen, den oben angesprochenen "Vortragsstil" gewissermaßen durchbrechend. Welche Denkmethode ist in einer gegebenen Situation geboten, welcher Zug ist hier der Beste? Fragen dieser Natur muss der Leser konkret beantworten, die Lösung/Erklärung und Begründung folgen sofort. Dieser Teil des Buches ist besonders locker aufgemacht, er wirkt wie ein "Lese- und Spielvergnügen mit Lerneffekt".

"Study Chess" ist in Englisch verfasst und man spürt, dass dies die Muttersprache des Autors ist. Das eine oder andere Mal wird der fremdsprachliche Leser eine Vokabel nachschlagen müssen, ansonsten aber keine Probleme mit dem Verstehen haben.

Ein Eröffnungs- sowie ein Partienverzeichnis schließen das Werk ab.

Fazit: "Study Chess" ist ein smartes Büchlein, dass ich, auch wenn es mit einem Preis von 21,90 Euro nicht ganz billig ist, zum Kauf empfehlen kann.

Mit freundlicher Genehmigung

Uwe Bekemann, Deutscher Fernschachbund

www.bdf-fernschachbund.de